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Yuya Osako ist laut japanischen Medienberichten ein Kandidat für Olympia 2020. Versäumt der Stürmer erneut eine Vorbereitung von Werder Bremen?

Verpasst Japaner von Werder Bremen erneut eine Vorbereitung?

Werder-Stürmer Yuya Osako ein Olympia-Kandidat

Bremen - Noch genau ein Jahr, dann blickt die sportbegeisterte Welt nach Tokio: Vom 24. Juli bis zum 9. August 2020 werden in der japanischen Hauptstadt die olympischen Sommerspiele ausgetragen. Und es ist durchaus möglich, dass dann auch ein Spieler von Werder Bremen im Fokus steht. Yuya Osako wird von den Medien in seiner Heimat jedenfalls schon jetzt als heißer Kandidat für eine Teilnahme am olympischen Fußballturnier gehandelt.

Während des Wettbewerbs, der vom 26. Juli bis zum 8. August 2020 läuft, treten die Nationen zwar mit ihren U23-Teams an, dürfen aber jeweils drei Spieler in den Kader berufen, die älter als 23 sind. Die japanische Sportzeitung „Sports Hochi“ berichtet nun, dass Yuya Osako von Werder Bremen neben Shoya Nakajima (FC Porto), Gaku Shibasaki (La Coruna) und Gen Shoji (FC Toulouse) einer von vier Kandidaten für diese drei Plätze ist.

Yuya Osako: Geht der Clinch zwischen Werder Bremen und dem japanischen Verband in die nächste Runde? 

Im vergangenen Jahr wurde der 29-jährige Werder-Stürmer in Japan zum Fußballer des Jahres gewählt, genießt generell sehr hohes Ansehen in seiner Heimat - es wäre also nicht überraschend, wenn der Verband ihn bei Olympia im eigenen Land dabeihaben möchte. Für Werder Bremen würde das allerdings bedeuten, dass Osako die komplette Sommer-Vorbereitung verpasst. Zwar sind die Clubs nicht dazu verpflichtet, Ü23-Spieler für Olympia abzustellen - sollte Osako aber teilnehmen wollen, würde ihm Werder wohl keine Steine in den Weg legen.

Schließlich wissen die Bremer Verantwortlichen, dass ein Profi wie Osako wegen Länderspielen und Turnieren öfter mal in wichtigen Phasen fehlt. Erst im Januar hatte der Angreifer mit Japan an der Asienmeisterschaft teilgenommen und deshalb die gesamte Winter-Vorbereitung inklusive Trainingslager in Südafrika verpasst. Ärgerlich für Werder: Osako kehrte damals mit einer langwierigen Rückenverletzung zurück, fiel wochenlang aus. Seitdem gilt das Verhältnis zwischen Verein und japanischem Verband als schwierig. Einer Teilnahme Osakos an der Copa America, bei der Japan im Juni als Gast-Nation antrat, hatte Werder einen Riegel vorgeschoben. (dco)

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Während bei Yuya Osako noch nichts feststeht, hat Werder Bremen bei seinem Trikot-Sponsor Nägel mit Köpfen gemacht und den Vertrag  mit Wiesenhof verlängert - das bringt der neue Deal im Bundesliga-Vergleich. Ein Ex-Bremer hat dagegen seinen Job gekündigt: Johan Micoud legt das Amt als Präsident bei AS Cannes mit sofortiger Wirkung nieder. Außerdem wechselt ein alter Bekannter in die Türkei: Werder-Retter Papy Djilobodji kickt jetzt für Gazisehir Gaziantep FK. Ein anderer Spieler könnte bei Werder Bremen verlängern, Angreifer Milot Rashica zögert aber noch. Unterdessen hat Werder-Trainer Florian Kohfeldt seinen Meister-Tipp für die Bundesliga-Saison abgegeben - und als einziger nicht auf Bayern München getippt.

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