Werder Bremen feiert Torschütze Marco Friedl (2.v.r.) und Co.: Gegen den 1. FC Heidenheim fuhr das Team einen 3:0-Sieg ein.
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Werder Bremen feiert Torschütze Marco Friedl (2.v.r.) und Co.: Gegen den 1. FC Heidenheim fuhr das Team einen 3:0-Sieg ein.

Werder-Wahnsinn gegen Heidenheim

Werder Bremen ultraglücklich: Deutlicher Sieg gegen Heidenheim vor mitreißender Ostkurve

Zurück in der Erfolgsspur! Der SV Werder Bremen hat gegen den 1. FC Heidenheim einen 3:0-Sieg eingefahren. Der Spielbericht der DeichStube*.

Bremen – Die Ultras wieder im Stadion, Werder Bremen wieder in der Erfolgsspur: Mit einem 3:0 (0:0) über den 1. FC Heidenheim hat sich der Bundesliga-Absteiger für zuletzt zwei schmerzhafte Niederlagen in Folge rehabilitiert. Gegen den zuvor dreimal in Folge siegreichen Gegner schossen Marco Friedl (50.) und Marvin Ducksch (52.) mit einem Doppelpack die Angst vor einer Bremer Krise weg, ehe Heidenheims Denis Thomalla per Eigentor das 3:0 markierte (64.). Der Sieg wurde von 30.000 Zuschauern im Wohninvest Weserstadion bejubelt und ausgiebig gefeiert. Erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie gab es unter „2G“-Bedingungen keine Kapazitätsbeschränkungen mehr.

Für Trainer Markus Anfang war es – wie für viele in seinem Team – gewissermaßen eine Premiere, auch vor den Ultras in der Ostkurve spielen zu können. Es war quasi Weserstadion in Reinkultur, was er erlebte. Ob es das Ereignis an sich oder die Erleichterung über den Sieg war, die ihn zu einer ungewöhnlichen Maßnahme greifen ließ, bleibt dahingestellt. Anfang jedenfalls wandte sich via Stadionmikrofon an die Fans von Werder Bremen. „Danke für die tolle Unterstützung heute, das hat uns sehr geholfen“, sagte er. Auch Marvin Ducksch, mit einem Tor und zwei Assists der überragende Akteur auf dem Platz, sprach zu den Zuschauern. Er sei „sprachlos, was hier für eine Stimmung war“, meinte der Neuzugang: „Ein Riesenkompliment an jeden Einzelnen. Ihr habt uns gepusht, und wir konnten hoffentlich etwas zurückgeben.“

Werder Bremen gegen 1. FC Heidenheim: Erstes „2G“-Spiel und die Rückkehr der Ultras

Mit zwei personellen Änderungen in der Startelf hatte Trainer Markus Anfang auf die 0:3-Niederlage bei Dynamo Dresden nur fünf Tage zuvor reagiert. Die Hereinnahmen von Manuel Mbom (für Niklas Schmidt) und Lars Lukas Mai (für Anthony Jung) waren Teil eines recht umfangreichen Umbaus der Bremer Mannschaft. In der Viererkette verteidigte Mbom rechts, Mai innen neben Milos Veljkovic und Marco Friedl links. Mitchell Weiser rückte vor auf die rechte offensive Position, Eren Dinkci stürmte über links, dazwischen agierten Romano Schmid und Nicolai Rapp. Ganz vorne versuchte Marvin Ducksch die Lücken für die anderen zu reißen. Dass es nicht zur Doppelspitze mit Niclas Füllkrug kam, war vorher schon klar gewesen. Füllkrug stand jedoch nicht mal im Kader. Grund: Wadenprobleme bei dem Stürmer.

Anfangs Anfangself wurde so empfangen wie seit einer gefühlten Ewigkeit nicht mehr. Eine volle Ostkurve, ein grün-weißes Fahnenmeer, ein Konfettiregen und die lange vermissten Gesänge der Ultras – im ersten „2G“-Spiel der Bremer Geschichte stimmte der Rahmen in jedem Fall. Doch das Spiel hielt zunächst nicht mit. Zwischen Werder Bremen und Heidenheim entwickelte sich ein zähes Ringen um Chancen. Und die kamen spät. Robert Leipertz kam für Heidenheim zum Abschluss, nachdem er sich gegen Friedl durchgesetzt hatte (23.). Wenig später waren die gleichen Personen in die nächste Aktion verstrickt: Leipertz wollte schießen, Friedl grätschte dazwischen – eine wichtige Rettung des Österreichers, denn ansonsten wäre es extrem gefährlich geworden für Werder (26.).

