Ole Werner (l.), Trainer des SV Werder Bremen, fordert von Leiter Profi-Fußball Clemens Fritz keine Transfers - aber man sollte „immer schauen, ob noch eine Verbesserung möglich ist“.
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Ole Werner (l.), Trainer des SV Werder Bremen, fordert von Leiter Profi-Fußball Clemens Fritz keine Transfers - aber man sollte „immer schauen, ob noch eine Verbesserung möglich ist“.

Werder-Transfer-News

Werder-Transfers: Coach Ole Werner hat „keine schlaflosen Nächte“, wenn kein Neuzugang kommt

Bremen - Natürlich wird genörgelt, selbstverständlich wird kritisiert. Das gehört zur Folklore des Fußballs dazu und macht vor allem Niederlagen und transferarme Winterpausen erträglicher. Naja, zumindest manchmal. Und doch muss man sich gerade in dieser Saison, in der sich der SV Werder Bremen nur mit Mühe in jene Sphären vorarbeitet, in denen es in den nächsten Wochen um den Aufstieg geht, immer wieder vor Augen halten, dass die Bremer etwas Besonderes in dieser Liga sind. Denn auch mit dem Jahreswechsel stellt Werder laut dem Portal „transfermarkt.de“ mit einem Marktwert von knapp 40 Millionen Euro den wertvollsten Kader.

Nun ist nicht erst seit tristen und einsamen Nachmittagen während des Lockdowns bekannt, dass einem das teuerste Puzzle nichts nützt, wenn am Ende ein entscheidendes Teil fehlt. Oder gar mehrere. Zumal sich im Fall des SV Werder Bremen aus der kollektiven Erinnerung nicht so leicht streichen lässt, dass durch eine bessere Kaderpolitik der vergangenen Jahre der ungeliebte Abstieg wesentlich besser hätte verhindert werden können.

Jetzt, wo der Januar begonnen hat, sind wieder Transfers möglich, könnte Verpasstes nachgeholt oder an mancher Stelle wenigstens nachjustiert werden. Schließlich ist da ja noch immer diese ebenso chronische wie mysteriöse Abneigung gegen die Verpflichtung eines zusätzlichen Sechsers. Fraglos spielt auch die Wirtschaftlichkeit – gerade in pandemischen Zeiten – eine enorme Rolle. Und dass es gerade diesbezüglich die ein oder andere Vorgeschichte am Osterdeich gibt, ist auch hinlänglich bekannt. Folglich überrascht es nicht, dass Sportchef Frank Baumann und Clemens Fritz, Leiter Profi-Fußball und Scouting bei Werder Bremen, seit Wochen eher die Bremse als das Gaspedal bemühen und stattdessen die Zufriedenheit mit dem Kader betonen.

(Verfolgt das Testspiel Werder Bremen gegen Hannover 96 im Live-Ticker der DeichStube!)

Werder Bremen - Ole Werner über Transfers: „Immer schauen, ob noch eine Verbesserung möglich ist“

In diesen Tenor steigt nun auch Ole Werner ein. „Ich glaube schon, dass wir eine gute Mannschaft haben“, sagte der Werder-Trainer nun im Gespräch mit der DeichStube. „Wir haben die Qualität, um erfolgreich zu sein.“ Deshalb schaut er auch relativ entspannt auf die Zeit bis zum Schließen des Transferfensters. „Ich habe keine schlaflosen Nächte, wenn sich nichts mehr tut“, betonte der 33-Jährige, ließ jedoch Platz für ein Hintertürchen. „Aber man sollte immer schauen, ob noch eine Verbesserung möglich ist. Wenn es sportlich und wirtschaftlich Sinn macht, sich zu verstärken, dann sollten wir versuchen, das zu tun."

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Wo Spieler kommen können, da können selbstverständlich auch welche gehen. Weil sie etwa bislang nicht wie gewünscht zum Zuge kamen, anderswo bessere Perspektiven sehen oder schlichtweg Geld in klamme Kassen bringen sollen. Ole Werner glaubt momentan jedoch nicht, dass er künftig ohne einen seiner Leistungsträger auskommen muss. „Aktuell ist die Sorge nicht so groß“, sagte er. „Wir müssen in jeder Transferperiode mit Anfragen für Spieler rechnen. Das ist Alltag. Das Gute ist, dass wir jetzt keine Spieler verkaufen müssen. Das ist anders als im Sommer.“ (mbü/kni)

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