+
Hinter der Fassade der Weserstadions wird fleißig gearbeitet. Werder Bermen schaft Wohlfühlfaktor für Profis und Trainer.

Werder-Bremen-Coach Kohfeldt erklärt die Umbauten im Weserstadion 

Schöner arbeiten: Werder baut um, damit sich Profis und Trainer wohler fühlen

Bremen – Werder Bremen macht Urlaub, gearbeitet wird im Weserstadion trotzdem fleißig. Die Handwerker haben im Kabinentrakt das Kommando übernommen. Und bald wird sich der Bereich für die Profis sogar über zwei Etagen erstrecken.

Dafür werden Teile des Vip-Bereichs in der Ostkurve gegenüber der Spielerloge geopfert. Rund eine halbe Million Euro lässt sich der Verein den Umbau kosten, der laut Trainer Florian Kohfeldt dringend notwendig war. Und weitere Änderungen auf den Trainingsplätzen sind schon geplant.

Werder Bremen-Coach Florian Kohfeldt: „Das ist unser Zuhause“

„Ich bin ein großer Verfechter, mit der Mannschaft hier ständig im Stadion zu sein. Nichts kann aufwiegen, bei den Spielen in der Kabine zu sein, in der man jeden Tag ist. Das ist unser Zuhause“, betont Kohfeldt, merkt aber auch an: „Wir sind hier im Stadion einfach ein Stück weit begrenzt.“ So gibt es zum Beispiel keinen Besprechungsraum. Will Kohfeldt sein Team mit einem Video auf den nächsten Gegner einstimmen, muss der Medienraum herhalten. Da kommt es immer wieder zu Terminkollisionen. „Wir können da auch nicht die Atmosphäre schaffen, die wir uns wünschen“, sagt Kohfeldt.

Der Wohlfühlfaktor spielt eine große Rolle. Deshalb wird der Kraftraum erweitert und aufgehübscht, ein neuer Ruheraum geschaffen – genauso wie eine Spielecke. „Das hört sich vielleicht komisch an“, sagt Kohfeldt: „Aber die Jungs sind fast den ganzen Tag hier. Selbst an freien Tagen ist Leben in der Kabine. Umso wichtiger ist es, dass sich die Jungs wohlfühlen, dass sie vielleicht mal eine Runde Tischtennis oder Darts spielen können.“

Werder Bremen: Trainingsplätze haben andere Maße als Weserstadion

Es wird dazu einen Bereich für kognitives Training geben. „Es geht um Details, die aber für mich extrem wichtig sind. Wir bewegen uns so langsam auf einem Niveau, da machen wir keine Quantensprünge mehr – auch nicht in der Entwicklung der Mannschaft. Deshalb müssen wir umso mehr schauen, wo wir kleine Schritte hinbekommen“, sagt Kohfeldt. Er hat dabei auch die Trainingsplätze im Blick. Gerne würde er dort Flutlicht haben, um flexibler trainieren zu können. Unglücklich sei auch, dass die beiden Spielflächen dort nicht die gleichen Maße hätten wie der Platz im Weserstadion. Es bleibe nur die Möglichkeit, die Plätze zu verlängern oder quer zu spielen. Letzteres geht aber nicht, weil der Untergrund unterschiedlich ist – auf der einen Seite Hybridrasen wie im Weserstadion, auf der anderen Naturrasen. Eine Lösung soll es frühestens in einem Jahr geben. Unterdessen planen Werder-Fans eine Demo gegen den Verkauf der Namensrechte am Weserstadion.

Werder Bremen eröffnet Arztpraxis im Weserstadion

Bei anderen Dingen ist Werder Bremen schon viel weiter. Eine Arztpraxis wurde bereits im Weserstadion eröffnet, um die Profis noch besser medizinisch betreuen zu können. „Wir sind nicht schlecht aufgestellt, das ist alles schon sehr ordentlich“, sagt Kohfeldt: „Aber es ist wichtig, immer weiter zu denken.“

Die Veränderungen im Weserstadion wird ein Spieler nicht mehr erleben dürfen: Werder Bremen schließt eine Rückkehr von Max Kruse aus.

Auch interessant

Neu und nur in der DeichStube!

DIE DEICHSTUBE ALS KOSTENLOSE APP

Die DeichStube gibt es jetzt auch als kostenlose App. Einfach downloaden!

Was denkst Du über den Artikel?

Kommentare