Ein vorzeitiges Leih-Ende ist für den SV Werder Bremen kein Thema: Roger Assalé soll im neuen Jahr als Quasi-Neuzugang durchstarten!
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Ein vorzeitiges Leih-Ende ist für den SV Werder Bremen kein Thema: Roger Assalé soll im neuen Jahr als Quasi-Neuzugang durchstarten!

Vorzeitiges Leih-Ende kein Thema bei Werder

Leihspieler Roger Assalé bleibt – und soll im neuen Jahr beim SV Werder Bremen durchstarten

Bremen – Wer im Verein die Idee für diese offizielle Sprachregelung hatte, ist nicht bekannt. Ihre praktische Umsetzung dafür aber schon seit einigen Wochen zu beobachten. Fragt man Werder Bremens Verantwortliche nach möglichen Neuzugängen im Winter, betreten sie unisono die Welt der Sinnesorgane, sprechen plötzlich von Augen und Ohren, die jeweils offengehalten würden – und beenden das Thema damit. Sowohl Cheftrainer Ole Werner als auch Sportchef Frank Baumann und der Leiter Profi-Fußball Clemens Fritz haben sich dieses verbalen Kniffs bereits mehrfach bedient. Was sie dabei aber bislang nicht thematisiert haben, ist ihre Hoffnung, einen gefühlten Neuzugang womöglich schon im Kader zu haben: Roger Assalé.

Nach einer für den Ivorer mehr als unglücklich verlaufenen ersten Saisonhälfte, setzen sie bei Werder Bremen durchaus darauf, dass er im neuen Jahr endlich aufblüht – und sich das Leihgeschäft doch noch rentiert. „Es war wirklich nicht einfach für ihn hier“, sagt Fritz und blickt auf Assalés Start in Bremen zurück: „Erst dauerte es, bis er eine Wohnung hatte, dann kam auch die Familie später als geplant nach.“ Ende August hatte Werder den 28-jährigen Angreifer für ein Jahr vom französischen Zweitligisten FCO Dijon ausgeliehen, damit der damalige Bremer Trainer Markus Anfang den geforderten Flügelspieler bekommt. Aufgegangen ist der Plan danach aber nicht. Zwar kam Roger Assalé in den ersten vier Partien nach seiner Verpflichtung jeweils als Joker zum Einsatz, konnte dabei aber nicht überzeugen. Im Gegenteil: Beim 0:3 in Dresden enttäuschte er auf ganzer Linie und war danach fünf Wochen lang überhaupt kein Thema mehr.

Nach Kader-Rauswurf: Wie geht es mit Roger Assalé beim SV Werder Bremen weiter?

Leih-Abbruch kein Thema beim SV Werder Bremen: Roger Assalé soll im neuen Jahr als Quasi-Neuzugang durchstarten

„Seinen Start fand ich eigentlich sehr vielversprechend. Danach hatte er seine Schwierigkeiten, und es mangelte ihm an Selbstvertrauen“, sagt Clemens Fritz, der glaubt, dass der Stürmer dieses Tief nun überwunden hat: „In den vergangenen Wochen ging es bei ihm im Training in die richtige Richtung. Das Trainingslager wird ihm guttun. Da kann er sich dem neuen Trainer noch besser zeigen und Selbstbewusstsein tanken.“ Die Idee, das Leihgeschäft mit Dijon womöglich vorzeitig zu beenden, gibt es bei Werder Bremen nicht und gab es auch nie, wie Fritz betont: „Für uns war und ist es überhaupt kein Thema, ihn wieder abzugeben. Von ihm kam in diese Richtung auch nichts bislang.“ Roger Assalé und Werder wollen also einen zweiten Anlauf wagen. Möglich, dass es unter Neu-Trainer Ole Werner bald besser für den Ivorer läuft als unter Markus Anfang. Voraussetzung dafür dürfte aber sein, dass Werner eine passende Position für den Stürmer findet.

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Angesichts des aktuellen Bremer 5-3-2-Systems bietet sich im Grunde nur die Rolle als Back-up-Stürmer hinter dem gesetzten Zweier-Angriff Niclas Füllkrug/Marvin Ducksch an. Fritz macht sich um dieses Thema aber keine Sorgen. „Für mich kann Roger alle Positionen im Sturm spielen, rechts, links und auch in der Mitte um einen anderen Stürmer herum. Er hat einen unglaublichen Speed, bietet sich gut an und kann die Bälle auch verteilen.“ An Roger Assalés verbesserungswürdigem Defensivverhalten „sind wir dran“, sagt der Leiter Profi-Fußball – in der Hoffnung, dass die Arbeit schnell Früchte trägt und der Mann von der Elfenbeinküste tatsächlich zum Winter-Neuzugang wird, der schon lange vorher da war. Gegen den FC Ingolstadt wurde Roger Assalé von Werder-Trainer Werner aus dem Kader geschmissen. (dco)

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