Klaus Filbry, Geschäftsführer von Werder Bremen, muss künftig mit niedrigeren TV-Einnahmen planen.
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Klaus Filbry, Geschäftsführer von Werder Bremen, muss künftig mit niedrigeren TV-Einnahmen planen.

Deutlich weniger TV-Einnahmen

Klaus Filbry über geringere TV-Gelder für Werder: „Ernste Lage“

Bremen/Frankfurt – Am Ende ist das Ergebnis ausgefallen, wie es erwartet worden war. Klaus Filbry, Geschäftsführer von Werder Bremen, nannte es am Montagnachmittag im Gespräch mit der DeichStube „respektabel und den derzeitigen Umständen entsprechend“.

Für ihre TV-Rechtepakete erhält die Deutsche Fußball-Liga (DFL) wegen der Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie erstmals seit 2002 weniger Geld als bei der Vergabe zuvor, was auch für Werder Bremen negative Auswirkungen hat.

„Die DFL und Christian Seifert haben einen guten Job gemacht“, lobte Klaus Filbry, kam um folgende Feststellung aber nicht umhin: „Dem System Profifußball wird künftig viel Geld entzogen, was alle Vereine zu kostenbewusstem Handeln zwingt.“ Hatten die Clubs bei der letzten TV-Rechte-Vergabe in Summe noch 4,64 Milliarden Euro kassiert, gab es für die Spielzeiten von 2021/22 bis 2024/25 dieses Mal „nur“ 4,4 Milliarden Euro von den Medienunternehmen. Das hatte DFL-Chef Christian Seifert den 36 Proficlubs am Montagmittag während einer Mitgliederversammlung in Frankfurt mitgeteilt, an der auch Klaus Filbry teilgenommen hatte.

Werder Bremen bekommt weniger Geld: Ernst, aber nicht existenzbedrohend

Mit wie viel Geld weniger Werder Bremen künftig planen muss, konnte der Vorsitzende der Geschäftsführung noch nicht genau beziffern. „Wir wissen ja noch nicht, in welcher Liga wir spielen werden und wie genau das Geld unter den Clubs verteilt wird“, sagte er. Klar ist allerdings: Es wird den wirtschaftlich ohnehin arg gebeutelten Verein hart treffen. Schon für die kommende Saison – der letzten im alten Rechtevertrag – wurden die Zahlungen an die Clubs wegen Corona und des Rückzugs von Eurosport um rund 200 Millionen Euro reduziert. Zudem schwebt über Werder bekanntlich das mittlerweile sehr wahrscheinliche Abstiegsszenario, dessen Eintreten den Verein bereits vor der Pandemie davon ausgehen ließ, dass die TV-Einnahmen um mindestens 30 Millionen Euro sinken werden.

„Es ist eine ernste Situation für viele Vereine, auch für uns“, sagte Filbry, betonte aber zugleich, dass die Lage für Werder Bremen unabhängig von der Ligazugehörigkeit in der neuen Saison nicht existenzbedrohend sei. (dco)

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