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Leonardo Bittencourt stand in der Partie von Werder Bremen gegen Union Berlin völlig neben sich.

0:2-Niederlage gegen Union Berlin

Werder Bremen in Noten: Leo Bittencourt steht neben sich - Davie Selke kein Faktor

Bremen – Der SV Werder Bremen hat den Schwung aus dem Pokal-Spiel gegen den BVB nicht mitnehmen können und taumelt in der Fußball-Bundesliga weiter dem Abstieg entgegen. Gegen Union Berlin verloren die Hanseaten im heimischen Stadion mit 0:2. Die Spieler in der Einzelkritik.

Jiri Pavlenka: Erlebte zunächst einen ruhigen Nachmittag, weil er von den defensiv ausgerichteten Berlinern so gut wie gar nicht gefordert wurde. Beim Kopfball von Andersson mit starker Rettungstat (50.). Bei den Gegentoren ohne Abwehrchance. Note 3

Ömer Toprak (bis 69.): Zurück in der Startelf. Ersetzte Veljkovic hinten rechts in der Dreierkette und wirkte nicht immer sicher. Offensiv wieder um Impulse bemüht, aber glücklos. Note 4,5

Kevin Vogt: Agierte erneut im Zentrum der Bremer Dreierkette. Sah vor dem 0:2 gar nicht gut aus, weil er Bülter einfach gewähren ließ. Im Spielaufbau blass. Holte sich eine unnötige Gelbe Karte wegen Meckerns ab (31.). Note 5

Niklas Moisander: Der Kapitän blieb zwar ohne gröbere Fehler, leistete sich aber einige Ungenauigkeiten, die man sonst nicht von ihm kennt. Klärte den Ball beim 0:2 eindeutig erst hinter der Linie. Note 4

Werder Bremen: Leonardo Bittencourt stand völlig neben sich

Leonardo Bittencourt: Blieb offensiv oft an seinen Gegenspielern hängen und hatte seine Seite defensiv überhaupt nicht unter Kontrolle. Sah vor dem 0:1 nicht gut aus, weil er stehenblieb. Auch das 0:2 fiel über rechts. Note 5,5

Marco Friedl: Beim 0:1 einen Schritt zu spät gegen Torschütze Bülter. Offensiv dieses Mal kein Faktor, weil er oft die falsche Option wählte. Note 5

Maximilian Eggestein: Hatte Probleme, auf engem Raum im Mittelfeld ins Spiel zu finden. Vergab nach Bittencourt-Hereingabe die große Chance zum 1:0 (27.). Ließ Andersson kurz vor dem 0:2 zum Abschluss kommen und schaffte es nicht, die Kollegen mitzureißen. Note 5,5

Davy Klaassen: Ließ sich tief fallen und holte sich die Bälle ab, um den Spielaufbau anzukurbeln. Seine Pässe waren aber zu ungenau. Ließ Lenz vor dem 0:1 ungehindert passen. Note 5,5

Yuya Osako (bis 77.): Forderte auf der Achterposition zunächst oft den Ball, machte aber viel zu wenig daraus, wenn er ihn bekam. Gegen die körperlich robusten Berliner mit schwerem Stand. Tauchte mehr und mehr unter. Note 5

Milot Rashica: Agierte teilweise als Spielmacher und versuchte, aus der Zentrale heraus Akzente zu setzen, was aber zu selten gelang. Ein Abschluss in der 76. Minute – mehr Gefahr ging von ihm nicht aus. Note 4,5

Werder Bremen: Davie Selke gegen Union Berlin kein Faktor

Davie Selke (bis 69.): Hatte seine Probleme am Hüftbeuger rechtzeitig überwunden und agierte wieder als einzige Spitze. Blieb vor dem Tor blass – einzige Ausnahme: Sein Abschluss in der 59. Minute. Holte sich seine fünfte Gelbe Karte ab und fehlt nun im Auswärtsspiel bei seinem Ex-Club RB Leipzig. Note 5

