Viele Nachrichten nach Scorpion-Kick-Tor

Nach Werder-Traumtor: Milos Veljkovic freut sich über Krstajics Glückwünsche

Bremen – Das Handy stand nicht mehr still, Nachricht um Nachricht trudelte am späten Freitagabend bei Milos Veljkovic ein – und nahezu alle davon dürften denselben Tonfall gehabt haben: staunende Bewunderung. „Es waren schon sehr viele, die mir nach meinem Tor geschrieben haben“, berichtet der Verteidiger des SV Werder Bremen, der während des 4:0-Heimerfolgs gegen Erzgebirge Aue einen Treffer der Marke „extravagant“ erzielt hatte. Nämlich per sogenanntem „Scorpion-Kick“, sprich im Fallen mit der Hacke über sich selbst hinweg ins Netz. Eine Szene, die das Weserstadion so noch nie erlebt hatte – und die selbst einen Ex-Werder-Profi zum Handy greifen ließ: Mladen Krstajic.

Milos Veljkovic hatte im Jahr 2017 sein Debüt in der serbischen Nationalmannschaft unter Krstajic gefeiert. „Er hat geschrieben, dass er mir zum Tor gratuliert und dass ich so weitermachen soll“, sagt der 26-Jährige, womit Krstajic allerdings weniger weitere Akrobatik-Treffer, sondern vielmehr Veljkovics insgesamt positive sportliche Entwicklung gemeint haben wird. Bei Werder Bremen zählt der Innenverteidiger in dieser Saison zum unantastbaren Stammpersonal.

Heißt: Wenn er fit ist, spielt er auch. Das war bereits unter Cheftrainer Markus Anfang so und scheint sich unter dessen Nachfolger Ole Werner nahtlos fortzusetzen. Wegen einer Muskelverletzung hatte Milos Veljkovic in den Spielen gegen Schalke (1:1) und Kiel (1:2) gefehlt. Nach seiner Genesung schenkte ihm Werner bei seinem Debüt gegen Aue gleich wieder das Startelf-Vertrauen.

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Werder Bremen: Aufstieg für Traumtorschütze Milos Veljkovic „natürlich unsere Ambition“

„Der Trainer ist sehr souverän in seinem Auftreten und ruhig in seiner Ansprache“, berichtet Veljkovic – und betont: „Diese Ruhe von außen tat mir als Spieler gut, und nicht nur mir.“ Nach den turbulenten Wochen rund um die Impfpass-Affäre, in deren Mittelpunkt Ex-Coach Anfang steht, war Werners Art offenbar genau das, was Veljkovic und Kollegen gebraucht haben. „Wir führen in der Mannschaft jetzt noch mehr Gespräche als vorher, sind noch enger zusammengerückt“, erklärt der Nationalspieler. Auf die Frage, ob das womöglich einen Teil dazu beiträgt, dass Werder Bremen nun noch einmal ganz oben in der Tabelle angreift, antwortet Veljkovic: „Natürlich ist der Wiederaufstieg unsere Ambition. Aue war ein guter Start, aber damit ist der Job noch nicht erledigt.“

Milos Veljkovic, dessen Vertrag im Sommer ausläuft, der das Thema Zukunft öffentlich aber ausblendet („Daran denke ich gerade nicht“), möchte dabei mithelfen, dass schon am Freitag in Regensburg weitere Punkte folgen. Etwaige Erwartungen an ein erneutes Wunder-Tor bremst er jedoch verständlicherweise aus. „Grundsätzlich konzentriere ich mich lieber auf meine eigentlichen Aufgaben“, sagt er und schmunzelt. Schade eigentlich. Denn ein Mann hat ihm seit Freitagabend bisher noch nicht geschrieben. „Zlatan Ibrahimovic hat sich leider noch nicht gemeldet“, sagt Veljkovic über den mit Abstand prominentesten „Scorpion-Kicker. Kann ja durchaus noch kommen. (dco) Auch interessant: Clemens Fritz warnt die Werder-Profis - und hatte Kontakt zu Markus Anfang! Schon gelesen? So könnt Ihr das Zweitliga-Spiel Werder Bremen gegen Jahn Regensburg live im TV und im Live-Stream gucken!

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