Werder Bremen will den Vertrag mit Niclas Füllkrug verlängern, auch der Stürmer hat daran ein großes Interesse - nach Informationen der DeichStube hat es nun eine deutliche Annäherung zwischen beiden Parteien gegeben.
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Werder Bremen will den Vertrag mit Niclas Füllkrug verlängern, auch der Stürmer hat daran ein großes Interesse - nach Informationen der DeichStube hat es nun eine deutliche Annäherung zwischen beiden Parteien gegeben.

Werder-Torjäger soll Vertrag verlängern

Neuer Vertrag: Deutliche Annäherung zwischen Werder Bremen und Niclas Füllkrug

Zell am Ziller – Es gab da diesen Moment im Trainingslager in Zell am Ziller, da wirkte Niclas Füllkrug auf dem Platz schon ein wenig genervt. Ob es an den stockenden Vertragsverhandlungen mit dem SV Werder Bremen lag, ist nicht bekannt. Bislang hat der 29-Jährige im Zillertal noch nicht gesprochen. Dafür äußerte sich nun Sportchef Frank Baumann zur Zukunft des Stürmers und zeigte sich zuversichtlich, dass sich beide Seiten in den nächsten Wochen auf eine Verlängerung des in einem Jahr auslaufenden Kontrakts einigen werden. Aus gutem Grund: Nach Informationen der DeichStube hat es eine deutliche Annäherung zwischen Werder und Füllkrug gegeben.

„Es sind sehr, sehr gute Gespräche. Beide Seiten wissen, was sie aneinander haben. Insofern bin ich zuversichtlich, dass wir dort eine Lösung finden werden“, sagte Frank Baumann am Freitagmittag und ergänzte noch: „Niclas füllt sich hier sehr wohl. Wir würden auch gerne mit Niclas weitermachen. Aber auch da braucht man vielleicht noch etwas Geduld.“ Denn ganz so entspannt, wie Baumann gerne klingen wollte, ist die Lage nicht. Es hat schließlich schon mehrere Gesprächsrunden gegeben – und dabei sollen die Interessen gerade zu Beginn noch weit auseinander gelegen haben. Die Sport-Bild berichtete, dass Werder Bremen Niclas Füllkrug sogar ein Angebot mit 50 Prozent weniger Gehalt vorgelegt habe. Doch so schlecht soll die Offerte dann doch nicht gewesen sein.

Neuer Vertrag für Werder Bremen-Stürmer Niclas Füllkrug? „Wir können ihn in der Bundesliga sehr gut gebrauchen“

Fakt ist: Füllkrug muss im Vergleich zu seinem bisherigen Vertrag auf Geld verzichten. Denn dieser ist vor der Corona-Pandemie und dem Abstieg abgeschlossen worden. Werder Bremen muss auch nach dem Aufstieg weiter sparen, das Gehaltsbudget kann nicht mehr so hoch sein wie früher. Darüber besteht in den Verhandlungen auch Einigkeit, Niclas Füllkrug soll zu Einbußen bereit sein. Andererseits spielen auch die Wertschätzung und das Ranking in der Gehaltsliste der Mannschaft eine Rolle. Der Angreifer gehört zu den absoluten Leistungsträgern, war mit seinen 19 Toren maßgeblich am direkten Wiederaufstieg beteiligt.

„Wir können ihn auch in der Bundesliga sehr gut gebrauchen“, betonte Baumann. Wohl wissend, dass Füllkrug mit Sturmpartner Marvin Ducksch sehr gut funktioniert und es extrem schwer wäre, einen Ersatz zu finden. Nicht nur aus sportlichen, sondern auch aus finanziellen Gründen. Für einen 29-Jährigen mit nur noch einer Saison Vertragslaufzeit dürfte eine Ablösesumme bei etwa vier Millionen Euro liegen. Das würde kaum ausreichen, um einen Angreifer vom Kaliber Füllkrug zu bekommen. Und der ist für die Mannschaft nicht nur auf dem Platz wichtig, sondern auch außerhalb. Füllkrug gilt nicht umsonst als Topkandidat auf den vakanten Posten des Kapitäns. 

Werder Bremen: Vertragsverlängerung von Niclas Füllkrug? „Zuversichtlich, dass wir eine Lösung finden werden“

Dass ein enttäuschter Niclas Füllkrug, um den sich einige Clubs bemühen sollen, das Weite suchen und Werder Bremen im Sommer noch verlassen könnte, „davon gehe ich nicht aus“, meinte Frank Baumann und beruhigte: „Wenn es um die Zukunft und eine Vertragsverlängerung geht, dann sitzt man auch mehr als ein Mal zusammen. Das ist ganz normal. Da muss man sich keine großen Sorgen machen, das ist ein normaler Prozess.“ Der einem Spieler wie Füllkrug aber durchaus zu schaffen machen kann.

