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Werder-Sportchef Frank Baumann ist enttäuscht über die Niederlage gegen 1899 Hoffenheim.

Stimmen zum 0:1 gegen Hoffenheim

Baumann: „Die Niederlage ist sehr bitter“

Sinsheim - Werder Bremen hat seinen Bundesliga-Auftakt gegen 1899 Hoffenheim mit 0:1 verloren. Spieler und Verantwortliche haben aber auch Positives gesehen. Die Stimmen zum Spiel.

Alexander Nouri (Werder-Trainer): „In der ersten Halbzeit haben wir uns sehr schwer getan, ins Spiel zu kommen. Nach 20 Minuten sind wir besser gestanden. Wir haben wenig zugelassen. Am Ende hat aber die Entlastung nach vorne gefehlt.“

... über das Gegentor: „Der Ball geht zur Eckfahne, wenn er nicht abgefälscht wird.“

Frank Baumann (Werder-Sportchef) Wenn man verliert, ist man immer enttäuscht. Wenn man kurz vor Schluss durch so einen abgefälschten Ball verliert, ist das natürlich um so bitterer. Es ist sehr, sehr schade, weil wir einen hohen Aufwand betrieben haben und es defensiv gut bis sehr gut gemacht haben. Leider haben wir es in der zweiten Halbzeit versäumt, für Entlastung zu sorgen, wie uns das Mitte oder Ende der ersten Halbzeit gelungen war. Hoffenheim hat mit Gnabry und Kramaric nochmal zwei richtig gefährliche Spieler reingebracht – und dann ist man vielleicht auf dem Feld mehr auf Sicherheit bedacht.

Es wäre vielleicht ein gutes Ergebnis, wenn du dann einen Punkt mitnimmst. Es sah ja auch lange Zeit danach aus, in den gefährlichen Räumen waren die Hoffenheimer relativ selten.

Florian Kainz (Werder-Spieler): „Es war klar, dass wir defensiv sehr viel würden arbeiten müssen. Ab Mitte der ersten Halbzeit waren wir aber auch sehr aktiv, hatten unsere Chancen, unsere beste Phase. Aber Hoffenheim kommt mit seiner Qualität immer wieder zu Möglichkeiten. Wir haben das taktisch trotzdem sehr gut gemacht, haben alle gemeinsam verteidigt und trotzdem nach vorne immer wieder unsere Umschaltsituationen gehabt. Ich glaube, der Auftritt war gut von uns, aber leider ist er nicht mit einem Punkt belohnt worden. Wir haben das erste Spiel verloren, jetzt konzentrieren wir uns auf das zweite. Wir wollen gegen Bayern München auf jeden Fall punkten und sind auch sehr positiv, dass das klappt.“

Theodor Gebre Selassie (Werder-Spieler): „Das Ergebnis ist sehr bitter. Wir haben als Mannschaft kompakt verteidigt, waren in der zweiten Halbzeit vielleicht zu passiv, haben aber trotzdem gut gestanden. Es war ein unglückliches Gegentor. So ist es manchmal. In der ersten Halbzeit waren wir gut im Spiel, haben aber unsere Chancen nicht genutzt. In der zweiten Halbzeit haben wir das nicht mehr so gut gemacht, haben kaum Bälle vorne gehalten. Wir können es bei Konterchancen besser machen. Ich glaube, mit ein bisschen Glück ist am kommenden Wochenende gegen Bayern München alles drin für uns. Wir sind nicht komplett ohne Chance. Wenn wir effektiv sind, kann alles passieren.“

Max Kruse (Werder-Spieler): „Wir hätten noch mutiger auftreten können. Daran werden wir arbeiten.“

Robert Bauer (Werder-Spieler): „Dass ich den Ball abfälsche, ist natürlich extrem bitter. Wir haben auch positive Ansätze gezeigt.“

