Mit dem 1:0-Heimsieg gegen Hertha BSC verhinderte Werder Bremen eine mögliche Krise und zeigte, dass der Aufsteiger mit Drucksituationen umgehen kann - sehr zur Freude von Clemens Fritz (dritter von links).
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Mit dem 1:0-Heimsieg gegen Hertha BSC verhinderte Werder Bremen eine mögliche Krise und zeigte, dass der Aufsteiger mit Drucksituationen umgehen kann - sehr zur Freude von Clemens Fritz (dritter von links).

Werder verhindert gegen Hertha Krise

Der SV Werder Bremen sieht grau und denkt jetzt nur an den Bundesliga-Klassenerhalt

Bremen – Es gibt Momente in einer Saison, die sind schon besonders, vielleicht sogar vorentscheidend. Dieser 1:0-Heimsieg des SV Werder Bremen am Freitagabend gegen Hertha BSC könnte genau so ein Moment gewesen sein. Der Aufsteiger hat eine mögliche Krise verhindert und bewiesen, auch in der Bundesliga mit Drucksituationen umgehen zu können. Das hat Clemens Fritz als Werders Leiter Profifußball positiv zur Kenntnis genommen, will einzelne Situationen aber eben auch nicht überbewerten. Das ist die Marschroute des SV Werder Bremen in der Saison 2022/23.

„Wir haben drei Punkte mehr im Kampf um unser Ziel den Klassenerhalt“, stellt Clemens Fritz ganz nüchtern im Gespräch mit der DeichStube fest. Vielleicht liegt es daran, dass der späte Siegtreffer von Niclas Füllkrug schon viele Stunden zurückliegt und das explodierende Wohninvest Weserstadion nicht mehr ganz so präsent im Kopf ist. Natürlich hat auch Fritz den Heimsieg von Werder Bremen gegen Hertha BSC bejubelt. Aber er weiß eben auch, dass viel mehr hinter solchen Ergebnissen steckt. „Wenn du drei Spiele in einer Woche verlierst, dann fängst du möglicherweise doch an, darüber nachzudenken“, gesteht der Ex-Profi.

Werder Bremens Clemens Fritz über Negativtrend: „Du darfst dir nicht einreden lassen, dass es in eine andere Richtung geht“

Werder Bremen hatte gegen Mainz und Freiburg jeweils 0:2 verloren und war dazwischen auch im Pokal beim Zweitligisten Paderborn als Verlierer vom Platz gegangen. „Von außen kommen dann auch Einflüsse. Aber du darfst dir dann nicht einreden lassen, dass es jetzt womöglich in die andere Richtung geht. In solchen Situationen musst du bei dir bleiben und deinen Weg weiter verfolgen“, fordert Clemens Fritz und erklärt: „Wir sehen auch die Grautöne und nicht nur alles schwarz oder weiß. Jedes Spiel in der letzten Woche hatte seine eigene Geschichte, seine Punkte, an denen wir ansetzen konnten. Wir wollen möglichst immer positiv bleiben. Das ist uns gelungen – und natürlich tut der Sieg dann gut, weil er dich in deinem Glauben bestätigt.“

Werder Bremens Clemens Fritz über Heimsieg gegen Hertha BSC: „Mit 18 Punkten aus zwölf Spielen können wir gut leben“

Clemens Fritz spricht es nicht aus. Aber eine Niederlage gegen Hertha BSC hätte den Druck auf das nächste Spiel enorm erhöht, zumal Werders Gegner am kommenden Samstag (18.30 Uhr im DeichStube-Liveticker) FC Schalke 04 heißt. Der Mitaufsteiger hat wegen Erfolglosigkeit bereits den Trainer getauscht. Da wäre eine Heimsieg Pflicht gewesen. Natürlich wird auch jetzt ein Dreier gegen Schalke erwartet, aber ein Rückschlag könnte leichter verkraftet werden. Und diese Rückschläge werde es bei einem Aufsteiger immer mal wieder geben, hatte Werder Bremens Trainer Ole Werner schon direkt nach dem Hertha-Spiel gesagt: „Wir werden jetzt nicht durch die Liga fliegen.“

Dass Werder Bremens Abstand zur Euro-Zone gerade mal einen Punkt beträgt, zum Relegationsplatz aber schon satte neun – auch das ist so ein Moment. Vielleicht ein vorentscheidender. Doch damit will sich Clemens Fritz gar nicht groß beschäftigen, für ihn ist die Sache klar: „Mit den 18 Punkten aus zwölf Spielen können wir gut leben, aber wir dürfen uns darauf nicht ausruhen.“ (kni)

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