Ole Werner (li.) fällt beim SV Werder Bremen wegen einer Corona-Infektion aus.
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Ole Werner (li.) fällt beim SV Werder Bremen wegen einer Corona-Infektion aus.

Werner und Kohlmann erkrankt

„Ich habe gedacht, dass er resistent ist“: Wie Werder mit der doppelten Corona-Infektion im Trainerstab umgeht

Bremen – Clemens Fritz muss selbst ein bisschen lachen, dabei ist das Thema eher ein ernstes. „Ich habe eigentlich gedacht, dass er resistent ist“, scherzt der Leiter Profifußball des SV Werder Bremen im Gespräch mit der DeichStube. Gemeint ist natürlich Cheftrainer Ole Werner, der sich momentan ebenso wie Assistenzcoach Patrick Kohlmann aufgrund einer Corona-Infektion in häuslicher Quarantäne befindet. Und der bislang einen weiten Bogen darum gemacht hatte, sich in die lange Reihe der Erkrankten in Deutschland einzureihen. „Innerhalb der letzten drei Jahren ist es für ihn jetzt wirklich das erste Mal, aber irgendwann erwischt es wohl doch jeden“, sagt Fritz.

Natürlich hätte Ole Werner auch in dieser Woche noch den einen oder anderen Termin gehabt, den er vor seinem Urlaub gern persönlich erledigt hätte, doch wenigstens bereitet sein Ausfall jetzt keine größeren Probleme bei einer Pflichtspielvorbereitung – die Bundesliga befindet sich seit dem vergangenen Wochenende schließlich in der Winterpause. Für den SV Werder Bremen steht am kommenden Samstag ab 14 Uhr in Lohne noch ein Blitzturnier an, ob der 34-Jährige bei den Duellen gegen die Zweitligisten Arminia Bielefeld und Fortuna Düsseldorf dabei sein kann, ist aktuell noch unklar. Aber theoretisch möglich, schließlich könnte die Isolation bereits nach fünf Tagen enden.

Werder Bremen plant trotz Corona-Fällen mit Blitzturnier: „Wir haben alle durchgetestet und werden fortfahren“

Die beiden jüngsten Infektionen haben dazu geführt, dass sie beim SV Werder Bremen jetzt noch einmal ganz besonders sensibilisiert sind. Der Trainerstab arbeitet logischerweise eng mit den Profis zusammen, da können Viren leicht weitergegeben worden sein. Auch beim Testspiel am Dienstagabend in Heeslingen (3:1) galt besondere Vorsicht: Autogrammjäger und Fotosammler wurden zwar bedient, aber die ganz großen Trauben auf dem Platz gab es dieses Mal nicht. „Man will natürlich der nahbare Verein sein, aber es verdeutlicht trotzdem noch einmal, dass wir uns in besonderen Zeiten bewegen“, erklärt Clemens Fritz. „Wir sind alle sensibilisiert, die Mannschaft ganz besonders, da vorsichtig zu sein und die Hygieneregeln sowie die entsprechenden Maßnahmen auch einzuhalten. Aber man sieht eben auch wieder, dass man es nicht komplett ausschließen kann.“

Die Vorsicht soll jetzt allerdings nicht dazu führen, dass auf bestehende Verpflichtungen wie etwa das Blitzturnier sicherheitshalber verzichtet wird. „Das ist im Moment nicht geplant“, betont Fritz. „Wir haben alle durchgetestet und werden damit jetzt auch fortfahren, um kein Risiko einzugehen.“ (mbü)

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