Julian Nagelsmann (Hoffenheim-Trainer): „Wir waren zu Beginn sehr gut, haben aber das Tor nicht geschossen. Das wäre da natürlich wichtig gewesen. Wir haben nicht unverdient gewonnen. Es ist schwer, sich Chancen zu erspielen. Kompliment an die Jungs.“

dco/han/sid

Einzelkritik: Kruse und Bartels noch nicht auf Betriebstemperatur 

Jiri Pavlenka: Der Torhüter wirkte bei seinem Bundesliga-Debüt präsent, wurde allerdings auch nicht großartig gefordert. Leistete sich eine kleine Unsicherheit gegen Szalai, die ohne Folgen blieb (28.). Beim Gegentor ohne Schuld. Verhinderte das 0:2 gegen Demirbay in der Nachspielzeit. Note: 3
Jiri Pavlenka: Der Torhüter wirkte bei seinem Bundesliga-Debüt präsent, wurde allerdings auch nicht großartig gefordert. Leistete sich eine kleine Unsicherheit gegen Szalai, die ohne Folgen blieb (28.). Beim Gegentor ohne Schuld. Verhinderte das 0:2 gegen Demirbay in der Nachspielzeit. Note: 3 © nordphoto
Robert Bauer: Spielte erwartungsgemäß als rechter Innenverteidiger in der Dreierkette und bewies, dass er diese Rolle beherrscht. Wie immer mit großem Kampfgeist. Fälschte den Kramaric-Schuss unglücklich ab (84.). Note: 3
Robert Bauer: Spielte erwartungsgemäß als rechter Innenverteidiger in der Dreierkette und bewies, dass er diese Rolle beherrscht. Wie immer mit großem Kampfgeist. Fälschte den Kramaric-Schuss unglücklich ab (84.). Note: 3 © nordphoto
Lamine Sane: Der zentrale Mann in Werders Abwehr wirkte in der Anfangsphase fahrig und war gleich in mehreren Situationen nicht auf der Höhe. In der Folge trug er seinen Teil dazu bei, dass Werders Abwehr lange Zeit dichthielt. Note: 3,5
Lamine Sane: Der zentrale Mann in Werders Abwehr wirkte in der Anfangsphase fahrig und war gleich in mehreren Situationen nicht auf der Höhe. In der Folge trug er seinen Teil dazu bei, dass Werders Abwehr lange Zeit dichthielt. Note: 3,5 © nordphoto
Milos Veljkovic: Spielte im Grunde wie immer: Unauffällig und solide. Als linker Part der Dreierkette zeigte er jedoch kaum die langen Diagonalbälle, die als seine große Stärke gelten. Note: 3
Milos Veljkovic: Spielte im Grunde wie immer: Unauffällig und solide. Als linker Part der Dreierkette zeigte er jedoch kaum die langen Diagonalbälle, die als seine große Stärke gelten. Note: 3 © nordphoto
Theodor Gebre Selassie: Vorstöße über die rechte Seite gab es vom Tschechen kaum, dafür musste er zu sehr in der Defensive mithelfen, was er über weite Strecken zuverlässig tat. Note: 3
Theodor Gebre Selassie: Vorstöße über die rechte Seite gab es vom Tschechen kaum, dafür musste er zu sehr in der Defensive mithelfen, was er über weite Strecken zuverlässig tat. Note: 3 © nordphoto
Ludwig Augustinsson: Der Neuzugang aus Kopenhagen hatte gleich in seinem ersten Bundesliga-Spiel eine dicke Torchance: Er scheiterte mit einem wuchtigen Linksschuss an TSG-Keeper Baumann (35.) Auch er musste gegen einen dominanten Gegner vor allem verteidigen, war auf der linken Außenbahn viel unterwegs. Seine gefürchteten Flanken blieben jedoch aus. Note: 3
Ludwig Augustinsson: Der Neuzugang aus Kopenhagen hatte gleich in seinem ersten Bundesliga-Spiel eine dicke Torchance: Er scheiterte mit einem wuchtigen Linksschuss an TSG-Keeper Baumann (35.) Auch er musste gegen einen dominanten Gegner vor allem verteidigen, war auf der linken Außenbahn viel unterwegs. Seine gefürchteten Flanken blieben jedoch aus. Note: 3 © nordphoto