Mit den Ultras im Rücken hatte sich Coach Anfang eigentlich erhofft, dass der Funke von der Mannschaft zu den Fans und wieder zurück springt, „dann können wir richtig etwas bewegen“, sagte er. Aber so richtig viel bewegte seine Mannschaft erstmal nicht. Zwar stimmten diesmal die gegen Dresden so vernachlässigten Basics, und mitunter kombinierten die Bremer in der gegnerischen Hälfte auch ganz gefällig, aber Torgefahr sprang kaum dabei heraus. Die besten Szenen: Ein Konter über Schmid, der den mitgelaufenen Dinkci nicht bediente (31.) und ein Veljkovic-Kopfball nach Ducksch-Ecke (41.). Dass das Personal die Forderung des Trainers nach mehr Konsequenz vor des Gegners Kasten beherzigt hätte, konnte zu diesem Zeitpunkt nicht behauptet werden. Doch das sollte sich noch ändern.

Werder Bremen gegen 1. FC Heidenheim: Marco Friedl schießt Tor zum 1:0 - und feiert Versöhnung

Zunächst konnte Werder Bremen aber glücklich sein, nicht mit einem Rückstand in die Pause zu müssen. Tim Kleindienst mit einem Kopfball an den Pfosten (38.) und Denis Thomalla mit einem Heber, der von Werder-Keeper Michael Zetterer runtergefischt wurde (44.), sorgten für kurze Panik-Momente bei den Fans im Wohninvest Weserstadion.

Kompletter Wandel der Emotionen dann in den ersten Minuten der zweiten Halbzeit. Von wegen Panik – plötzlich bebte das Weserstadion vor Freude. Der Grund war ausgerechnet Marco Friedl, um den es in der Transferphase ein sehr großes, selbst verschuldetes Wechsel-Theater gegeben hatte. Doch als er einen Ducksch-Freistoß per Direktabnahme unter die Latte drückte, war das alles vergessen. 1:0 Werder, erstes Tor vor der vollen Ostkurve, erster gemeinsamer Jubelrausch von Team und Ultras. Und Friedl feierte bei all dem seine Versöhnung mit allen.

Werder Bremen: Tore-Doppelschlag dank Marvin Ducksch - 1. FC Heidenheim unterläuft Eigentor

Ein bisschen überraschend kam die Führung für den SV Werder Bremen, der zuvor in zwei Spielen ohne eigenen Treffer geblieben war und eine Serie von 48 erfolglosen Torschüssen hingelegt hatte. Noch überraschender wurde es nur 76 Sekunden später. Marvin Ducksch schob zum 2:0 ein, nachdem Rapp einen Befreiungsschlag von Heidenheim-Schlussmann Kevin Müller nicht nur abgefangen, sondern auch gedankenschnell sofort auf Ducksch gepasst hatte – 2:0 (52.).

Nach den zwei vorangegangenen Niederlagen und der rumpeligen ersten Hälfte war dieser schnelle Doppelschlag wie eine große Beruhigungsspritze für alle besorgten und aufgebrachten Bremer. Weil im Anschluss ein Kleindienst-Treffer wegen einer Abseitsstellung nicht zählte (54.) und dann auch noch Thomalla den Ball nach einer Ducksch-Hereingabe ins eigene Tor lenkte (64.), war klar: Dieser Tag im Weserstadion war mal wieder ein Werder-Tag! Alles lief im Bremer Sinne. Nach zuvor nur vier von zwölf möglichen Heimpunkten war der Sieg allerdings auch bitternötig, damit sich nicht wieder ein Heimkomplex in den Köpfen der Werder-Profis einnisten kann. „So ein Sieg im eigenen Stadion – das ist Balsam für unsere Wunden“, sagte Markus Anfang: „Ich denke, wir haben hochverdient gewonnen und eine richtig gute Partie abgeliefert.“

Werder Bremen gegen 1. FC Heidenheim: Werder rückt in der Tabelle wieder vor

Der Erfolg hätte am Ende auch locker noch höher ausfallen können. Doch mit den sich bietenden Räumen ging das Anfang-Team nachlässig bis schlampig um. Vor allem Romano Schmid traf ein ums andere Mal die falsche Entscheidung. Machte aber nichts, Werder hatte das Spiel längst gewonnen und kann nun wieder einen etwas entspannteren Blick auf die Tabelle werfen. Mit jetzt 14 Zählern rückt der Absteiger bis auf einen Punkt an den 1. FC Heidenheim auf Platz drei heran. Die 2. Liga geht nach dem Wochenende in die Länderspielpause, danach folgen für Werder Bremen zwei Auswärtsspiele am Stück – erst bei Darmstadt 98 (17. Oktober), dann beim SV Sandhausen (24. Oktober). Das nächste Heimspiel steht erst am 30. Oktober gegen den FC St. Pauli an. (csa) Auch interessant: Werder Bremen in Noten gegen Heidenheim - Ducksch dreht nach der Pause auf!