Der 29-Jährige, der sich als ehemaliger Nachwuchsspieler der Grün-Weißen sehr mit dem Club identifiziert, gilt gerade in solchen Dingen als sensibel. Vor einem Jahr, als jeder Werder-Profi wegen der schwierigen finanziellen Lage zum Verkauf stand, habe ihn das sehr beschäftigt und möglicherweise auch Einfluss auf seine Leistung gehabt, heißt es. Da ist es sicher kein schlechtes Zeichen, dass Niclas Füllkrug im Zillertal inzwischen wieder wesentlich zufriedener wirkt. (kni)

Weiter mit der letzten Meldung vom 5. Juli 2022:

Woran die Vertragsverlängerung von Niclas Füllkrug beim SV Werder Bremen hakt

Zell am Ziller – Verträge verlängert, neue Spieler verpflichtet – beim SV Werder Bremen wurden in den vergangenen Wochen wirklich viele Fakten geschaffen, nur bei einer Personalie geht es nicht so richtig voran: Niclas Füllkrug. Dessen Vertrag läuft in einem Jahr aus. Sowohl der 29-Jährige als auch Clemens Fritz als Werders Leiter Profi-Fußball haben sehr deutlich gesagt, dass sie die Zusammenarbeit gerne verlängern wollen. Es gab bereits mehrere Gesprächsrunden, aber noch kein Ergebnis. Es hakt. Die Vorstellungen der beiden Parteien liegen noch zu weit auseinander. Nicht auszudenken, was passiert, wenn es zu keiner Einigung kommt. Gibt es dann einen Wechsel?

„Wir sind in den Gesprächen“, sagt Clemens Fritz als Leiter Profifußball auf Nachfrage der DeichStube. Wasserstandsmeldungen will er nicht abgeben. Ohnehin würde er das Thema lieber aus der Öffentlichkeit heraushalten. Nachvollziehbar, aber im Fall Füllkrug nicht so einfach. Denn der Stürmer gehört zu den absoluten Leistungsträgern im Team des SV Werder Bremen, ist nicht umsonst als neuer Kapitän im Gespräch. Niclas Füllkrug hat auch schon seine Bundesliga-Qualität unter Beweis gestellt, das können gerade in der Offensive nicht viele Werder-Profis von sich behaupten.

Werder Bremen will den Vertrag mit Niclas Füllkrug verlängern - doch die Verhandlungen stocken

Natürlich wird es bei der Vertragsverlängerung vor allem auch ums Geld gehen. Niclas Füllkrug gehört seit dem Weggang von Ömer Toprak zu den Topverdienern. Sein aktueller Vertrag wurde allerdings vor der Corona-Pandemie und dem Abstieg abgeschlossen. Der inzwischen mit 38 Millionen Euro verschuldete SV Werder Bremen musste sein Gehaltsbudget drastisch reduzieren und will es nach der Rückkehr in die Bundesliga nicht zu schnell wieder nach oben schrauben. Demnach dürfte das Angebot für Füllkrug wohl unter den jetzt gültigen Zahlen liegen. Die Frage ist nur, wie weit und wo der Angreifer damit im internen Ranking landet. Da geht es auch immer um Wertschätzung.

Werder-Bremen-Stürmer Niclas Füllkrug: „Ich will bei Werder bleiben und meine Rolle in der Mannschaft eher weiter stärken“

„Ich will bei Werder bleiben und meine Rolle in der Mannschaft eher weiter stärken, als dass ich mich woanders sehe“, hatte Niclas Füllkrug vor dem Start in die Vorbereitung in einem Interview mit dem „kicker“ gesagt. Seitdem hat er nicht wieder gesprochen – zumindest nicht öffentlich. Auf dem Platz sieht man ihn dagegen viel reden – nach dem Training gerne mal mit Trainer Ole Werner, bei den Spielen mit den Kollegen, wenn er Anweisungen gibt. Seine besondere Rolle ist deutlich zu erkennen. Dazu wirkt er körperlich topfit, was bei ihm natürlich auch ein besonderes Thema ist. Kurz nach seinem Wechsel 2019 von Hannover 96 an die Weser für eine Ablösesumme von 6,5 Millionen Euro hatte sich Füllkrug das Kreuzband gerissen. Erst in der vergangenen Saison war der Angreifer quasi wieder beschwerdefrei, machte fast jede Einheit mit und verpasste nur ein Spiel. Trotzdem gibt es im Verein weiterhin Zweifel, ob das dauerhaft so bleibt. Auch das kann sich in finanziell schwierigen Zeiten auf ein Angebot auswirken.

Werder-Bremen: Vertrag von Niclas Füllkrug läuft 2023 aus - eigentlich spricht alles für eine Verlängerung

Andererseits: Nach seinen Startschwierigkeiten unter Ex-Coach Markus Anfang war Füllkrug in der vergangenen Saison kaum zu stoppen, erzielte ab dem 11. Spieltag 19 Tore und bereitete sieben weitere vor. Zusammen mit Marvin Ducksch bildet er ein starkes Sturmduo, das sich selbst „die hässlichen Vögel“ nennt. Es passt einfach. Auch mit der Familie fühlt sich Füllkrug in Bremen sehr wohl, die Heimat Hannover ist auch nicht weit weg. Eigentlich spricht alles für einen Verbleib, doch ohne Verlängerung des Vertrags könnte es gefährlich werden. Niclas Füllkrug dürfte dann ziemlich enttäuscht sein, andere Clubs werden da ihre Chance wittern. Interessenten soll es jedenfalls geben – aus dem In- und dem Ausland. Ein Füllkrug-Abgang würde Werder Bremen zwar eine Ablöse bescheren, aber könnte mit den maximal zu erwartenden vier Millionen Euro ein gleichwertiger Ersatz verpflichtet werden? Und glücklich wäre mit einem Transfer ohnehin keiner der Beteiligten. (kni)

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