Fin Bartels (ab 69.): Kam für Selke ins Spiel und sollte die Gäste mit seiner Dribbelstärke in Verlegenheit bringen, was nicht gelang. Note -

Josh Sargent (ab 69.): Ging nach seiner Einwechslung direkt in die Spitze, hatte dort aber keine Szene mehr. Note -

Claudio Pizarro (ab 77.): Auch der Altmeister konnte nichts mehr ausrichten. Note -

Fotostrecke: Werder verliert auch gegen Union Berlin

Werder Bremen gegen Union Berlin 
Werder Bremen gegen Union Berlin  © gumzmedia
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Werder Bremen gegen Union Berlin  © dpa
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Moisander: „Kohfeldt erreicht uns noch“ - die Stimmen zum Spiel gegen Union Berlin

Zur letzten Meldung von 14.30 Uhr

Werder-Aufstellung gegen Union Berlin: Toprak statt Veljkovic, aber ansonsten wie gegen den BVB

Update (8. Februar 2020, 14.30 Uhr): Die Startelf ist da! Mit dieser Aufstellung tritt Werder Bremen gegen Union Berlin an - alles dazu im Live-Ticker!

Weiter zur bisherigen Meldung: Florian Kohfeldt, Coach des SV Werder Bremen, könnte es sich leicht machen und gegen Union Berlin exakt die Elf beginnen lassen, die auch im DFB-Pokal gegen den BVB aufgelaufen war. 

Hatte ja gut geklappt mit der Formation. 3:2 gewann Werder Bremen, zog überraschend ins Viertelfinale ein und holte sich so die mentale Energie für das Kellerduell gegen Aufsteiger „Eisern Union“.

Aber: Kohfeldt macht es sich nicht leicht, sondern nimmt in der Abwehrkette wohl einen Wechsel vor. Milos Veljkovic wird voraussichtlich, obwohl er gegen Dortmund überzeugt hatte, für Ömer Toprak weichen müssen. Der wird bei Kohfeldt als Führungsspieler gelistet und genießt so etwas wie eine Einsatzgarantie – wenn er fit und frisch ist. Was nach der Kunstpause gegen den BVB der Fall sein sollte.

Werder Bremen: Davie Selke meldet sich im Abschlusstraining zurück

Also werden wieder Toprak, Kevin Vogt und Niklas Moisander die Dreierkette bilden. Auf allen weiteren Positionen gibt es den Eindrücken von Dienstag folgend keinen Handlungsbedarf. Leo Bittencourt und Marco Friedl bekleiden die Außenpositionen, Maxi Eggestein und Davy Klaassen bilden das Mittelfeldzentrum, Yuya Osako und Milot Rashica agieren davor in einem Rollenmix aus Achter und Angreifer.

Und ganz vorne bleibt Werder ein Wechsel erspart. Davie Selke, gegen Dortmund angeschlagen ausgewechselt, hat sich im Abschlusstraining fit gemeldet und kann gegen den überraschend erfolgreichen Aufsteiger aus der Hauptstadt mitwirken. Und das ist eine richtig gute Nachricht für Werder Bremen und Coach Kohfeldt. Selke, erst vor acht Tagen von Hertha BSC verpflichtet, spielt schließlich eine tragende Rolle in der Bremer Offensive – als „Unruhestifter in vorderster Linie“, so Kohfeldt. 

In eben dieser vordersten Linie war bei Werder Bremen lange überhaupt nichts los und wäre es wohl auch weiterhin nicht, wenn Selke ausfallen würde. Mit ihm kann Kohfeldt aber am gegen Dortmund erprobten System festhalten, die Hertha-Leihgabe vorne reinzustellen und Rashica sowie Osako dahinter zu postieren. Selkes „Physis und seine Leidenschaft sind dabei die Faktoren, die uns guttun“, so Kohfeldt: „Er hat eine für seine Gegenspieler unangenehme Art, ist eklig im Gegenpressing.“ Und er kann im Strafraum die Bälle wegmachen – siehe das Abstaubertor gegen den BVB. Fortsetzung erwünscht. (csa)

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