Werder Bremen feiert den Einzug in die Relegation und bedankt sich bei Union Berlin für die Schützenhilfe im Abstiegskampf.
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Werder Bremen feiert den Einzug in die Relegation und bedankt sich bei Union Berlin für die Schützenhilfe im Abstiegskampf.

Werder und Union - der Beginn einer Fanfreundschaft?

Werder bedankt sich bei Union für die Hilfe im Abstiegskampf - Berliner warten jetzt auf das versprochene Bier

Bremen - Der SV Werder Bremen und der 1. FC Union Berlin - es könnte der Beginn einer großen Freundschaft werden. Nach der Berliner Schützenhilfe im Abstiegskampf sagen die Bremer Danke - Union wartet auf das versprochene Bier.

Nach der Schützenhilfe von Union Berlin für Werder Bremen im Abstiegskampf verriet Werder-Profi Maximilian Eggestein, dass die Vereinshymne „Eisern Union“ am Samstagabend in der Kabine im Weserstadion rauf- und runtergespielt wurde: „Sie kommt jetzt direkt hinter Lebenslang Grün-Weiß.“ Derweil warten die Berliner um den Ex-Bremer Felix Kroos schon ungeduldig auf eine große Ladung Bier.

Werder Bremen bedankt sich bei Union Berlin für die Hilfe im Abstiegskampf

„Habe jetzt mal alle Nachrichten von den Werder-Fans gelesen. Aktueller Stand : 1 678 Kisten Bier und 5 467 Liebesbekundungen (meistens männlich)! Danke dafür“, twitterte Felix Kroos am Sonntagmittag. Sein Club Union Berlin hatte kurz zuvor auf ähnlichem Wege die Vereinsadresse veröffentlicht, an die das Bier geschickt werden soll. Adressat war der Bremer Jan Siegert, der die Bier-Aktion vor dem Spiel ins Leben gerufen hatte. Auch Werder Bremen will sich mit Gerstensaft beteiligen. „Die eine oder andere Kiste werden wir schon rüberwachsen lassen“, meinte Maxi Eggestein. Der 23-Jährige zollte dem Bundesliga-Neuling jede Menge Respekt: „Es ist nicht selbstverständlich, in dieser Situation so charakterstark zu sein. Da sind wir wirklich dankbar.“ 

Ähnlich äußerte sich auch Trainer Florian Kohfeldt: „Ich muss ein ganz, ganz großes Dankeschön an den Sportsgeist von Union Berlin schicken, dass sie alles getan haben, um das Spiel zu gewinnen. Damit haben sie uns eine große Hilfe gegeben.“ Marco Bode, Aufsichtsratchef des SV Werder Bremen, dachte bei seinem Statement vor allem an einen Ex-Bremer: „Sie haben das richtig gut gemacht, insbesondere Tony Ujah, der das wichtige 1:0 geschossen hat. Da ist mehr als ein Dankeschön angebracht.“ Ujah selbst, der Werder 2016 mit seiner Vorlage zum Tor ein Stück weit auchden Klassenerhalt beschert hatte, blieb ganz bescheiden und dachte in seinem Tweet bereits weiter: „Moin, Werder! Ich drück' euch die Daumen für die Relegation.“

Union Berlin hilft Werder Bremen und wartet jetzt auf Bier

Und wer weiß: Wenn Werder Bremen den Klassenerhalt noch schafft, können die direkten Duelle mit Union Berlin in der nächsten Saison zur großen Party unter Freunden werden, falls die Corona-Pandemie das dann zulässt. Werder-Sportchef Frank Baumann machte jedenfalls klar, dass diese beiden Vereine durchaus einiges verbindet: „Fußball-Deutschland weiß, dass Werder, aber auch Union Berlin besondere Clubs sind. ‚Eisern Union‘ hat seinem Namen heute alle Ehre gemacht.“ (kni)

Letzte Meldung vom 24. Juni 2020:

