Frank Baumann, heutiger Sportchef des SV Werder Bremen, hat 2004 noch unter Joachim Löw (l.) in der Nationalmannschaft gespielt. Der aktuelle Bundestrainer war damals Assistent von Jürgen Klinsmann.
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Frank Baumann, heutiger Sportchef des SV Werder Bremen, hat 2004 noch unter Joachim Löw (l.) in der Nationalmannschaft gespielt. Der aktuelle Bundestrainer war damals Assistent von Jürgen Klinsmann.

Bundestrainer kündigt Rückzug an

Werder verneigt sich vor Löw: „Er hat eine Epoche geprägt“

Bremen – Als Frank Baumann sein letztes von 28 Länderspielen bestritt, war Jogi Löw schon dabei. Weil zwischen diesem Tag und der Rückzugsankündigung des Bundestrainers am Dienstag stolze 16 Jahre vergangen sind, weiß der Sportchef (45) des SV Werder Bremen nur zu gut, wie tief er sich vor seinem ehemaligen Co-Trainer im deutschen Nationalteam zu verbeugen hat.

„Ich habe als Spieler Jogi Löw in der Nationalmannschaft im Gespann mit Jürgen Klinsmann erleben dürfen. Das sagt schon viel darüber aus, wie lange Jogi Löw die Nationalmannschaft geprägt hat. Ich glaube, so lange in einer so wichtigen Funktion tätig zu sein, und dabei – wenn man die WM 2018 mal ausklammert – so erfolgreich gewesen zu sein, da hat er für den deutschen Fußball sehr viel Positives bewirkt“, würdigt Frank Baumann den 61-Jährigen, der nach der Europameisterschaft im Sommer seinen Posten räumen wird – nach 15 Jahren als Bundestrainer, nach 17 Jahren im Dienste des Deutschen Fußball-Bundes.

Werder Bremen-Trainer Florian Kohfeldt hat „allergrößten Respekt“ vor Bundestrainer Joachim Löw

Florian Kohfeldt, der Coach des SV Werder Bremen, sagt, dass Löw der Trainer „mit den vielleicht größten Verdiensten um den deutschen Fußball“ sei. Wegen des WM-Titels 2014, den das deutsche Team „mit begeisterndem Fußball“ gewonnen habe, aber auch wegen der anderen erfolgreichen, aber ohne Titel gebliebenen Turniere. „Er hat mit der Nationalmannschaft eine Epoche geprägt“, so Kohfeldt: „Ich möchte meinen allergrößten Respekt vor dieser Lebensleistung zum Ausdruck bringen.“

Hat er hiermit getan. Weil Löw mit der DFB-Elf noch eine letzte Mission hat, bleibt Kohfeldt aber noch eine Weile in der Rolle des Daumendrückers: „Jogi Löw hat ja selbst erklärt, dass er in den kommenden Monaten als Nationaltrainer noch etwas vorhat. Dafür wünsche ich ihm den größtmöglichen Erfolg. Ich werde im Sommer als großer Fan vor dem Fernseher sitzen und hoffen, dass er bei der EM den Abschied bekommt, den er verdient.“ (csa) Auch interessant: So könnte die Startelf-Aufstellung von Werder Bremen gegen Arminia Bielefeld aussehen!

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