Werder Bremen: Zetterer - Mbom, Mai (74. Jung), Veljkovic, Friedl - Gruev, Rapp, Schmid (90. Nankishi), Weiser (66. Agu), Dinkci (74. Schmidt) - Ducksch (90. Schönfelder).

Werder Bremen gegen 1. FC Heidenheim: Lest den Spielverlauf im Live-Ticker nach

Der SV Werder Bremen im Live-Ticker gegen den 1. FC Heidenheim: Alle Tore, News und Infos von der 2. Bundesliga - alles live im Liveticker der DeichStube*. Endstand: 3:0 für Werder

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Abpfiff! Werder Bremen schlägt den 1. FC Heidenheim mit 3:0! Drei Tore in einer knappen Viertelstunde reichten aus um den starken Heidenheimern heute den Zahn zu ziehen. Während das Spiel in der ersten Hälfte noch ausgeglichen gestaltet wurde, konnten die Hausherren durch einen Doppelschlag durch Friedl und Ducksch die Weichen kurz nach der Pause auf Sieg stellen. Ein Eigentor sorgte schließlich für den Endstand. Nach der Länderspielpause gastiert Werder bei Darmstadt 98.

90. Min: Und nochmal ein Doppelwechsel. Ducksch und Schmid dürfen sich in den wohlverdienten Feierabend verabschieden. Oscar Schönfelder und Abendego Nankishi schnuppern noch ein paar Minuten Bundesligaluft.

88. Min: Laola! Die Werderfans machen aus diesem Zweitliga-Abend heute etwas ganz Besonderes. Viele der Zuschauer dürften seit anderthalb Jahren nicht mehr im Stadion gewesen sein.

86. Min: Heidenheim zeigt keine Ambitionen mehr an diesem Spielstand noch etwas zu ändern. Werder scheint auch nicht mehr zwingend aufs vierte Tor aus. So sieht man aktuell vermehrt wie sie die Bremer Hintermannschaft den Ball hin und herschiebt.

84. Min: Während das Spiel nun langsam austrudelt, ist es durchaus erwähnenswert, dass Schiri Petersen bisher noch ohne Karte ausgekommen ist.

79. Min: Der Blick auf die Tabelle gibt einem nun wieder ein etwas besseres Gefühl. Mit vierzehn Punkten rangiert man über Nacht nun auf Platz 6 - ein Punkt hinter den Aufstiegsrängen, wohlwissend, dass die meisten Mannschaften an diesem Wochenende noch im Einsatz sein werden.

75. Min: Drei Tore in Vierzehn Minuten. Wann gab es das zuletzt für den SVW?

73. Min: Heidenheim wechselt gleich dreifach aus. Siersheimer, Sessa und Burnic betreten für Kleindienst, Mohr und Leipertz den Platz.

73. Min: Zwei weitere Werder-Wechsel! Dinkci und Mai sind raus. Schmidt und Jung dürfen noch zwanzig Minuten ran.

72. Min: Hamburg liegt weiterhin gegen Aue zurück. Es riecht nach einem feuchtfröhlichem Abend rund ums Weserstadion.

71. Min: Grün-Weißen nun dichter am vierten als Heidenheim am ersten Tor. Schöner Freistoß auf den Kopf von Veljkovic. Knapp vorbei.

69. Min: Romano Schmid läuft mit mehreren Mitspielern in Überzahlsituation auf Müller zu. Schmid trifft die falsche Entscheidung und spielt auf Dinkci, der aber nicht zum Abschluss kommt. Rechts wäre Ducksch in einer noch besseren Position gewesen.

66. Min: Beide Trainer wechseln nun aus. Felix Agu kommt für Mitchell Weiser. Malone und Schimmer kommen auf Gegnerseite für Kühlwetter und Thomalla.

