Werder-Bremen-Trainer Ole Werner wünscht sich neue Spieler, setzt aber auf Genauigkeit statt Geschwindigkeit.
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Werder-Bremen-Trainer Ole Werner wünscht sich neue Spieler, setzt aber auf Genauigkeit statt Geschwindigkeit.

Werder-Transfer-News

„Es ist klar, dass wir noch etwas machen müssen“: Werder-Bremen-Trainer Ole Werner will Neuzugänge - aber nicht um jeden Preis

Bremen – So richtig aufgegangen ist der Plan noch nicht: Bis zum Trainingslagerstart wollten die Verantwortlichen des SV Werder Bremen den neuen Kader weitgehend zusammengestellt haben, „das Gerüst wird definitiv stehen“, hatte Clemens Fritz als Leiter Profifußball unlängst gegenüber der DeichStube erklärt. Eine gute Woche vor der Abreise nach Österreich sind bislang die Verteidiger Amos Pieper und Niklas Stark neu dabei sowie Perspektivspieler Dikeni Salifou. „Es ist klar, dass wir noch etwas machen müssen – und auch machen werden“, betonte nun Chefcoach Ole Werner zum Start Trainingsauftakt am Mittwoch.

Seinen trockenen Humor, das wurde schnell deutlich, hat der 34-jährige Trainer des SV Werder Bremen auch während der just beendeten Urlaubszeit nicht eingebüßt. Als er nämlich auf die Ligakonkurrenten Bayern München, Eintracht Frankfurt sowie Borussia Dortmund und deren namhafte Transfers Sadio Mané, Mario Götze und Sébastien Haller angesprochen wurde, entgegnete er nur lachend: „Bei den Dreien sind wir dann wohl raus aus dem Rennen.“ Doch Ole Werner wäre nicht Ole Werner, wenn er nicht sofort wieder aufs Wesentliche schauen würde.

„Spaß beiseite. Wir kümmern uns um unsere Aufgaben und schauen, dass wir die bestmöglichen Spieler für uns finden“, erklärte der Trainer von Werder Bremen. „Natürlich willst du die Mannschaft so früh wie möglich zusammen haben, gerade als Aufsteiger. Am Ende ist es aber immer wichtig, dass die Entscheidungen auf dem Transfermarkt die richtigen und passend sind – eher als dass sie schnell sind.“ Und deshalb könne auch er nicht garantieren, dass bis zum Trainingslager in Zell am Ziller (30. Juni bis 10. Juli) weitere neue Gesichter am Osterdeich auftauchen. „Ich bin immer optimistisch, aber es ist schwer, genaue Zusagen zu machen, weil es von mehreren Seiten abhängt. Du weißt nicht genau, was in so einer Transferphase passiert“, sagt Ole Werner.

Werder Bremen-Trainer Ole Werner über Transfers: „Es ist klar, dass wir noch etwas machen müssen“

Und wenn alles gut gelaufen wäre, dann wäre Werder Bremen ja auch schon viel weiter. Der Wechsel von Sarpreet Singh scheiterte an einer Schambeinentzündung, Daniel-Kofi Kyereh entschied sich gegen Bremen. „Das Transferfenster ist ja noch ein bisschen offen“, sagte Ole Werner. „Mit dem, was wir bereits gemacht haben, haben wir schon einen ersten Schritt gemacht.“ Zeitnah, und das wiederholte auch der Trainer noch einmal, sollen Verstärkungen auf den beiden Außenbahnen, im zentralen Mittelfeld und in der Offensive folgen.

Schließlich will Werder Bremen auch Mané, Götze und Co. im Idealfall ärgern. „Wir werden gegen diese Spieler und ihre Mannschaften antreten und unsere Haut so teuer wie möglich verkaufen“, kündigte Ole Werner an. Staunend zusehen werde der Chefcoach ob der neuen Prominenz in der Bundesliga jedenfalls nicht. „Wir sind nicht aufgestiegen, um uns diese Spieler mal aus der Nähe anzugucken. Dann könnte ich mir auch eine Karte für die Tribüne holen.“ (mbü)

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