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Das Banner mit der Aufschrift „Immobilienhaie - Vorsicht bissig“ war beim DFB-Pokal-Spiel zwischen Werder Bremen und dem 1. FC Heidenheim der Auslöser für einen Streit in der Ostkurve des Weserstadions.

Gegen Freiburg erstes Spiel nach Streit mit Bremer Ultras

Werder Bremen und der Ultra-Zoff: Gute Stimmung, aber böse Schlägerei - das war los im Weserstadion

Bremen – Die Altlast war schwer. Die Ereignisse am Mittwochabend im DFB-Pokalspiel gegen den 1. FC Heidenheim hatten die Sorge geschürt, dass der Streit zwischen den Ultras und dem SV Werder Bremen am Rande des Spiels gegen den SC Freiburg fortgesetzt werden würde. Wurde er auch.

Aber nach außen weniger sicht- und spürbar als befürchtet. Ob auch eine Schlägerei im Bereich der Ostkurve sowie eine weitere Auseinandersetzung in Verbindung zu den Diskussionen um den Ultra-Boykott am Mittwoch stehen, ist indes nicht bekannt.

Nach dem 2:2 gegen Freiburg freute sich Werder-Sportchef Frank Baumann zunächst, dass die Stimmung im Stadion so war wie immer. Anfeuerungsstreik? Mitnichten. „Die Ultras haben die Mannschaft absolut gut unterstützt, so wie man es im Weserstadion gewöhnt ist. Deshalb sind wir froh, dass es bis auf das Ergebnis ein sehr toller Fußballabend war von der Atmosphäre her.“

Werder Bremen: Proteste nach Banner-Streit auch im Spiel gegen den SC Freiburg

Die Proteste gegen den Polizeieinsatz am Mittwoch und die Kritik am Vorgehen des SV Werder Bremen beim Umgang mit dem falsch platzierten Anti-Wohninvest-Banners beschränkten sich auf die zweite Halbzeit, in der Plakate mit deutlichen Botschaften gezeigt wurden. „Finger weg von unseren Materialien“ oder „Polizei HB + SVW Hand in Hand gegen die Meinungsfreiheit“ stand auf ihnen geschrieben. Aber alles im Rahmen. Wie auch vor dem Spiel, als das bekannte „Immobilienhaie! Vorsicht bissig“ an genehmigter Stelle auftauchte – plus eines deutlich größeren Banners mit gleicher Aussage, das vom Ostkurven-Oberrang heruntergelassen wurde. Beides war zu Anpfiff verschwunden.

Werder Bremen: Fans liefern sich böse Schlägerei

Schlimm dagegen, was sich laut Polizeireport ansonsten in der Ostkurve abspielte. In der zweiten Halbzeit kam es zu einer Schlägerei unter Heimfans. Dabei soll es laut Pressemeldung auch zu Tritten gegen den Kopf gekommen sein. Die Polizei hat Personalien aufgenommen, prüft nun etwaige Tatbeteiligungen. Ermittelt wird wegen einer gefährlichen Körperverletzung. Zeugen des Vorfalls werden gebeten, sich beim Kriminaldauerdienst unter 0421/3623888 zu melden.

Wegen einer weiteren Schlägerei im Stadionbereich wurde ebenfalls eine Strafanzeige gefertigt. Zu weiteren Vorkommnissen soll es im und um das Stadion laut der ersten Polizeimeldung nicht gekommen sein.

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Werder Bremen und die Ultras: So war die Stimmung im Spiel gegen den SC Freiburg

Das Banner, um das es am Mittwoch das Riesengezerre inklusive des Polizeieinsatzes  im Weserstadion des SV Werder Bremen gab, war wieder da! Und zwar dort, wo es in allen anderen Spielen außer dem Pokalmatch am Mittwoch auch war: unterhalb der Wohninvest-Loge und nicht oberhalb. 

Mit Stangen wurde es hochgehalten, nicht an die Werbebande gehängt. Alles erlaubt, alles okay. Das Banner hat allerdings einen großen Bruder bekommen. Schwarz auf Weiß steht auf einem Riesenschriftzug am Fuße des Oberrangs der Ostkurve der bekannte Spruch „Immobilienhaie Wohninvest“ – mit Pfeil auf die Loge des Standionsponsors. Aber Stimmungsboykott der Ultras? Nö! 