Werder Bremen gegen den 1. FC Heidenheim im Live-Ticker: Denis Thomalla mit dem Eigentor

64. Min: Thomalla ist heute der Unglücksrabe auf Heidenheimer Seite. Ducksch bringt eine flache Hereingabe knapp vors Tor, wo Thomalla den Ball spät sieht und im eigenen Tor unterbringt. Werder führt mit 3:0 und das Weserstadion rastet nun komplett aus!

64. Min: Die Entscheidung!! Tooooooor für Werder Bremen! 3:0!

63. Min: Marco Friedl macht heute ein super Spiel. Spätestens seit seinem Tor strahlt der österreichische Nationalspieler jetzt noch mehr Selbstbewusstsein aus.

60. Min: Und trotzdem müssen die Hausherren aufpassen! Die Elf von Frank Schmidt hat sich noch nicht aufgegeben und kommt erneut zu einer Großchance. Thomalla wird von Mai aus den Augen verloren, bevor dieser seinen Kopfball nur hauchdünn neben das Tor von Michael Zetterer setzt. Puh...

58. Min: Der SVW wird nun durch die tolle Stimmung getragen. Dinkci und Schmid spielen hervorragend im Heidenheimer Strafraum zusammen und scheitern an einem sich in den Schuss werfenden „Roten.“

55. Min: Heidenheim erzielt ein Kopfballtor durch Kleindienst. Die Gäste jubeln, doch nach ewig langer Wartezeit hilft der VAR und entscheidet auf Abseits!

52. Min: Was ist hier denn los? Innerhalb von 76 Sekunden stellt Werder die Weichen hier auf Sieg! Das Weserstadion kocht jetzt!

Werder Bremen gegen den 1. FC Heidenheim im Live-Ticker: Marco Friedl und Marvin Ducksch mit dem Bremer Doppelschlag

51. Min: Marvin Ducksch setzt Müller richtig stark unter Druck! Der Keeper passt den Ball unter höchstem Stress in die Füße von Nicolai Rapp, der diesen direkt auf den freistehenden und nicht im Abseits stehenden Ducksch zurückspielt. Der lässt sich nicht zwei Mal bitten und schiebt ein! Mega!

51. Min: Tooooooooor für Werder! Marvin Ducksch mit dem zweiten Treffer!

50. Min: Ausgerechnet Marco Friedl erzielt das erste Tor nach Rückkehr der Ultras! Direktabnahme nach Ducksch-Freistoß! Sehenswerter Treffer und toller Jubel des vor wenigen Wochen noch „streikenden“ Österreichers.

50. Min: Toooooooor für Werder Bremen! Marco Friedl markiert das 1:0

49. Min: Heidenheims Verteidigung besteht größtenteils aus großgewachsenen, körperlich starken Akteuren. Warum es die Bremer Hintermannschaft immer wieder mit langen und hohen Bällen versucht, bleibt fraglich.

47. Min: Mohr mit einem strammen Schuss aus 25 Metern. Der Ball flattert gewaltig, doch Zetterer hat keine Mühe.

46. Min: Das Spiel läuft wieder! Werder spielt nun auf die Ostkurve! Beide Trainer haben nicht gewechselt.

19.20 Uhr: In Aue liegt der HSV zur Pause durch ein kurioses Gegentor mit 0:1 hinten. Mit einem Sieg könnte man an den Aufstiegsplätzen schnuppern, doch aktuell liegen Wunsch und Wirklichkeit beim Nordrivalen trotz Derbysieg weit auseinander.

Halbzeit im Weserstadion. Ohne Nachspielzeit gehen die beiden Teams in die Kabine. Das Remis ist bisher durchaus leistungsgerecht. Durch den Pfostentreffer von Kleindienst hätte sich Werder allerdings auch nicht über einen Halbzeitrückstand beschweren können. Wie sooft fehlen den Bremern offensiv die Mittel. Torgefahr erzeugten lediglich die ein oder andere Ecke von Ducksch. In der zweiten Halbzeit muss hier mehr kommen.

44. Min: Wieder muss Zetterer eingreifen. Thomalla versucht im Strafraumgewusel über den Bremer Schlussmann zu lupfen, doch der macht sich richtig lang und fischt den Ball noch runter.

41. Min: Auf der anderen Seite köpft Veljkovic nach der nächsten Ducksch-Ecke aus spitzem Winkel auf Müller. Immerhin mal ein Abschluss aufs Tor.

