Wird Frank Baumann (r.) im Winter neue Spieler für Werder Bremen verpflichten oder wird der Club Spieler abgeben? Gemeinsam mit Trainer Ole Werner hat der Sportchef über den Kader gesprochen.
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Wird Frank Baumann (r.) im Winter neue Spieler für Werder Bremen verpflichten oder wird der Club Spieler abgeben? Gemeinsam mit Trainer Ole Werner hat der Sportchef über den Kader gesprochen.

Werder-Transfer-News

Winter-Transferphase: Werder-Sportchef Frank Baumann geht von Verbleib aller Bremer Leistungsträger aus

Bremen - Werder Bremens Sportchef Frank Baumann rechnet nicht damit, dass während des Winter-Transferfensters (geöffnet vom 2. bis zum 31. Januar) Leistungsträger den Verein verlassen werden. „Ich gehe nicht davon aus, dass auf der Abgangsseite mit Blick auf die Stammspieler etwas passiert. Da ist nichts in Sicht“, sagte der 46-Jährige nach dem 4:1-Sieg bei Hannover 96 – und fügte an: „Ich habe überhaupt nicht das Gefühl, dass es auch nur einen Spieler gibt, den es jetzt wegzieht.“

Eine Aussage, mit der ausdrücklich auch Torhüter Jiri Pavlenka gemeint war, der erst kürzlich einen Wechsel im Winter nicht ausgeschlossen hatte. Möglich sei es, so Frank Baumann, dass „der eine oder andere jüngere Spieler, der zuletzt wenig Spielzeit bekommen hat“, im Winter ausgeliehen wird: „Aber auch da ist noch nichts Konkretes in Sicht.“

Die Frage nach möglichen Neuzugängen für Werder Bremen beantwortete der Sportchef dann mit den üblichen Sätzen, die zuletzt auch schon Trainer Ole Werner und Leiter Profi-Fußball Clemens Fritz hatten verlauten lassen: „Wir halten immer die Augen und Ohren offen, sind aber trotzdem von der Qualität des Kaders überzeugt.“ Heißt: Einkäufe sind nicht ausgeschlossen, aber wohl auch nicht fest eingeplant. Baumann: „Es muss finanziell vernünftig und realisierbar sein, und der Spieler muss uns eine hohe Wahrscheinlichkeit geben, dass er uns besser macht.“ Wenn beide Punkte erfüllt seien, „werden wir uns definitiv damit beschäftigen“, sagte Baumann. (dco)

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Neuzugänge im Winter? Der SV Werder Bremen wartet bei Transfers ab

Bremen – Markus Anfang hatte vor wenigen Wochen ganz offen darüber gesprochen, dass er gerne im Winter einen neuen Achter für das Mittelfeld dazubekommen würde. Doch der Coach ist nach seinem Rücktritt im Zuge der Impfpass-Affäre längst Vergangenheit beim SV Werder Bremen. Der Zweitligist hat Ole Werner als neuen Cheftrainer verpflichtet – und muss deshalb auch seine Transferpläne überdenken. Aber nicht nur deshalb, wie Clemens Fritz als Leiter Profi-Fußball im Gespräch mit der DeichStube erklärt.

„Wir haben eigentlich kein Interesse, an der Mannschaft viel zu verändern. Wir wollen keinen Spieler abgeben“, hält Fritz grundsätzlich fest. Wohl wissend, dass die Initiative für einen Wechsel auch vom Spieler ausgehen kann. Den einen oder anderen Kandidaten dürfte es da schon geben. So hatte zum Beispiel Marco Friedl im Sommer mit einem Transfer zum Erstligisten Union Berlin geliebäugelt, dafür sogar ein Werder-Spiel ausgelassen, was ihm viel Kritik einbrachte. Letztlich blieb er in Bremen, weil sich die Clubs nicht auf eine Ablösesumme einigen konnten. Aktuell macht der Österreicher zwar nicht den Eindruck, bald weg zu wollen, aber das muss im Fußball-Geschäft nichts heißen.

Werder Bremen-Transfers: Will Ole Werner neue Spieler? Neuer Trainer macht sich erst Bild vom Kader

Keeper Jiri Pavlenka hatte erst kürzlich offen und ehrlich gesagt, dass er noch nicht wisse, was im Januar passiert. Der Vertrag des Tschechen läuft im Sommer aus. Noch eine Saison in der 2. Liga kann sich der 29-Jährige nicht vorstellen, hat er betont. Werder Bremen will auch so schnell wie möglich wieder nach oben. Da könnte natürlich neues Personal helfen.

„Ob wir noch jemanden dazu holen, um den Kader zu verstärken, kann ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen“, berichtet Fritz und fügt erklärend an: „Die Situation hat sich durch den Trainerwechsel, aber auch die Beschränkung der Zuschauerzahlen wieder verändert. Da müssen wir abwarten.“ Ole Werner soll die Möglichkeit gegeben werden, sich ein genaues Bild vom Kader zu machen. Zwei Spiele stehen bis Weihnachten noch auf dem Programm. Am 2. Januar soll es dann ins Trainingslager ins spanische Murcia gehen. Gut möglich, dass Werder Bremen erst danach auf dem Transfermarkt tätig wird. Bis zum 31. Januar ist das möglich.

Werder Bremen-Wechsel: Corona-Geldsorgen spielen beim Thema Transfers eine große Rolle

Die Saison wird bereits zwei Wochen vorher fortgesetzt. Und dann wird sich zeigen, vor wie vielen Fans Werder Bremen im Heimspiel gegen Düsseldorf auflaufen darf. Die Corona-Pandemie hat Deutschland wieder fest im Griff, gegen Aue waren nur 27.000 von 42.000 möglichen Zuschauern erlaubt, am Ende kamen sogar nur 15.000. In Bayern und Sachsen gab es schon Geisterspiele ohne Zuschauer. Sollten diese Einnahmen auch bei Werder wegbrechen, dürfte es eher keine Verpflichtungen von neuen Spielern geben. (kni)

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