In der zweiten Hälfte gab es dann aber doch kritische Banner in der Ostkurve: gegen die Polizei, gegen Werder Bremen - und gegen Wohninvest. 

Wie es weitergeht, steht im Liveticker für das Spiel Werder Bremen gegen den SC Freiburg!

Zur letzten Meldung vom 2. November 2019:

Werder Bremen und die Ultras: Geht der Zoff gegen Freiburg weiter?

Ultras am Pranger! Ultras als Ankläger! Ultras im Dialog mit dem SV Werder Bremen oder nicht? Die Nachbeben der Vorfälle während des DFB-Pokal-Spiels gegen den 1. FC Heidenheim am Mittwoch sind deutlich zu spüren.

Nachdem es wegen des offenbar falsch platzierten Protestbanners gegen Stadionsponsor Wohninvest in Block 1 des Weserstadions zu Handgreiflichkeiten zwischen Ultras, Ordnungskräften und Polizisten gekommen war, hat Werder Bremen den Fan-Gruppen ein Gesprächsangebot gemacht. „Wir suchen den Dialog, wollen einen 360-Grad-Blick auf die Geschehnisse haben“, erklärte Sportchef Frank Baumann am Freitag.

Allerdings ist nicht klar, ob das Gesprächsangebot auch angenommen wird. Denn seit dem Wohninvest-Deal sei der Draht zwischen Ultras und Club längst nicht mehr so heiß wie früher. Baumann: „Die Gesprächsbereitschaft unserer Fans hat seit dem Sommer merklich abgenommen.“ Dennoch soll es in der kommenden Woche zu einer klärenden Runde kommen. Über Sanktionen gegen die Ultras wurde deshalb im Zuge der clubinternen Aufarbeitung am Freitagvormittag nicht abschließend beraten.

Werder Bremen: Ultras kritisieren Polizei, Stadionmoderation und andere Fans

Unterdessen beschwert sich die Ultra-Gruppierung „Infamous Youth“ in einer Mitteilung über das Vorgehen der Polizei. Dieses sei „brutal“ und ein „Angriff auf das fanpolitische Engagement der Fanszene“ gewesen. Außerdem kritisiert die Gruppierung das Verhalten von Stadionmoderation und vieler anderer Fans, die die Abwandernden mit Pfiffen und höhnischen Gesängen bedachten. Zitat aus der Mitteilung: „Enthusiasmus entwickeln diese Wutfans nur dann, wenn sie sich echauffieren können.“

Allerdings haben die Ultras, die in Block 1 das Entfernen des Protestbanners verhindern wollten, auch ganz andere Gefühle bei Stadionbesuchern ausgelöst. Die DeichStube erreichten Fan-Mails, aus zwei von ihnen darf nach Rücksprache mit den Absendern zitiert werden.

Streit in der Ostkurve: Augenzeugen berichten von Gewalt und Drohungen

Reimer Kahlke aus Bad Segeberg, stand in Block 142 unterhalb des Banners, als es zu den Tumulten kam. Die Wahrnehmung des 61-Jährigen, der selbst als Polizist arbeitet: „Ich habe gesehen, wie genau über mir die Handgreiflichkeiten mit der Polizei begannen. In der Tat wurde ein behelmter Polizeibeamter zweimal gegen die Brüstung gestoßen. Er kippte mit dem Oberkörper über die Stange, die über der Betonwand montiert ist. Daraufhin gab es dann auch körperliche Gewalt von der Polizei.“

Ein Besucher aus Block 1 oberhalb der Wohninvest-Loge war noch näher dran. Er möchte namentlich nicht genannt werden, berichtet aber von Ultras, die eine „Ordnerin beleidigt und angeschrien, anschließend fast die Steinstufen hinunter geschubst“ hätten. Als er der Ordnerin habe helfen wollen, sei er „mit Gewalt“ bedroht worden: „Es waren Kinder anwesend, die aus Angst weinten und nur noch nach Hause wollten. Ich glaube nicht, dass diese Kinder irgendwann wieder ins Stadion kommen.“ Das Einschreiten der Polizei bezeichnete er als „Glück für die Zuschauer in Block 1. Ob es zu hart war, ist Ansichtssache.“ Den Einsatz von Schlagstöcken und Pfefferspray habe er nicht beobachten können.