39. Min: Abseitstor durch Thomalla. Der Linienrichter hatte seine Fahne erst nach dem Abschluss gehoben obwohl die Situation glasklar war.

Werder Bremen gegen den 1. FC Heidenheim im Live-Ticker: Der Pfosten rettet nach dem Flugkopfball von Tim Kleindienst

37. Min: Pfosten Kleindienst! Der langgewachsene FCH-Stürmer köpft den Ball aus 14 Metern über Zetterer, der geschlagen war. Glück für Werder. Das Aluminium rettet vor dem Rückstand.

32. Min: Im Paralellspiel ist Tabellenschlusslicht Erzgebirge Aue soeben gegen den HSV in Führung gegangen. Der erste Jubel im Weserstadion ließ nach der Verkündigung auf der Anzeigetafel nicht lange auf sich warten.

30. Min: Schmid und Dinkci auf dem Weg Richtung Tor von Keeper Müller. Doch Schmid sieht den besser postierten Dinkci nicht, der völlig frei steht und versucht es stattdessen selbst, bleibt jedoch am Heidenheimer Abwehrbein hängen! Schade, da war mehr drin!

28. Min: Veljkovic foult Leipertz im Ausrutschen, so dass Heidenheim aus ganz gefährlicher Position zum Freistoß kommt. Mohr scheitert in der Mauer an Rapp, der seine 1,86 Meter ausspielt. Von der darauffolgenden Ecke geht wieder Gefahr aus.

26. Min: Werder muss nun aufpassen. Leipertz kommt erneut nach Pass von links auf Höhe des Elfmeterpunkts zum Abschluss. Friedl kann blocken.

Werder Bremen gegen den 1. FC Heidenheim im Live-Ticker: Erste Torchancen auf beiden Seiten

23. Min: Auf der Gegenseite wird Leipertz an der Torauslinie kaum attackiert. Friedl guckt nur zu wie der Heidenheimer kurz vor Zetterer noch mit dem Außenrist aufs Tor bringt. Am Ende kommt der Ball aber zu zentral, so das Zetterer abwehren kann.

22. Min: Ducksch nächste Ecke wird richtig gefährlich. Vorbei an Freund und Feind segelt der Ball durch den Fünfmeterraum. Am Ende klärt Schöppner mit der Brust.

20. Min: Klare Torchancen lassen auf beiden Seiten bisher auf sich warten. Werder macht die meiste Zeit über das Spiel verliert aber die wichtigen Zweikämpfe. Heidenheim lauert auf Bremer Fehler.

19. Min: Veljkovic krümmt sich am Boden, nachdem Leipertz in ihn reingesprungen war. Der Serbe ist aber wieder schnell mit von der Partie.

16. Min: Dinkci und Schmid verlieren die Bälle viel zu einfach. Der Einzige, der den Ball mal etwas länger festmachen kann ist Ducksch. Doch wenn der Neuzugang von Hannover 96 selbst am Ball ist fehlen die alternativen Anspielstationen.

13. Min: Mbom und Gruev sind sich an der Seitenlinie nicht einig darüber, wer den Ball mitnehmen soll. So freut sich Kühlwetter, der den Ball erstmals in den Bremer Strafraum flanken kann. In der Mitte verpasst Kleindienst.

11. Min: Mitch Weiser nach den beiden letzten verunglückten Spielen sichtbar motiviert bei der Sache. Im Verlauf der ersten Minuten war er schon links als auch recht zu finden.

9. Min: Guter Start der Werderander. Das Aufbauspiel klappt etwas besser als in den letzten beiden Spielen, ist aber noch zu ausrechenbar auf Marvin Ducksch zugeschnitten.

7. Min: Die zweite Ecke führt direkt zur dritten. Duckschs Versuch gelingt zwar nun etwas besser, aber außer ein verunglückter Distanzschuss von Schmid kommt im Nachgang nichts dabei heraus.

6. Min: Ducksch im Zusammenspiel mit Dinkci. Der junge Deutsch-Türke holt die erste Ecke des Spiels raus. Diese wird direkt am ersten Pfosten von Kleindienst abgefangen.

4. Min: „Steht auf wenn ihr Bremer seid!“ Schön das mal wieder zu hören!

2. Min: Schon nach wenigen Augenblicken ist zu erkennen, dass Mbom heute den rechten defensiven Part übernimmt. Mitchell Weiser rückt hingegen weiter vor und soll seine offensiven Qualitäten mit einbringen.

