Werder Bremen und die anderen Bundesligisten hoffen, dass bald die letzte Rate an Fernsehgeldern von Sky an die DFL überwiesen wird.
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Werder Bremen und die anderen Bundesligisten hoffen, dass bald die letzte Rate an Fernsehgeldern von Sky an die DFL überwiesen wird.

Coronavirus-Krise

TV-Geld für Werder und Co.: DFL bekommt Vorauszahlung der Medienpartner

Frankfurt/Main - Gute Nachrichten für Werder Bremen und die anderen Bundesligisten: Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) hat sich mit „fast allen“ Medienpartnern auf eine Vorauszahlung der noch ausstehenden TV-Prämien geeinigt. „Es wird möglich sein, den Clubs Liquidität bis 30. Juni zukommen zu lassen“, sagte DFL-Chef Christian Seifert am Donnerstag. „Erste Zahlungen sollen im Mai kurzfristig ausgelöst werden“, ergänzte er.

„Wir haben intensive Gespräche geführt, die waren geprägt von Respekt“, sagte DFL-Chef Christian Seifert nach der Mitgliederversammlung. „Mit einer Ausnahme wurden mit allen Partnern Einigungen erzielt. Es wurden auch Vereinbarungen getroffen, wie damit umzugehen ist, sollte die Saison nicht zu Ende gespielt werden können. Klar ist auch: Sollte die Saison nicht wieder starten, greifen gewisse Mechanismen zur Rückzahlung.“

Ein „besonderer Dank“ gelte dem größten Medienpartner, dem Pay-TV-Sender Sky. Große TV-Partner sind zudem ARD und ZDF sowie Eurosport, der die Rechte an den Internet-Streamingdienst DAZN sublizenziert hat. Es ging um die Zahlung der vierten und letzten Rate der Fernsehgelder, Medienberichten zufolge rund 300 Millionen Euro. Die DFL will die wegen der Coronavirus-Pandemie ausgesetzte Saison bestenfalls bis zum 30. Juni abschließen. Für den Neustart muss die Politik zustimmen. (dpa)

Entscheidung um den Klassenerhalt: Verfolgt das Relegations-Rückspiel des SV Werder Bremen gegen Heidenheim live im TV!

Zur letzten Meldung vom 18. April 2020:

DFL zu TV-Geld-Zahlungen: „Noch keine vertraglich fixierte Vereinbarung mit Sky“

Frankfurt/Main - Der SV Werder Bremen und Co. müssen sich noch ein wenig gedulden. Laut der Deutschen Fußball Liga (DFL) gibt es noch keine fixe Einigung mit dem größten Rechteinhaber Sky auf die Zahlung der letzten ausstehenden Rate der TV-Gelder.

„Die DFL befindet sich in Gesprächen mit allen Medienpartnern. Mit Sky gibt es noch keine vertraglich fixierte Vereinbarung“, teilte die DFL am Freitag mit. Zuvor hatte die Bild von einem Durchbruch bei den Verhandlungen und einer grundsätzlichen Einigung zwischen der DFL und dem Pay-TV-Sender Sky berichtet. Demnach soll der TV-Sender etwas weniger als vereinbart zahlen, dafür fließt das Geld an Werder Bremen und Co. trotz der derzeit bis mindestens 30. April unterbrochenen Saison in der 1. und 2. Bundesliga. 

DFL hofft weiter auf Beendigung der Bundesliga-Saison bis 30. Juni

Auch ARD und ZDF sollen bereit sein, ihre nächste Rate zu überweisen. Sky äußerte sich am Freitag auf SID-Anfrage nicht zu einer angeblichen Einigung mit der DFL und verwies auf ein Statement vom Vortag, wonach „aktive Diskussionen“ stattfänden „mit dem Ziel, auch im Hinblick auf Lizenzzahlungen und deren potenzielles Timing konstruktive Lösungen zu finden“.

Laut dem Fachmagazin kicker beträgt die vierte und letzte Rate der Medienrechteinhaber 304 Millionen Euro. Anfang April hatte das Blatt bereits berichtet, dass 13 von 36 Profiklubs die Insolvenz droht, wenn der Spielbetrieb nicht bald wieder aufgenommen wird und die TV-Gelder nicht fließen. Auch Werder Bremen könnte zu den bedrohten Clubs zählen. Die DFL berät auf ihrer virtuellen Mitgliederversammlung am kommenden Donnerstag (23. April) erneut über mögliche Szenarien zur Wiederaufnahme der Bundesliga-Saison. Sie hofft weiterhin, die Spielzeit bis zum 30. Juni beenden zu können. (sid)

Zur letzten Meldung vom 16. April 2020:

Letzte TV-Geld-Rate: Neue Hoffnung für Werder Bremen und Co. im Existenzkampf

Obwohl die Politik dem Profifußball (noch) kein grünes Licht für Geisterspiele gegeben hat, gibt es für Werder Bremen und Co. Anzeichen für eine Atempause im Existenzkampf.

