Bittere Enttäuschung bei Marco Friedl (re.) und dem SV Werder Bremen: Der zweite Abstieg der Vereinsgeschichte steht fest.
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Bittere Enttäuschung bei Marco Friedl (re.) und dem SV Werder Bremen: Der zweite Abstieg der Vereinsgeschichte steht fest.

Kommentar zum Werder-Abstieg

Verdienter Abstieg: Nach den Tränen braucht der SV Werder Bremen schnelle Lösungen

Von Björn Knips. Schluss, aus, vorbei - Werder Bremen ist in Liga eins nicht mehr dabei! Selbst Trainer-Legende Thomas Schaaf konnte die Grün-Weißen nicht mehr retten. Nach 41 Jahren hat es die Grün-Weißen zum ersten Mal wieder erwischt, eine Überraschung ist das freilich nicht. Dieser Abstieg hat sich angekündigt wie ein Gewitter. Es wurde in den vergangenen Jahren immer finsterer rund um den Club, doch irgendwie schlug der Blitz dann doch nicht ein, das Gewitter zog vorbei. Da war schon 2016 viel Glück dabei, noch mehr im vergangenen Jahr. Und deswegen ist der Gang in die Zweitklassigkeit nun auch kein Pech.

Natürlich hat Werder Bremen die Corona-Pandemie mehr zugesetzt als anderen Clubs. Aber das lag auch daran, dass Werder schon angeschlagen war. Alle Verantwortlichen müssen sich nun dringend hinterfragen, ob sie noch die Richtigen für diesen Traditionsverein sind. Der spät beurlaubte Trainer Florian Kohfeldt hat diesen Abstieg ganz gewiss nicht allein verbockt. Er ist schon grün-weiße Vergangenheit, aber wer wird ihm folgen – und wichtiger noch: Wer prägt die Zukunft? Werder braucht vor allem auf diese Frage eine schnelle Antwort.

Werder Bremen muss den Abstieg als Chance auf einen Neuanfang begreifen

Der Verein benötigt jetzt eine starke Persönlichkeit, die zielsicher handelt und wieder Optimismus verbreitet. Denn die Enttäuschung bei Werder Bremen und vor allen Dingen rund um den Verein wird riesig sein. Sie wird auch nicht so schnell verfliegen, weil erst in den nächsten Tagen und Wochen allen wirklich bewusst sein wird, was da nach 41 Jahren Zugehörigkeit zur Bundesliga fehlt. Die Liga hat ein Stück ihres Inventars verloren und der SV Werder selbst einen großen Teil seiner Identität, seines Selbstverständnisses.

Angesichts der starken finanziellen Schieflage besteht sogar die Sorge, dass der Absturz noch nicht vorbei ist. Das alles darf diesen Traditionsverein aber nicht lähmen, weil er dann gar nicht mehr zu retten wäre. Es mag platt klingen, dennoch ist es richtig: Der Abstieg, so weh er auch tut und so viele Tränen deshalb auch fließen, muss so schnell wie möglich als Chance auf einen Neuanfang begriffen werden. (kni) Auch interessant: Werder Bremen nach deutlicher Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach abgestiegen!

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