Transfers: Trainer Markus Anfang (li.) hat bei Spielerverkäufen des SV Werder Bremen kein Veto-Recht.
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Transfers: Trainer Markus Anfang (li.) hat bei Spielerverkäufen des SV Werder Bremen kein Veto-Recht.

Werder Transfer News

Verkäufe: Werder-Trainer Markus Anfang hat bei keinem Spieler Veto-Recht

Bremen – Es gab da diese bange Frage, die viele Fans des SV Werder Bremen durch den Sommer begleitet hat. Was, bitteschön, würde von ihrer Mannschaft nach dem Abstieg im neuen Jahr zu erwarten sein? Die Wende hin zu Besseren? Oder doch die Fortsetzung des Niedergangs? Seriös beantworten ließ sich das nicht. Dafür war (und ist) die personelle Ungewissheit, die sich zwischen den Saisons wie ein blickdichter Schleier um den Osterdeich gelegt hat, einfach viel zu groß.

Auch nach dem 1:1 zum Auftakt gegen Hannover 96 hat sich daran nichts geändert. Trainer Markus Anfang unterstrich hinterher einmal mehr die Schwierigkeiten, die ihm die aktuelle Lage bereitet – und räumte ein, dass das Thema auch an den Spielern nicht spurlos vorbeigeht. „Die Jungs geben Gas, sie sind zu 100 Prozent bei der Sache, aber das Problem ist natürlich, dass sie im Hinterkopf haben, dass sich irgendetwas verändern kann“, sagte Anfang – und meinte damit: Spielerabgänge. Wegen bekanntermaßen großer wirtschaftlicher Not ist Werder Bremen zwingend darauf angewiesen, in diesem Transferfenster noch einige Profis (möglichst teuer) abzugeben. Im Grunde steht der gesamte Kader im Schaufenster.

Werder Bremen-Transfers: Trainer Markus Anfang hat kein Veto-Recht bei Spielerverkäufen

Auf die Nachfrage, ob er als Trainer die Möglichkeit dazu habe, zwei, drei Spielern, den Säulen seines Systems, das Etikett „unverkäuflich“ aufzukleben, entgegnete Anfang am späten Samstagabend: „Nein, das ist nicht möglich. Das, was an Angeboten reinkommt, müssen wir aktuell besprechen. Diese Unbekannte haben wir halt.“ Und genau sie ist es, die das Planen für den Trainer des SV Werder Bremen so schwer macht. „Wir ziehen das durch“, betonte Markus Anfang zwar, hob aber auch hervor, dass man diesen problematischen Aspekt nicht wegschieben dürfe. „Das wird uns weiterhin begleiten. Bis spätestens zum 31. August.“

An diesem Tag schließt das Transferfenster, und Werder Bremen hat endlich Klarheit, mit wem er sicher die Saison planen kann. Gut möglich, dass sich dann auch die bange Frage der Fans besser beantworten lässt. Nach dem Hannover-Spiel, so der allgemeine Eindruck, ist sie jedenfalls noch ein Stück dringlicher geworden. (dco)

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