Niklas Schmidt hat in der Saison-Vorbereitung des SV Werder Bremen auf sich aufmerksam gemacht. Darf er jetzt doch bleiben?
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Niklas Schmidt hat in der Saison-Vorbereitung des SV Werder Bremen auf sich aufmerksam gemacht. Darf er jetzt doch bleiben?

Darf Schmidt nun doch bleiben?

Doch kein Wechsel? Werder Bremen lässt es bei Niklas Schmidt vorerst „so weiterlaufen“

Bremen – Es gab da diese Szene im Spiel gegen Zenit St. Petersburg, Niklas Schmidt war in sie verwickelt. An der Außenlinie geriet der Profi des SV Werder Bremen gegen mehrere Russen in Bedrängnis, hätte als Lösung den Ball ins Aus schießen oder ein Foul provozieren können. Doch er machte etwas, was Fußballern in heiklen Momenten eigentlich nicht machen sollen: Er ging ins Risiko. Und befreite sich mit einem Hackentrick aus dem Getümmel.

Unorthodox, waghalsig und irgendwie auch typisch für Niklas Schmidt, der gerne mal ins Risiko geht. Doch mittlerweile habe der 23-Jährige eine „gute Balance“ in sein Spiel bekommen, sagt Werder-Sportchef Frank Baumann. Nicht zuletzt diese Balance hat ein Umdenken im Kopf des Managers angeregt. Vielleicht führt das sogar dazu, dass es für Schmidt, den Werder Bremen nach Ausleihen an Wehen Wiesbaden und den VfL Osnabrück im Grunde schon abgeschrieben hatte, nun doch noch eine Chance gibt. „Er hat sich ins Spiel zurückgebracht – absolut“, bilanziert Baumann Schmidts bisherige Leistungen in der Saisonvorbereitung.

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Bislang war das Hauptproblem bei dem ehemaligen U-Nationalspieler neben gewisser (und mittlerweile überwundener) Gewichtsprobleme auch die Unausgewogenheit seines Spiels. Nach vorne stark, mit tollen Pässen, guten strategischen Entscheidungen und gefährlichen Standards, nach hinten aber eher bequem. Doch das, so hebt es Frank Baumann hervor, hat sich geändert. „Dass Niklas Fußball spielen kann und sehr talentiert ist, haben wir immer gewusst. Die Frage ist nur, wie konstant seine Balance im Spiel schon ist“, meint der 45-jährige Manager von Werder Bremen.

Übersetzt heißt das: Niklas Schmidt muss jetzt dranbleiben, wenn er nach zwei Zweitliga-Jahren in Osnabrück nun Teil einer neuen Mannschaft beim SV Werder Bremen werden will. Das Interesse bei Baumann ist auf jeden Fall geweckt: „Es gibt noch keine finale Entscheidung, und wir werden ganz kurzfristig auch keine treffen. Aber wenn sich jemand so anbietet, dann werden wir das erst mal so weiterlaufen lassen.“ (csa) Lest dazu: „Ich hatte mit Werder abgeschlossen“: Niklas Schmidt im Interview über seinen Neustart, Standards – und einen alten, fiesen Spruch. Auch interessant: Personal, Probleme, Positionsspiele - zwei Wochen vor dem Start ist Werder längst noch nicht startklar!

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