Die Zukunft von Konrad Fünfstück als U23-Trainer des SV Werder Bremen ist noch ungeklärt. Das hat vor allem mit dem Schicksal der Profis zu tun.
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Die Zukunft von Konrad Fünfstück als U23-Trainer des SV Werder Bremen ist noch ungeklärt. Das hat vor allem mit dem Schicksal der Profis zu tun.

Abmeldung der U23 kein Thema

Baustelle U23: SV Werder Bremen verschiebt Trainerfrage und verzichtet weitgehend auf externe Neuzugänge

Bremen – Die Saison in der Regionalliga Nord ist schon lange abgebrochen, der Kader der U23 des SV Werder Bremen wird für die kommende Spielzeit – wie es alle zwei, drei Jahre Usus ist – gerade runderneuert. Aber eine Personalie fehlt noch, eine extrem wichtige sogar: die des Trainers. Konrad Fünfstücks Vertrag als Chefcoach des Bremer Nachwuchses läuft Ende Juni nach zwei Jahren aus. Dass über seine Zukunft bisher noch nicht entschieden wurde, hat vor allem mit dem noch offenen Schicksal der Profis in der Bundesliga zu tun.

Klassenerhalt oder nicht – bei Werder Bremen richtet sich natürlich alles danach. Auch die Verhandlungspositionen im Nachwuchsbereich sind abhängig davon. Ein Abstieg würde noch weniger Geld und noch härtere Sparmaßnahmen bedeuten – es gilt als Konsequenz aus diesen unklaren Verhältnissen, dass die Personalie Konrad Fünfstück noch nicht final besprochen werden konnte.

Werder Bremen: Konrad Fünfstück kein möglicher Nachfolger für Profi-Trainer Florian Kohfeldt

Sportlich ist Werder Bremen zufrieden mit der Arbeit des 40-Jährigen, der die Bremer Talente in dieser Saison möglicherweise sogar Richtung Aufstieg geführt hätte. Das Bremer Team war Tabellenführer der Süd-Gruppe der Regionalliga Nord (punktgleich mit dem TSV Havelse), als die Corona-Lockdown den Spielbetrieb stoppte. So blieb der Aufstieg ein Fall für den Konjunktiv. Als möglicher Nachrücker im Falle einer Trennung von Bundesliga-Chefcoach Florian Kohfeldt wird Fünfstück indes intern nicht gehandelt.

Es geht für ihn weiter um die U23, der der SV Werder gerade erst wieder die Treue geschworen hat. Während Berichte besagen, dass nach Bayer Leverkusen, RB Leipzig, Eintracht Frankfurt, Arminia Bielefeld und Union Berlin auch der VfL Wolfsburg und der FC Bayern darüber nachdenken, ihre U23-Abteilung abzuschaffen (der VfL plant alternativ eine Kooperation mit AK St. Pölten aus Österreich), bleibt Werder bei seinem Konzept, die Talente selbst auszubilden – auch wenn die Modernisierung der Infrastruktur des Leistungszentrums vorerst dem Rotstift zum Opfer fällt. „Wir sind der Meinung, dass wir die U23 sehr sinnvoll nutzen“, sagt Björn Schierenbeck, der Direktor des Leistungszentrums.

Werder Bremen U23: Zehn junge Spieler verlassen den Club - Kaum externe Neuzugänge

Talente in die Bundesliga bringen – das ist seit jeher der Auftrag. Die Corona-Pandemie hat das aber zusätzlich erschwert. Monate gingen verloren, in denen die jungen Spieler sich nicht zeigen konnten. Nun gehen einige von ihnen andere Wege – teils, weil Werder Bremen nicht auf sie setzt, teils, weil die Spieler es so wollen. Schierenbeck spricht von zehn Akteuren, die den Club verlassen – eine normale Quote für die U23.

„Wir hätten den einen oder anderen sicherlich gerne länger bei uns gesehen. Aber jetzt jeden Spieler zu halten, würde auch bedeuten, andere zu blockieren. Es rücken aus der U19 ja wieder neue Spieler nach“, so der Ex-Profi. Zugänge von extern sollen in diesem Jahr die Ausnahme bleiben. In U19-Nationalspieler Tom Berger vom VfL Wolfsburg II und Justin Njinmah von Holstein Kiel II sind bislang zwei Transfers getätigt worden, „und da kommen nicht mehr so viele dazu“, erklärt Schierenbeck. (csa) Verfolgt das Bundesliga-Spiel von Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen im Live-Ticker der DeichStube!

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