Die Enttäuschung wich schnell wieder dem Eifer. Dem Profifußball blieb keine Zeit, viele Tränen über die vertagte Geisterspiel-Entscheidung der Politik zu vergießen. Der Kampf um die Existenz duldet keine Verzögerung, denn die kurzfristige Rettung steht offenbar kurz bevor. Die Clubs, also auch Werder Bremen, dürfen darauf hoffen, dass die Inhaber der Medienrechte die ausstehende letzte Rate (für Werder sind es rund 16 Millionen Euro) für die laufende Saison trotz der anhaltenden Unterbrechung aufgrund der Corona-Pandemie bald überweisen.

„Wir sind in ständigem Austausch mit unserem langjährigen Partner DFL, insbesondere angesichts der aktuellen Situation der Bundesliga und 2. Bundesliga“, erklärte der größte Rechte-Inhaber Sky auf Anfrage des Sport-Informations-Dienstes SID: „In diesem Zusammenhang gibt es aktive Diskussionen mit dem Ziel, auch im Hinblick auf Lizenzzahlungen und deren potenzielles Timing konstruktive Lösungen zu finden.“

Werder Bremen und Co.: TV-Geld-Zahlung kann Gefahr von Insolvenzen fürs Erste bannen

Sollten die 304 Millionen Euro von Sky, DAZN, ARD, ZDF und Sport1 tatsächlich in den kommenden Tagen bei der Deutschen Fußball-Liga (DFL) eingehen, darf sich DFL-Boss Christian Seifert bei der nächsten virtuellen Krisensitzung der Clubchefs am Donnerstag für seine erfolgreichen Verhandlungen feiern lassen. Schließlich wäre damit die Gefahr von Insolvenzen, von denen laut kicker angeblich 13 der 36 Vereine bedroht sind, fürs Erste gebannt.

Der Profifußball würde Zeit gewinnen, um der Politik ohne Hektik ein schlüssiges Konzept für den Neustart der Spielzeit mit Partien unter Ausschluss der Öffentlichkeit zu präsentieren. Alles andere war schon vor dem am Mittwoch verkündeten Verbot von Großveranstaltungen bis zum 31. August kein Thema mehr. Wenn es optimal für den Fußball läuft, machen Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten bei ihrer nächsten Konferenz am 30. April den Weg für die Geisterspiele frei - und Mitte Mai geht es wieder los.

Bundesliga: DFL arbeitet an der Logistik für Geisterspiele

Ob es so kommen wird, ist aber noch offen. Zu unterschiedlich sind die Haltungen der Politik. „Natürlich wird der Druck zunehmen, Geisterspiele zuzulassen“, sagte das Sportausschuss-Mitglieder Erhard Grundl (Die Grünen): „Ich bin nicht dafür, dass man Extrawürste im Fußball brät.“ Wolfgang Kubicki sieht das anders. „Ich glaube, dass die Ministerpräsidenten sich darauf verständigen, Geisterspiele zuzulassen“, äußerte der FDP-Politiker bei Sky Sport News HD: „Alles andere wäre absurd.“

Die DFL arbeitet bereits seit Wochen an der Logistik für Geisterspiele. Zudem wird bei den Clubs in Kleingruppen trainiert, um sich auf den „Tag X“ vorzubereiten. Entscheidend dürfte sein, wie der Fußball garantieren kann, dass durch die Ausführung der Spiele keine Gefahren einer Ansteckung bestehen und dass es keinen negativen Effekt für die Allgemeinheit geben wird.

Profifußball braucht etwa 20.000 Coronavirus-Tests

Das Szenario für einen Wiederbeginn wird von der DFL-Taskforce unter der Leitung von Nationalmannschaftsarzt Tim Meyer erarbeitet. Der Profifußball benötigt etwa 20.000 Corona-Tests für die ausstehenden Begegnungen. Die DFL geht in diesem Zusammenhang von einer deutschlandweiten Testkapazität von mindestens 550.000 pro Woche aus. Die Argumentation ist klar: Angesichts einer Kapazität von mehreren Millionen über mehrere Wochen hinweg sind 20.000 Tests für die neun ausstehenden Spieltage in diesem Zeitraum vertretbar.

Noch elf Spieltage stehen in der 3. Liga aus. Dort ist die Hoffnung auf ein reguläres Ende der Spielzeit aber gesunken, da die Zuschauereinnahmen eine wesentlich wichtigere Rolle als in der Bundesliga und der 2. Liga spielen. Geschäftsführer Mario Kallnik vom 1. FC Magdeburg plädiert bereits für einen Saisonabbruch. (sid/dco)

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