Werder Bremen rechnet mit Protesten gegen die Vorfälle im Weserstadion

Michael Rudolph, Mediendirektor und Sprecher des SV Werder Bremen, erklärte, dass das Eingreifen der Polizei im Block alternativlos gewesen sei: „Wenn Widerstand gegen die Ordner geleistet wird, muss die Polizei eingreifen.“

Interessant wird nun, was am Samstag beim Heimspiel gegen den SC Freiburg in der Ostkurve passiert. Das Banner, um das es am Mittwoch ging, ist wieder angemeldet und darf auch im Bereich der Ostkurve aufgehängt werden. Darüber hinaus rechnet Werder mit Protesten gegen die Vorfälle – auf genehmigten und nicht genehmigten Bannern. Möglich, dass sich die Situation sogar noch weiter verschärft. Rudolph dazu: „Wir sind ein offener Verein und scheuen nicht die Diskussion.“

Klar ist aber: Sollte das Banner wieder – wie am Mittwoch – von Block 1 über die Werbebande gehängt werden, würde es umgehend entfernt werden. Was auch für jedes andere Banner gelte, so Rudolph: „Mit der Aussage selbst hat das nichts zu tun.“ Damit widerspricht er auch dem Vorwurf der Ultras, Werder Bremen habe durch das Einkassieren des Banners nur den Geschäftspartner Wohninvest schützen wollen. (csa)

Zur letzten Meldung vom 31. Oktober 2019:

Zoff um ein Stück Stoff: Warum es im Weserstadion krachte

Bremen – Polizisten im Fan-Block, Clinch um ein Stück Stoff, große Aufregung im Weserstadion. Der souveräne 4:1-Sieg des SV Werder Bremen in der zweiten Runde des DFB-Pokals gegen Zweitligist 1. FC Heidenheim hat nicht nur schöne Geschichten geliefert. Sondern auch eine, in der Bremer Ultras, Werder selbst, die Stadion-Security und die Polizei die Hauptdarsteller waren.

Es ging um ein bekanntes, am Mittwochabend aber offenbar falsch platziertes Banner, auf dem Ultras gegen Stadionnamenssponsor Wohninvest protestieren. Was genau passiert ist, was nun geschieht – die DeichStube fasst die Dinge, so weit bekannt, zusammen.

Fehde um Ultras des SV Werder Bremen: Was war passiert?

Seit Werder Bremen den Deal mit Stadionpartner Wohninvest geschlossen hat und die Arena offiziell „Wohninvest Weserstadion“ heißt, gibt es jenes Banner. „Immobilienhaie - Vorsicht bissig“ steht darauf. Es taucht in jedem Heimspiel im gleichen Bereich auf. Grundsätzlich von Werder genehmigt. Doch am Mittwoch hätte es nicht dort hängen dürfen. Nur in der Ostkurve wäre es okay gewesen. Nun streiten sich die Beteiligten darum, wo die Ostkurve aufhört und die Nordtribüne anfängt. Exakt dort befindet sich die Wohninvest-Loge, und dort war stets das Banner platziert. Auch am Mittwoch.

Der Unterschied zu sonst war laut Infos der DeichStube eine per Mail verschickte Mitteilung an die Ultras, dass der betreffende Block 1 nicht zur Ostkurve gehört – ebensowenig der Block 53, der die Schnittstelle zur Südtribüne bildet. Deshalb war das Banner in Block 1 über der Wohninvest-Loge nicht mehr genehmigt. Ein Winkelzug des SV Werder Bremen? Die Banner-Aktivisten halten dagegen, dass Block 1 laut Farbgebung in den Stadionplänen zur Ostkurve gehört. Deshalb fühlten sich die Fans im Recht. Werder sah es anders, wies Ordner an, das Banner zu entfernen. Das gleiche Spiel auf der Süd-Seite, wo ein Banner mit dem Slogan „Für immer Weserstadion“ abgenommen wurde. Ohne Polizei.

Werder Bremen: Wie konnte es zur Beinahe-Eskalation in der Ostkurve kommen?

