+
Björn Schierenbeck, Direktor des Werder-Nachwuchsleistungszentrums, hat das Interesse von Preußen Münster an U23-Trainer Sven Hübscher bestätigt.

Preußen Münster will Sven Hübscher

Schierenbeck: „Das Risiko besteht, dass wir einen neuen U23-Trainer suchen müssen“

Bremen - Bei Werder ist er eigentlich auch für die kommende Saison fest eingeplant, vieles spricht allerdings dafür, dass U23-Trainer Sven Hübscher den Verein im Sommer in Richtung Preußen Münster verlässt.

Die „Bild“ hatte am Dienstag berichtet, dass es bereits Gespräche zwischen Hübscher und Preußen-Sportchef Malte Metzelder gab. Björn Schierenbeck, der Direktor von Werders Nachwuchsleistungszentrum, bestätigte das nun auf Nachfrage der DeichStube und sagte: „Sven hat uns informiert, dass es einen Austausch gibt. Wir hoffen, dass wir die besseren Argumente haben, sind aber gesprächsbereit.“

Werder würde Hübscher Chance nicht verwehren

Heißt im Klartext: Sollte sich Hübscher mit Münster einig werden und sich dazu entscheiden, die Herausforderung als Cheftrainer in der Dritten Liga anzunehmen, würde ihm Werder keine Steine in den Weg legen. „Er hat nie einen Hehl daraus gemacht, dass er das Ziel hat, perspektivisch in den Profibereich zurückzukehren“, sagte Schierenbeck, der den Coach jedoch nicht kampflos ziehen lassen möchte: „Wir werden ihm aufzeigen, was er an der Aufgabe bei uns hat.“

Bei Werder ist der 40-Jährige seit Februar 2018 für die U23, sprich für die wichtigste Ausbildungsmannschaft des Vereins verantwortlich. Neben guten Ergebnissen zählt die erkennbare Entwicklung von jungen Spielern zu den Kriterien, nach denen seine Arbeit bewertet wird. „Dieser Übergangsbereich ist enorm wichtig. Es ist eine herausfordernde Aufgabe“, weiß Schierenbeck.

Schon gelesen? Aron Johannsson vor Comeback in U23 - und vielleicht bleibt er noch länger

Werders U23-Trainer Sven Hübscher wird von Preußen Münster umgarnt.

Zumal Hübscher auch immer mal wieder Akteure aus dem Profi-Kader einbauen muss, die in seiner Mannschaft etwa nach längeren Verletzungen Spielpraxis sammeln sollen. Als Ausbildungstrainer ist Hübscher in Bremen dabei an enge Vorgaben gebunden, was die Spielphilosophie angeht. Der Verein bildet nach festgelegten Parametern aus, „das ist ein enges Korsett“, weiß Schierenbeck.

Als Cheftrainer wäre Hübscher da deutlich freier. Und da er bei Werder in den kommenden Jahren kaum den Sprung in die Bundesliga schaffen wird, dürfte ihn die Aufgabe in Münster reizen. Werder jedenfalls plant schon jetzt zweigleisig. „Unser Trainerscouting läuft immer“, erklärt Schierenbeck. „Wir müssen auf alles vorbereitet sein, denn das Risiko besteht, dass wir einen neuen U23-Trainer suchen müssen.“

Auch interessant

Neu und nur in der DeichStube!

DIE DEICHSTUBE ALS KOSTENLOSE APP

Die DeichStube gibt es jetzt auch als kostenlose App. Einfach downloaden!

Was denkst Du über den Artikel?

Nichts mehr verpassen

Kommentare