Frank Baumann, Sportchef des SV Werder Bremen, will in Zukunft eine „Krisen-Klausel“ in Spielerverträgen verankern.
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Frank Baumann, Sportchef des SV Werder Bremen, will in Zukunft eine „Krisen-Klausel“ in Spielerverträgen verankern.

Schutzmaßnahme bei unvorgesehenen Ereignissen

Werder-Sportchef Baumann kündigt Krisen-Klausel bei Verträgen an

Bremen - Werder Bremen will bei der Gestaltung von Spielerverträgen in Zukunft auf eine „Krisen-Klausel“ setzen. „Es gibt Bestrebungen, eine solche Klausel einzubauen, um das finanzielle Risiko nach einem unvorhergesehenen Ereignis abzufedern“, sagte Werder-Sportchef Frank Baumann gegenüber dem „Weser Kurier“.

Tritt ein solches unvorhergesehenes Ereignis ein, sollen Spieler auf zehn bis 20 Prozent ihres Gehalts verzichten. In Zukunft soll diese Krisen-Klausel in Vertragsgesprächen des SV Werder Bremen mit den Spielern und deren Beratern thematisiert werden. „Ich gehe davon aus, dass wir das bei allen Spielern mit in die Verträge nehmen werden“, betonte Frank Baumann.

Werder Bremen will Krisen-Klausel in Spielerverträge einbauen

Die Coronavirus-Pandemie sorgt derzeit für einen deutlichen Millionen-Verlust beim SV Werder Bremen, der daher einen Hilfskredit in zweistelliger Millionenhöhe bei der staatlichen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) aufnehmen musste. Während der Beginn der Corona-Krise musste ein Großteil der Werder-Mitarbeiter in Kurzarbeit, die Profis verzichteten auf einen Teil ihrer Gehälter.

An einen Einbau einer möglichen Klausel in die Musterverträge der Deutschen Fußball-Liga (DFL) glaubt Baumann dagegen nicht. „Weil es um finanzielle Auswirkungen zwischen Verein und Spieler geht. Da möchte die DFL keinen Einfluss nehmen und kann das auch nicht“, erklärte Baumann. Vielmehr rechnet der 44-Jährige mit einer Empfehlung der DFL für Werder Bremen und die 35 weiteren Proficlubs. (dpa)

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