Maximilian Eggestein (bis 87.): In der Anfangsphase hatte der 20-Jährige große Probleme, als Sechser Ordnung ins Bremer Spiel zu bringen. Steigerte sich im weiteren Verlauf und behauptete wichtige Bälle. Note: 3,5
Maximilian Eggestein (bis 87.): In der Anfangsphase hatte der 20-Jährige große Probleme, als Sechser Ordnung ins Bremer Spiel zu bringen. Steigerte sich im weiteren Verlauf und behauptete wichtige Bälle. Note: 3,5 © nordphoto
Florian Kainz (bis 67.): Obwohl es erst der erste Spieltag war – diese Szene dürfte es in jeden Saisonrückblick schaffen: Der Österreicher verfehlte aus fünf Metern das leere Tor (29.). Es wäre die Führung für Werder gewesen. Spielte neben Delaney als Achter. Rannte sich oft fest und trennte sich zu spät vom Ball. In der Rückwärtsbewegung mit einigen unnötigen Fouls. Note: 4,5
Florian Kainz (bis 67.): Obwohl es erst der erste Spieltag war – diese Szene dürfte es in jeden Saisonrückblick schaffen: Der Österreicher verfehlte aus fünf Metern das leere Tor (29.). Es wäre die Führung für Werder gewesen. Spielte neben Delaney als Achter. Rannte sich oft fest und trennte sich zu spät vom Ball. In der Rückwärtsbewegung mit einigen unnötigen Fouls. Note: 4,5 © nordphoto
Thomas Delaney: Der Däne führte Werder wieder als Kapitän aufs Feld. Ähnlich wie Eggestein benötigte er etwas Zeit, um sich auf die Hoffenheimer Kombinationswucht einzustellen. Danach körperlich sehr präsent. Impulse nach vorne kamen von ihm aber nicht. Note 3,5
Thomas Delaney: Der Däne führte Werder wieder als Kapitän aufs Feld. Ähnlich wie Eggestein benötigte er etwas Zeit, um sich auf die Hoffenheimer Kombinationswucht einzustellen. Danach körperlich sehr präsent. Impulse nach vorne kamen von ihm aber nicht. Note 3,5 © nordphoto
Fin Bartels (bis 75.): Er hatte Kainz vor dessen Mega-Chance schön in Szene gesetzt – mehr auffällige Aktionen zeigte der 30-Jährige jedoch nicht. Verlor viele Bälle und strahlte überhaupt keine Torgefahr aus. Note: 4,5
Fin Bartels (bis 75.): Er hatte Kainz vor dessen Mega-Chance schön in Szene gesetzt – mehr auffällige Aktionen zeigte der 30-Jährige jedoch nicht. Verlor viele Bälle und strahlte überhaupt keine Torgefahr aus. Note: 4,5 © nordphoto
Max Kruse: Bei seinen wenigen Abschlüssen agierte er unglücklich, schoss mal weit über das Tor oder wurde geblockt. Schaffte es nicht, die wenigen Bremer Konter mit seinen Ideen zu veredeln, weil das Spiel ziemlich an ihm vorbeilief. Note: 4
Max Kruse: Bei seinen wenigen Abschlüssen agierte er unglücklich, schoss mal weit über das Tor oder wurde geblockt. Schaffte es nicht, die wenigen Bremer Konter mit seinen Ideen zu veredeln, weil das Spiel ziemlich an ihm vorbeilief. Note: 4 © nordphoto
Philipp Bargfrede (ab 67.): Sollte Werders Defensivbollwerk weiter stärken. Note -
Philipp Bargfrede (ab 67.): Sollte Werders Defensivbollwerk weiter stärken. Note - © nordphoto (Archiv)
Jerome Gondorf (ab 75.): Spielte in der Schlussphase hinter den Spitzen, hatte dort aber auch keine zündenden Ideen mehr. Note -
Jerome Gondorf (ab 75.): Spielte in der Schlussphase hinter den Spitzen, hatte dort aber auch keine zündenden Ideen mehr. Note - © nordphoto
Aron Johannsson (ab 87.): Der eigentlich schon ausgemusterte Stürmer setzte als Joker keine Akzente mehr. Note -
Aron Johannsson (ab 87.): Der eigentlich schon ausgemusterte Stürmer setzte als Joker keine Akzente mehr. Note - © nordphoto

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