Werder Bremen gegen den 1. FC Heidenheim im Live-Ticker: Anpfiff im Weserstadion

1. Min: Los geht‘s. Heidenheim stößt an!

18.29 Uhr: Schiedsrichter der Partie ist heute Martin Petersen.

18.27 Uhr: Grün-Weiße Fahnen in der Ostkurve. Richtig Stimmung in der Bude hier! Die Mannschaften betreten gleich den Rasen!

18.19 Uhr: Im Sky-Interview betont Markus Anfang nochmal, dass er die Ansprache an die Mannschaft heute nicht verändert hat. Dies habe er schließlich im Vergleich zu den Partien gegen Ingolstadt und Hamburg/Dresden auch nicht getan. Viel eher benötigt die ganz junge Mannschaft ( „Wir wollen hier was aufbauen!“) heute Unterstützung von den Fans.

18.10 Uhr: Für die Frage, wie schwer das heute gegen die Heidenheimer wird, reicht ein Blick in die jüngste Vergangenheit. Nach acht Spieltagen grüßen die Baden-Würtemberger mal wieder von Platz 3. Ein Tabellenplatz, der nach der vorletzten Saison unglücklich nicht zum Aufstieg gereicht hatte. Nach zwei Unentschieden (0:0 und 2:2) gegen Werder blieb man in der zweiten Liga.

18.07 Uhr: Doch was bekommen die knapp 30.000 Werder-Fans heute zu sehen? Nachdem der Saisonstart mit elf Punkten aus sechs Spielen noch relativ gut gelaufen war, sind die Anhänger durch die letzten beiden Niederlagen wieder auf den Boden der Tatsachen zurück gekehrt. Die graue Liga-Realität zeigt die Grün-Weißen auf Platz 10. Will man den Anschluss an die ersten drei Plätze nicht schon in diesem frühen Stadium der Saison verlieren, sollten heute lieber drei Punkte her.

Werder Bremen gegen den 1. FC Heidenheim im Live-Ticker: Rückkehr der Werder-Ultras ins Weserstadion

18.01 Uhr: Nachdem sich Werder dazu entschieden hat, das Weserstadion zukünftig wieder voll auszulasten, werden heute ca. 30.000 Zuschauer erwartet. Hierbei dürfen nach der 2G-Regel nur Geimpfte und Genesene ins Stadion. Zum nächsten Heimspiel am 30. Oktober gegen St. Pauli sollen dann wieder die kompletten Plätze besetzt sein. Heute schon wieder mit dabei: Die Werder-Ultras, die sich mit den neu geltenden Regelungen offenbar besser identifizieren können.

17.53 Uhr: Füllkrug fällt lt. Werder wegen Wadenproblemen aus. Damit steht er in einer Reihe mit den weiteren Verletzten Leo Bittencourt, Ömer Toprak und Christian Groß.

17.48 Uhr: Zurück zu den Bremern. Die Hereinnahme von Mbom für Schmidt kann durchaus als kleine Überraschung angesehen werden. Anfang setzt so wohl auf die vorsichtigere Variante. Zurück im Kader befindet sich der zuletzt fehlende Felix Agu.

17.42 Uhr: Bemerkenswert an der Startelf der Gäste ist die Viererkette. Mit Theuerkauf, Hüsing, Mainka und Busch kann die gesamte Abwehrreihe eine mehr oder weniger erfolgreiche Werder-Vergangenheit aufweisen.

17.40 Uhr: Die Heidenheimer Elf von Trainer Frank Schmidt sieht folgendermaßen aus: K. Müller, Theuerkauf, Hüsing, Mainka, Busch, Schöppner, Mohr, Kühlwetter, Thomalla, Leipertz, Kleindienst

17.38 Uhr: Niclas Füllkrug befindet sich überraschend nicht im Kader wieder. Der Grund dafür ist noch unklar, wird aber, sobald wir mehr wissen, nachgereicht. Werder verbreitet den interpretationswürdigen Satz: „Niclas Füllkrug steht dem Trainer nicht zur Verfügung.“

17.35 Uhr: Die gesamte Werder-Bank im Überblick; Pavlenka, Jung, Park, Agu, Straudi, Assalé, Nankishi, Schönfelder

Werder Bremen gegen den 1. FC Heidenheim im Live-Ticker: Jean-Manuel Mbom und Lars Lukas Mai dürfen von Beginn an ran

17.32 Uhr: Im Vergleich zum enttäuschenden 0:3 in Dresden wechselt Markus Anfang heute zwei Mal. Anthony Jung und Niklas Schmidt bekommen eine Pause. Dafür laufen Jean-Manuel Mbom und Lars Lukas Mai von Anfang an auf.

