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Ludwig Augustinsson zieht ab. Ansonsten enfaltete der schwedische Linksfuß offensiv wenig Wirkung.

Nur Kruse trifft beim 1:2 gegen Valencia

Werder verpatzt die Generalprobe

Bremen - Noch ist Werder Bremen nicht ganz bereit für den Pflichtspielstart: Der Bundesligist verpatzte Samstagabend die Generalprobe für das Pokalspiel in einer Woche gegen die Würzburger Kickers.

Gegen den alles andere als überragenden FC Valencia setzte es eine 1:2 (0:1)-Heimpleite. Dabei schenkten die Gastgeber den Spanier beide Tore. Werder-Coach Alexander Nouri hatte mit seiner Startelf etwas überrascht: Für Luca Caldirola verteidigte Robert Bauer in der Dreierkette, und dafür wechselte Milos Veljkovic auf die ungewohnte linke Seite. Dass Florian Kainz von Beginn an neben Max Kruse stürmte, war mehr als verständlich: Stammspieler Fin Bartels ist im Pokal gesperrt.

Werder begann ganz ordentlich, hatte durch einen Freitstoß von Kainz (7.) und einen Linksschuss von Thomas Delaney (13.) auch erste Chancen, doch gejubelt wurde auf der anderen Seite: Ein Freistoß von Dani Parejo aus 23 Metern landete etwas überraschend im Netz (21.). Werder-Keeper Jiri Pavlenka sah dabei nicht gerade glücklich aus. Jetzt wurde es für die Gastgeber richtig schwierig, denn die Spanier zogen sich noch weiter zurück. Werder fehlten Tempo, Passschärfe und Kreativität, um die gut organsierten Gäste ernsthaft in Verlegenheit zu bringen. Am Tag der Fans wollten sich die 23 892 Besucher im etwas mehr als halb gefüllten Weserstadion darüber offenbar nicht ärgern, sondern unterhielten sich schon nach einer halben Stunde selbst mit einer La Ola.

Nach dem Seitenwechsel etwas flotter

Nach der Pause hätte Kruse dann auch endlich vom Rasen aus für Stimmung sorgen können, doch die feine Kainz-Vorarbeit konnte er nicht veredeln (48.). Immerhin spielte Werder nun etwas flotter, allerdings nicht lange. Die Partie verflachte schnell wieder.

Nach einer Stunde wechselte Nouri dann gleich fünf neue Spieler ein – darunter auch Bartels. Und der demonstrierte in der 74. Minute seine Klasse: Ein kurzer Antritt, eine feine Hereingabe – da musste Kruse nur noch den Fuß hinhalten, um das 1:1 zu besorgen. Fast noch einfacher hatte es dann auf der anderen Seite Toni Lato. Lamine Sane brachte den eingewechselten Ersatzkeeper Michael Zetterer mit einem Rückpass aus vier Metern in größte Schwierigkeiten – Lato nutzte das zum Siegtreffer. Johannes Eggestein glich zwar noch aus, doch der Treffer zählte wegen einer Abseitsposition nicht.

Werder: Pavlenka (61. Zetterer) - Bauer (61. Caldirola), Sane, Veljkovic - M. Eggestein (61. Bargfrede) - Gebre Selassie, Augustinsson (61. Garcia) - Gondorf, Delaney (61. Bartels) - Kruse, Kainz (80. J. Eggestein).

Werder verliert letzten Test gegen Valencia

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