Ex-Werder-Bremen-Boss Marco Bode und Oliver Kahn, Chef beim FC Bayern München, sind bei der TV-Geld-Verteilung der Bundesliga nicht einer Meinung!
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Ex-Werder-Bremen-Boss Marco Bode und Oliver Kahn, Chef beim FC Bayern München, sind bei der TV-Geld-Verteilung der Bundesliga nicht einer Meinung.

Vor Werder-Spiel beim FC Bayern

TV-Gelder: Ex-Werder-Boss Marco Bode und Bayern-Chef Oliver Kahn sind sich uneinig

München/Bremen – Sie kennen sich bestens, wären 2002 beinahe zusammen Weltmeister geworden: Marco Bode und Oliver Kahn. Doch beim Thema Verteilung der TV-Gelder sind der ehemalige Aufsichtsratsvorsitzende des SV Werder Bremen und der aktuelle Vorstandschef des FC Bayern München unterschiedlicher Meinung. „Natürlich geht es im Sport darum, erfolgreich zu sein, und der Erfolgreiche muss belohnt werden. Aber nicht durch immer mehr Geld, sondern durch Titel“, sagte Bode in einem mit Kahn gemeinsam gegebenen Interview der „Süddeutschen Zeitung“.

Warum müsse der Erste dreimal so viel Geld bekommen wie der Letzte in der Liga, fragte Marco Bode. „Da muss das Erfolgsprinzip nicht gelten, da würde ich mir eher wünschen, einen Ausgleich zu schaffen“, sagte der Ex-Profi von Werder Bremen. Auch der Sport lebe davon, dass die Unterschiede in den Bedingungen nicht zu groß werden. Oliver Kahn widersprach Bode. Man dürfe bestimmte Gesetzmäßigkeiten des Marktes nicht außer Acht lassen, meinte der Chef des FC Bayern München. „Für die großen Broadcaster spielt die Reichweite, die sie mit der Übertragung der unterschiedlichen Wettbewerbe erzielen, eine wichtige Rolle. Und wenn der FC Bayern für 35 Prozent der nationalen und internationalen Reichweite der Bundesliga verantwortlich ist, dann fände ich jede Form in Richtung Gleichmacherei nicht fair.“ Trotzdem sei es bisher immer gelungen, „die Verteilung relativ solidarisch zu gestalten, wenn man das mit anderen Ligen vergleicht“.

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Ex-Werder-Bremen-Boss Marco Bode wünscht sich ausgeglichenere TV-Geld-Verteilung – FC-Bayern-Chef Oliver Kahn lehnt das ab

Marco Bode stimmte Oliver Kahn zu, „dass die Dominanz der Bayern nicht ausschließlich mit Geld zu tun hat“. Gute Entscheidungen seien der wichtigste Erfolgsfaktor. „Man kann den Bayern niemals vorwerfen, dass sie so erfolgreich sind. Das haben sie vor allem durch gute Leistungen erreicht“, sagte der frühere Aufsichtsratsvorsitzende des SV Werder Bremen. „Was ich kritisiere, sind die Bedingungen und die Regeln.“

Kahn und Bode spielten gemeinsam in der Nationalmannschaft. Bei der WM 2002 wurden die beiden heute 53-Jährigen Zweite. In ihrer aktiven Zeit waren Rekordmeister Bayern München und Werder noch auf Augenhöhe. An diesem Dienstag (20.30 Uhr im DeichStube-Liveticker) tritt Werder Bremen als Aufsteiger in München beim alten Rivalen an. Kahn ist seit Juli 2021 Vorstandschef des FC Bayern, Bode legte nach dem Abstieg des SV Werder Bremen aus der Bundesliga 2021 nach sieben Jahren den Vorsitz im Aufsichtsrat der Hanseaten nieder. (dpa)

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