17.30 Uhr: Pünktlich, eine Stunde vor Spielbeginn liefern wir euch die Aufstellung der Werderaner: Zetterer - Weiser, Veljkovic, Mai, Friedl - Gruev, Mbom - Rapp - Schmid, Dinkci, Ducksch

17.20 Uhr: Moin, moin aus der Deichstube und herzlich Willkommen zum Live-Ticker! In rund zehn Minuten erwarten wir die Aufstellungen des SV Werder Bremen und des heutigen Gegners aus Heidenheim.

Bremen - Werder Bremen im Live-Ticker gegen den 1. FC Heidenheim. Anpfiff im Wohninvest Weserstadion ist heute um 18.30 Uhr, der Liveticker startet hier gegen 17.30 Uhr mit den Startelf-Aufstellungen beider Mannschaften. Alle Tore, News und Infos von der 2. Bundesliga - alles live im DeichStube-Liveticker.

Werder Bremen gegen den 1. FC Heidenheim - der Vorbericht:

Plötzlich auf Augenhöhe: Gegen den einstigen Relegationsgegner 1. FC Heidenheim ist Werder Bremen kein Favorit mehr

Der SV Werder Bremen spielt am 9. Spieltag der 2. Bundesliga zu Hause gegen den 1. FC Heidenheim und will zurück in die Erfolgsspur. Der Vorbericht der DeichStube*.

Es ging allmählich auf Mitternacht zu, als Frank Schmidt noch im Moment der bitteren Niederlage seinen Humor wiederfand. Etwas holprig zwar, das schon, aber die Botschaft doch deutlich erkennbar: „Es geht hier weiter, Leute!“ Heidenheim, 6. Juli, 2020. Die Gastgeber waren am Abend in der Relegation an Werder Bremen und somit am heiß ersehnten Bundesliga-Aufstieg gescheitert, was Trainer Schmidt zum Anlass nahm, ein paar Worte via Mikrofon vom Stadionbalkon aus an die zahlreichen Fans zu senden, die sich schon während der Partie auf dem Vorplatz versammelt hatten.

„Es wird eine Weile wehtun, und wahrscheinlich auch morgen noch nicht besser sein“, sagte Schmidt, sprach von „zwei, drei Tagen“ der Traurigkeit, ehe er seine ironische Schlusspointe zündete: „Immerhin, in der 2. Liga dürfen wir ja weiterspielen.“ Genau dort kommt es für den 1. FC Heidenheim, 15 Monate später, zum Wiedersehen mit dem SV Werder Bremen, der inzwischen abgestiegen ist – und sich vor dem Heimspiel am Freitag (18.30 Uhr, DeichStube-Live-Ticker) plötzlich mit ganz anderen Vorzeichen konfrontiert sieht.

Werder Bremen gegen 1. FC Heidenheim: Krise? Trainer Markus Anfang will nach vorne schauen

Die Rolle des glasklaren Favoriten sind die Bremer im Vergleich zur Relegation nämlich los, was schon ein flüchtiger Blick auf die aktuelle Tabelle zeigt. Während der 1. FC Heidenheim als Dritter mit bisher 15 Punkten auf dem Konto die Chance hat, sich bis auf Weiteres in der Spitzengruppe festzusetzen, geht es für Werder Bremen (Platz zehn, elf Punkte) darum, den Anschluss nach oben nicht vollends zu verlieren – und dadurch so richtig in die Krise zu schlittern. Trainer Markus Anfang würde das K-Wort zwar sehr wahrscheinlich auch nach der dritten Niederlage in Serie nicht in den Mund nehmen, aber natürlich weiß auch der 47-Jährige, wie wichtig dieses Spiel gegen Heidenheim ist. Allein schon, um den Grusel-Auftritt aus Dresden so schnell wie möglich vergessen zu machen.

„Wir haben einfach viel zu viele individuelle Fehler gemacht, wollten teilweise zu viel und sind in bestimmten Spielsituationen leider verkrampft“, zählte Anfang die Probleme auf, die seiner Meinung nach zur 0:3-Pleite geführt hatten – und die sich nun gegen Heidenheim auf keinen Fall wiederholen dürfen. Angesprochen hat er die Versäumnisse gegenüber seinem Team natürlich, zu lange darauf rumanalysieren wollte er aber nicht: „Wir können in der Vergangenheit bleiben und immer nur negative Dinge ansprechen, oder wir können nach vorne gucken“, sagte Anfang – und sprach seine Präferenz zur Sicherheit noch einmal laut aus: „Ich will nach vorne gucken.“ Darauf habe der Fokus während der Woche gelegen, und natürlich ist der 1. FC Heidenheim automatisch in diesen Fokus gerückt.