Auf Videosequenzen, die in den Sozialen Medien kursieren, ist zu erkennen, wie ein Ordner das Banner einkassieren will. Wenige Ultras – geschätzt vielleicht 20 – wehren sich. Nach Informationen der DeichStube werden auch andere Besucher daran gehindert, ihre Plätze einzunehmen. Die Situation ist aufgeregt, die mit Schutzkleidung ausgestattete Polizei schreitet auf Bitte des Clubs ein. Ein Riesenaufgebot ist nicht zu erkennen, Schlagstöcke und Pfefferspray kommen laut Polizei nicht zum Einsatz. Aber es ist ein deutliches Durchgreifen, das sich nach allem, was auf den Videos zu erkennen ist, aber nur gegen wenige richtet. Eine überzogene Handlung der Polizei? Vielleicht. Oder eine Überreaktion der Ultras? Auch vielleicht.

Auf Twitter taucht ein Augenzeugenbericht auf, wonach Mitglieder der Pro-Banner-Fraktion versucht haben sollen, einen Polizisten über die Brüstung in den Unterrang zu befördern.

Der SV Werder Bremen teilt in einem Tweet mit, dass die Geschehnisse in den kommenden Tagen aufgearbeitet werden sollen. Eine Schuldzuweisung an die Ultras wird nicht formuliert, aber auch kein Wort über einen möglicherweise eigenen Fehler. Das Wichtigste ist aber: Nach allen bislang vorliegenden Informationen wurde niemand ernsthaft verletzt. Dennoch: Strafanzeigen werden gefertigt, erklärt die Polizei.

Ultras beim SV Werder Bremen: Gab es eine Vorgeschichte?

Schon vor dem Anpfiff wurde zwischen den Bremer Ultras und Ordnungskräften über das Banner diskutiert. Das Banner wurde angeblich zunächst auf-, dann wieder abgehängt und schließlich doch wieder aufgehängt. Erst daraufhin wurden Ton und Umgang rüder. Die Reaktion einiger Ultras: Sie zogen ab, packten alle Banner ein und verschwanden noch während der ersten Halbzeit aus dem Weserstadion. Während zuvor die Polizei von einem Teil der Ostkurve beschimpft worden war, begleitete ein anderer Teil die Abwandernden mit kritischen Rufen und höhnischen Sprechchören hinaus.

Ärger in der Ostkurve des Weserstadions: Wo ist das Banner jetzt?

Das corpus delicti wurde zwar zunächst einkassiert, mittlerweile aber an die Ultras zurückgegeben. Ob es am Samstag im Heimspiel gegen den SC Freiburg wieder genehmigt wird, ist noch offen.

SV Werder Bremen und die Ultras: Wie geht es nach der Auseinandersetzung weiter?

Klar ist: Der Vorfall verbessert das Klima zwischen Verein und Ultra-Szene gewiss nicht. Auch zwischen den Fans und Ultras ist die Stimmung angespannt, wird das Verhalten von Ultras auf der einen und den Sicherheitskräften auf der anderen Seite kontrovers diskutiert. Gespräche sind nötig, um die Wogen zu glätten. Das Schlimmste, was nun passieren könnte, wäre eine Fortsetzung des Konflikts am Samstag und während der folgenden Heimspiele. Das kann niemand wollen. Schon gar nicht wegen eines Banners, dessen Botschaft längst hinreichend verbreitet worden ist. (csa)

Ultras von Werder Bremen holen aus Protest ihre Banner ein und verlassen während des DFB-Pokal-Spiels gegen den 1. FC Heidenheim das Weserstadion.