Schützenhilfe im Abstiegskampf von Union Berlin? Werder-Fans bieten Bier, Marco Bode bietet Fisch

Dass Werder Bremen am letzten Spieltag dringend auf tatkräftige Unterstützung von Union Berlin angewiesen sein würde, um nicht aus der Bundesliga abzusteigen - bei dieser Vorhersage hätten die grün-weißen Fans und Offiziellen vor der Saison wohl höchstens müde gelächelt, oder den Absender gleich als nicht ganz zurechnungsfähig eingestuft. Jetzt, da es aber genau so gekommen ist, sind eben besondere Maßnahmen erforderlich. Die ersten - nicht ganz ernst gemeinten - Motivationsanreize wurden bereits von Bremen nach Berlin geschickt.

Werder Bremen: Fans bieten Union Berlin Bier als Motivation

Los ging's in den sozialen Netzwerken, in diesem Fall bei Twitter, wie das bei solchen Geschichten ja oft so ist. „Hey,@fcunion!“, beginnt User Rondu (@WorumRondu), Fan von Werder Bremen, seinen am Dienstag veröffentlichten Tweet, um dann gleich zum Wesentlichen zu kommen: „Fünf Kisten Kabinen-Bier von uns #Werder-Fans für Eure Truppe, wenn ihr Düsseldorf schlagt. Für nen Doppelpacker gibts zwei Kisten extra. Wenn es einer unserer GELIEBTEN Ex ist, mach' ich drei draus. I'm looking at you, @felixkroos18 and @ujah21...!“ Garniert ist das Ganze mit dem Hashtag „#Strohhalm“. Nicht wegen des Getränks, versteht sich. Wegen der Hoffnung, an die es sich zu klammern gilt.

„Als hilfloser Fan sitzt man zu Hause und überlegt sich, wie man seinen Verein unterstützen kann“, sagt Rondu, der mit richtigem Namen Jan Siegert heißt. Im Februar hatte der 41-Jährige bereits mit der Aktion „#aufwerdern“ bei Twitter für Furore gesorgt. Nun eben mit Bier. „Das läuft in der Kreisliga kurz vor dem Saisonfinale doch genauso“, sagt Siegert.

Werder Bremen: Marco Bode kann Union Berlin nur Fisch anbieten

Lange dauerte es nicht, ehe sich andere User und Fans von Werder Bremen unter dem Tweet meldeten und ebenfalls Kisten boten. Die Kneipe „Eisen“, eine Institution in der Bremer Fanszene, stellt gar eine Flasche des Absturz-Tropfens „Krabeldiwandenuff“ in Aussicht. Heißt: Ein Sieg gegen Düsseldorf, und Unions Spielern stünde eine größere Lieferung ins Haus. „Der Plan ist, dass ich die Kisten irgendwann nach Berlin rüberfahre“, erklärt Siegert. Sollten die Profis der Eisernen kein Interesse daran haben, „dann geht es eben an die Union-Fans“.

Gut möglich übrigens, dass Siegert in seinem Auto noch etwas Platz wird freihalten müssen. Marco Bode, Aufsichtsratschef von Werder Bremen, hat da nämlich ebenfalls einen ganz besonderen Anreiz, damit Union Berlin gegen Düsseldorf alles gibt - und siegt. „Ich glaube, mit einer Kiste Bier ist heutzutage nicht viel zu holen. Aber mehr als frischen Fisch aus Bremerhaven können wir auch nicht anbieten“, sagte der 50-Jährige mit einem Augenzwinkern.

Mehr News zum SV Werder Bremen

Werder Bremen gegen den 1. FC Köln im Abstiegskampf-Live-Ticker gibt es hier. Auch interessant: So könnte die Startelf-Aufstellung von Werder Bremen gegen den 1. FC Köln aussehen. Wie es der nicht so geliebte Hamburger SV in die Relegation schaffen will und glaubt gegen Werder eine Chance zu haben, darüber berichtet 24hamburg.de*. *24hamburg.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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