Werder Bremen gegen 1. FC Heidenheim: Trainer Markus Anfang nimmt Spieler in die Pflicht

Die Mannschaft von Ewig-Trainer Frank Schmidt (seit 2007 im Amt) nötigt Anfang großen Respekt ab, weil sie „über sehr viel Erfahrung verfügt“, weil sie „immer wieder zeigt, dass sie oben mitspielen kann“ und „weil Heidenheims Kaderplanung sehr konstant“ daherkommt. In der Tat schafft es der Verein von der Ostalb seit Jahren, große personelle Umbrüche zu vermeiden, was durch folgende Tatsache schön veranschaulicht wird: Am vergangenen Spieltag, beim 2:1-Heimsieg gegen Darmstadt, standen insgesamt sieben Spieler in der Startelf, die im Sommer 2020 auch im Relegationsrückspiel gegen Werder Bremen zum Einsatz gekommen waren. Zum Vergleich: Von der jüngsten Bremer Anfangsformation aus Dresden waren damals lediglich Milos Veljkovic und Marco Friedl schon dabei. Ein Zahlenverhältnis, das durch die alternativlose Zäsur nach Werders Abstieg freilich erklärbar ist, aber dennoch aufzeigt, auf was für eine geschlossene Einheit die Grün-Weißen am Freitagabend treffen.

Auch interessant: So könnte die Startelf-Aufstellung von Werder Bremen gegen den 1. FC Heidenheim aussehen!

„Heidenheim ist ein Gegner, der sich nicht aus der Ruhe bringen lässt“, weiß Markus Anfang, der genau das auch von seinem Team erwartet. Zwar erinnerte der Trainer einmal mehr daran, dass seine Mannschaft sehr jung und entsprechend unerfahren sei („Fehler können passieren. Wir müssen den Jungs Zeit geben“), er betonte aber auch, dass das gewisse Ansprüche nicht ausschließe: „Wir haben junge Spieler, die eine gute Qualität haben. Da erwarten wir natürlich von ihnen, dass sie ihre Qualität auch auf den Platz bringen. Wenn wir entwickeln wollen, müssen wir auch ein Stück fordern.“ Dabei würden die Spieler nach Kräften unterstützt. „Wir gehen da gemeinsam durch“, sagte Anfang, der seinerseits aber deutlich mehr erwartet als er zuletzt in Dresden zu sehen bekommen hatte: „Es geht nicht um Systeme oder Taktiken, sondern darum, wie es auf dem Platz umgesetzt wird, und dabei sind die Spieler gefragt.“

Werder Bremen: 30.000 Fans im Wohninvest Weserstadion - darunter 30 vom 1. FC Heidenheim

Werder Bremen hofft darauf, dass ein beherzter Auftritt schnell den Funken auf die Ränge des Wohninvest Weserstadions überspringen lässt, auf denen erstmals wieder 30.000 Fans erwartet werden. Darunter übrigens 30 aus Heidenheim, was einen Negativrekord an Gästefans in Bremen bedeutet, der sich sicherlich durch die für Auswärtsfahrer unglückliche Anstoßzeit erklärt. Und vielleicht auch dadurch, dass der 1. FC Heidenheim eben schon mehrfach in Bremen zu Gast war, wenn auch nicht immer auf der großen Bühne.

„In der 3. Liga haben wir jahrelang gegen Bremen II auf dem Nebenplatz gespielt. Jetzt haben wir ein Punktspiel gegen Werder, was vor ein paar Jahren undenkbar war“, sagte Frank Schmidt am Donnerstag durchaus begeistert. Spätestens da wurde klar, dass er seinen Satz vom 6. Juli 2020 ernst gemeint hatte, auch wenn er damals nur ein schwacher Trost war: „Immerhin, in der 2. Liga dürfen wir ja weiterspielen.“ (dco) Auch interessant: So seht Ihr das Zweitliga-Spiel Werder Bremen gegen 1. FC Heidenheim live im TV und im Live-Stream! *DeichStube.de ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Mediengruppe Kreiszeitung und der WESER-KURIER Mediengruppe sowie ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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