Weitere News zum SV Werder Bremen

Derweil plädierte Werder-Trainer Florian Kohfeldt: „Wir müssen die Schiedsrichter mehr schützen.“ Vom Notstand zum Luxusproblem: Florian Kohfeldt hat in der Innenverteidigung von Werder Bremen wieder freie Auswahl. Vor dem Gastspiel bei Werder Bremen schwärmt SC Freiburg-Stürmer Nils Petersen in seiner DeichBlick-Kolumne: „Ich wäre gerne ein bisschen mehr wie Milot Rashica.“

Zur letzten Meldung vom 30. Oktober 2019:

Ultras verlassen Ostkurve - Vorwürfe von Werder Bremen, Polizei und Fan-Hilfe

Bremen – Das gab es wohl noch nie beim SV Werder Bremen im Weserstadion: Die Grün-Weißen führen in der zweiten Runde des DFB-Pokals nach gut einer halben Stunde mit 3:0, doch in der Ostkurve ist es überraschend still, dann verlassen sogar zahlreiche Ultras den Bereich. Angeblich aus Protest nach einer Polizeiaktion. Es ging um ein Banner mit der Aufschrift „wohninvest Weserstadion - Immobilenhai, Vorsicht bissig“.

„Ein genehmigtes Banner wurde heute entgegen der Absprachen an einem nicht genehmigten Ort aufgehangen. Ordner wollten es entfernen und wurden von Fans des Werder-Fans attackiert. Ebenso unbeteiligte Besucher“, teilte der SV Werder Bremen noch während der Partie mit und weiter: „Die Polizei ist daher eingeschritten und hat das Banner entfernt. 

Wegen dieses Einsatzes kam es zum Boykott von Ultragruppen und zum Teil zum Verlassen des Stadions.“ Auch die Polizei äußerte sich zu dem Vorfall: „Während der ersten Halbzeit wurde der Ordnungsdienst des Stadions beim Entfernen eines Banners körperlich angegriffen. Daraufhin haben Einsatzkräfte der Polizei Bremen unterstützend eingegriffen und wurden ebenfalls angegangen. Strafanzeigen werden gefertigt. Aufgrund der Vorfälle der letzten Wochen, waren die Einsatzkräfte der Polizei Bremen im Sinne des Eigenschutzes entsprechend ausgerüstet.“

Werder Bremen genehmigte Banner der Ultras

Das Banner, dass sich gegen den Namenssponsor des Weserstadions, also Wohninvest, richtet, war von Werder für den Bereich der Ostkurve genehmigt worden. Es wurde jedoch in der angrenzenden Nordkurve in unmittelbarer Nähe zur Loge des Sponsors aufgehängt. Allerdings nicht zum ersten Mal in dieser Saison. Damals gab es keine größeren Probleme.

Diesmal war alles anders – und das galt auch für die Stimmung. Die üblichen Anfeuerungsgesänge aus der Ostkurve blieben nach dem Boykott einiger Ultras lange Zeit aus, was überhaupt nicht zum so guten Spiel des SV Werder Bremen passte. Aber die anderen Fans waren hörbar bemüht, die Mannschaft gebührend zu feiern.

Grün-Weiße Hilfe widerspricht Werder Bremen und Polizei

Nach der Partie meldete sich die Grün-Weiße Hilfe, die Solidargemeinschaft für Werder-Fans, zu Wort. „Entgegen der Darstellung von Polizei und SV Werder kam es nach unseren Informationen zu keinen körperlichen Angriffen gegen Polizei- oder Ordnungskräfte. Vielmehr wurden einzelne Werder-Fans bei dem Einsatz verletzt und befinden sich teilweise in ärztlicher Behandlung“, hieß es in einer Mitteilung.

Außerdem seien die beiden für die Ostkurve genehmigten Spruchbänder auch genau dort aufgehängt worden. „Genauer gesagt über den Blöcken 142 und 122 bzw. unter den Blöcken 1 und 53. All diese Blöcke zählten laut Stadionplan eindeutig zur Ostkurve. Vor diesem Hintergrund ist bereits unverständlich, warum die Banner entfernt wurden“, moniert die Grün-Weiße Hilfe. (kni)

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Der Spielbericht zum zweiten Runde im DFB-Pokal: Werder Bremen zerlegt 1. FC Heidenheim - und das ganz schnell. Milot Rashica ist eine Attraktion, auch Davy Klaassen richtig stark - die Einzelkritik mit Noten zum DFB-Pokal-Spiel von Werder Bremen gegen den 1. FC Heidenheim. Und Milos Veljkovic sagt: „Wir können jeden schlagen“ - die Stimmen zum Werder-Sieg im DFB-Pokal. Nach dem 2:2 von Werder Bremen gegen Freiburg: Ein Schutzwall für Doppelpatzer Pavlenka.

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