Lange ist es her, dass die Ultras des SV Werder Bremen in der Ostkurve des Weserstadions standen. Am Freitagabend kehren sie beim Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim zurück.
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Lange ist es her, dass die Ultras des SV Werder Bremen in der Ostkurve des Weserstadions standen. Am Freitagabend kehren sie beim Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim zurück.

Ultras kehren in die Ostkurve vom Weserstadion zurück

Werder-Ultras kündigen Stadion-Rückkehr für das Heimspiel gegen den FC Heidenheim an

Bremen – Dass der 22. Februar 2020 rückblickend einmal ein besonderes Datum werden würde, hätte an diesem handelsüblichen Samstag vor nunmehr über eineinhalb Jahren wohl niemand gedacht. Werder Bremen verlor damals sein Bundesliga-Heimspiel gegen Borussia Dortmund mit 0:2 – so weit, so erwartbar, doch bis heute ist es die letzte Partie, während der es im Wohninvest Weserstadion organisierten Fan-Support gab.

Danach kam Corona, es kamen die Geisterspiele und auch nach der schrittweisen Rückkehr der Zuschauer in der laufenden Saison blieb die aktive Fanszene den Spielen weiterhin fern. Das ändert sich jetzt. Für Werder Bremens Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim (Freitag, 18.30 Uhr, DeichStube-Live-Ticker) haben drei Ultra-Gruppen ihre Rückkehr angekündigt. „Moin Werderfans, wir haben lang genug gewartet, nun ist es endlich soweit: Wir werden am Freitag gegen Heidenheim in die Ostkurve zurückkehren.“ So beginnt der kurze Text, den die Ultra-Gruppen „Infamous Youth“, „Caillera Ultras“ und „Ultra Boys Bremen“ am Donnerstag gemeinsam veröffentlicht haben.

Werder Bremen gegen den 1. FC Heidenheim: Die Rückkehr der Ultras in die Ostkurve

Während der anhaltenden Pandemie und der damit verbundenen Beschränkung der Stadionkapazität waren die Ultras dem Stadion bisher ferngeblieben, weil sie das Motto „Alle oder keiner“ vertreten. Auch dass es in der Ostkurve keine Steh-, sondern ausschließlich Sitzplätze gab, dürfte zum Boykott beigetragen haben, der nun am Freitag nach exakt 587 Tagen und 30 Heimspielen endet. „Was das für alle am Freitag in der Kurve bedeutet, sollte ohne weitere Worte klar sein“, schreiben die Ultras, die sich in Sachen Support demnach einiges vorgenommen haben dürften.

Bei Werder Bremen freuen sie sich schon sehr darauf. „Es ist toll, dass wir wieder ihre Unterstützung von den Rängen bekommen“, betont Trainer Markus Anfang, der einige Ultra-Vertreter kürzlich kennengelernt hat, deren „positive Haltung“ lobt und von einem „guten Austausch“ berichtet. Clemens Fritz, Werders „Leiter Profifußball“, glaubt indes, dass die Mannschaft von der Ultra-Rückkehr profitieren kann. „Es ist schön, sie wieder im Stadion zu wissen. Das spürt man auch als Spieler, und es kann einen kleinen Kick geben“, betont der Ex-Profi, während bei Vereinspräsident Hubertus Hess-Grunewald „Stehplätze, Fanmaterial, volle Reihen und auch ein Teil der Ultraszene“ eine „freudige Erwartung“ auslösen.

Werder Bremen: Ultra-Rückkehr ins Wohninvest Weserstadion - aber wie lange?

Ob sich Werder Bremen nun wieder dauerhaft über die lautstarke Unterstützung seiner aktiven Fanszene freuen kann, steht indes noch nicht fest. „Von welcher Dauer unsere Präsenz im Weserstadion sein wird, hängt von den Rahmenbedingungen ab, die für die kommenden Heimspiele gelten“, schreiben die drei Ultra-Gruppen.

Während des Heimspiels gegen Heidenheim gilt erstmals die 2G-Regelung, die nur genesenen oder geimpften Fans Zutritt ins Stadion gewährt – und die es möglich macht, dass die Kapazität der Arena künftig wieder voll ausgeschöpft werden darf. (dco) Lest auch: So könnte Werder Bremens Startelf-Aufstellung gegen den 1. FC Heidenheim aussehen

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