Trainer Ole Werner ist zufrieden über den Testspiel-Sieg gegen Schalke 04, sieht aber in der Woche vor dem Bundesliga-Re-Start noch viel Arbeit.
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Trainer Ole Werner ist zufrieden über den Testspiel-Sieg gegen Schalke 04, sieht aber in der Woche vor dem Bundesliga-Re-Start noch viel Arbeit.

Nach SVW-Testspiel gegen Schalke 04

Ole Werner nach Werder-Sieg gegen Schalke 04 zufrieden, aber noch nicht bereit für den 1. FC Köln

Gelsenkirchen – Als Ole Werner nach dem 1:0 (1:0)-Sieg gegen den FC Schalke 04 vor die Journalisten trat, da grinste der Coach des SV Werder Bremen zufrieden. „Es war genau das, was wir haben wollten – nämlich einen Test auf Augenhöhe gegen eine Mannschaft, die auch gegen uns in der Bundesliga antritt. Es hat sich angefühlt, wie ein richtiges Fußballspiel, damit wir uns schon einmal wieder an die Kulisse gewöhnen konnten, die uns nächste Woche in Köln erwartet. Auch wenn es jetzt natürlich nicht ganz so voll war.“

Immerhin knapp 19.000 Zuschauer waren in die Veltins-Arena gekommen – darunter 500 Fans der Grün-Weißen. Und sie sahen, dass der SV Werder Bremen – wie auch in der Liga – weiter und vor allem reifer als der FC Schalke 04 ist. Der musste sich am Ende sogar Pfiffe seiner Anhänger gefallen lassen. Aber auch bei den Bremern herrschte nach dem Sieg, den Niclas Füllkrug schon in der vierten Minute herausgeschossen hatte, nicht nur eitel Sonnenschein.

Werder Bremen gewinnt Testspiel gegen Schalke 04: Trainer Ole Werner sieht viel Luft nach oben

„Die erste Halbzeit war von den Abläufen her eigentlich ganz vernünftig, aber manchmal waren wir trotzdem ein bisschen nachlässig in der Aufnahme. Auch bei der Intensität hat man gesehen, dass wir die nächste Trainingswoche jetzt noch brauchen, um auf 100 Prozent zu kommen. Wir haben im eigenen Ballbesitz zwar meistens die Räume gefunden, die wir anspielen wollten, aber meistens zu langsam. Wir haben auch viel zu viel zurückgespielt“, haderte Ole Werner – und Marco Friedl meinte: „Was wir besser machen müssen, ist auf jeden Fall das Spiel mit dem Ball. Wir hatten speziell in der ersten Halbzeit unsere Probleme.“ Doch beim Kapitän des SV Werder Bremen überwogen die positiven Erkenntnisse, vor allem eine Sache hatte ihm besonders gut gefallen: „Wir haben uns speziell defensiv in den Ball geworfen und viele Aktionen auf der letzten Rille geklärt. Das kann uns Selbstvertrauen geben für die nächste Woche.“

Das wird auch gebraucht. Denn der 1. FC Köln wird es den Bremern gewiss noch schwerer machen als die personell doch arg gebeutelten Schalker. Die brauchten rund 20 Minuten, bis sie überhaupt mal gefährlich wurden. Das frühe Gegentor hatte Wirkung gezeigt. Nach guter Vorarbeit von Leonardo Bittencourt und einer feinen Flanke von Anthony Jung war Niclas Füllkrug per Kopf erst noch an 04-Keeper Alexander Schwolow gescheitert, beförderte den Abpraller dann aber sicher über die Linie. Dieser Füllkrug, dessen Zukunft weiter offen ist, machte richtig Spaß, der 29-Jährige gab Vollgas, forderte die Bälle, suchte die Zweikämpfe. Doch irgendwann ließen seine Kollegen immer mehr nach, Schalke 04 wurde mutiger und kam zu guten Chancen. Doch Werder Bremens Keeper Jiri Pavlenka war richtig gut aufgelegt und einfach nicht zu bezwingen. Vor allem seine Rettungstat gegen Danny Latza (31.) war bärenstark. Und einen eigenen üblen Fehlpass bügelte Pavlenka mit einer Parade gegen Simon Terodde selbst aus (45.).

Nach Testspiel-Sieg gegen Schalke 04: Werder Bremen ist froh, dass die Bundesliga wieder losgeht

Nach dem Wechsel bekamen die Bremer die Partie wieder besser in den Griff. Füllkrug beschäftigte einmal mehr die komplette Schalker Abwehr, scheiterte aber am Außenpfosten (55.). Und der eingewechselte Niklas Schmidt lupfte den Ball nach einer feinen Aktion über den herausgeeilten 04-Ersatzkeeper Ralf Fährmann an die Latte (70.). Marvin Ducksch (77.), Mitchell Weiser (80.) und erneut Füllkrug (81.) vergaben weitere gute Möglichkeiten zur Vorentscheidung. Der Sieg des SV Werder Bremen ging letztlich absolut in Ordnung. Die Schalker Fans waren enttäuscht und quittierten den Auftritt ihres Teams mit Pfiffen, was den Kampf um den Klassenerhalt für den Tabellenletzten nicht leichter machen dürfte.

Und Werder Bremen? Die Grün-Weißen können als Tabellenneunter nicht nur etwas entspannter in die Fortsetzung der Saison gehen, sondern sich nach einer guten Vorbereitung auch gewappnet fühlen. „Wir freuen uns, dass es wieder losgeht, die Pause war wirklich lang genug. Es hat gegen Schalke jetzt auch schon wieder Spaß gemacht, vor vielen Zuschauern zu spielen“, meinte Ole Werner und betonte: „Am Ende ist es das, worum es geht. Wenn der Wettkampf am Wochenende fehlt, dann wird mir persönlich auch mal schnell langweilig.“ (kni) Schon gelesen? So sehen Fans das Bundesliga-Spiel Werder Bremen gegen 1. FC Köln live im TV und im Livestream!

SV Werder Bremen: Pavlenka - Weiser (88. Mbom), Stark (61. Pieper), Veljkovic, Friedl, Jung (70. Buchanan), Groß (70. Stage), Gruev (61. Schmidt), Bittencourt, Ducksch, Füllkrug (88. Dinkci)

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