Die Polizei-Kontrolle der Fans von Werder Bremen vor dem Spiel beim VfL Wolfsburg am Wolfsburger Hauptbahnhof sorgt noch immer für Diskussionen.
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Die Polizei-Kontrolle der Fans von Werder Bremen vor dem Spiel beim VfL Wolfsburg am Wolfsburger Hauptbahnhof sorgt noch immer für Diskussionen.

Reaktion nach Polizei-Eklat in Wolfsburg

Niedersachsens Innenministerium zum Polizei-Ärger: Wolfsburg gegen Werder auch vorher schon Rot-Spiel

Bremen – Noch immer läuft die Aufarbeitung der Wolfsburger Polizeiaktion vom vergangenen Samstag, als am dortigen Hauptbahnhof zahlreiche Fans des SV Werder Bremen festgesetzt worden waren und sich einer Personalien-Kontrolle hatten unterziehen müssen.

Update vom 12. August (16 Uhr): Nach Auswertung des Polizeiberichtes: Niedersächsisches Innenministerium erklärt, dass die Kontrolle der Fans von Werder Bremen überzogen war!

Update vom 11. August (16 Uhr): „Wir haben nicht viel aufzuarbeiten“: Clemens Fritz kann die Polizeiaktion gegen Werder-Bremen-Fans noch immer nicht nachvollziehen!

Update vom 11. August (12 Uhr): „Diesen Vorwurf können wir nicht bestätigen“: Polizei Wolfsburg widerspricht Fans des SV Werder Bremen nach Kontroll-Aktion!

Am Mittwoch hat sich nun das niedersächsische Innenministerium zu den Ereignissen geäußert und gegenüber der Deutschen Presse-Agentur mitgeteilt: „In den Spielzeiten 2018/2019 und 2019/2020 waren die Begegnungen dieser beiden Mannschaften in Wolfsburg durch die Polizei bereits als sogenanntes ,Rot-Spiel‘ eingestuft.“ Vertreter des SV Werder Bremen und des VfL Wolfsburg hatten diesbezüglich zuletzt noch andere Aussagen getroffen, die Begegnung selbst aufgrund der Erfahrungen der Vorjahre mit „grün“ eingestuft und das Vorgehen der Beamten in Wolfsburg daher scharf kritisiert.

Etwa 270 Bremer Ultras hatten sich aus Protest gegen die Kontrolle dazu entschieden, noch vor dem Spiel zurückzureisen, während die Polizei via Twitter als Grund für die Aktion angab, „Auseinandersetzungen von Fangruppierungen“ verhindern zu wollen. Auch mit der Gefahr durch das Abbrennen von Pyrotechnik beim Bundesliga-Spiel gegen den VfL Wolfsburg wurde die Maßnahme später seitens der Behörde gerechtfertigt. Unklar ist, warum es in den beiden Saisons, die vom Innenministerium angegeben wurden, nicht schon vergleichbare Aktionen bei einer wohl derartigen Brisanz gab. Auch warum aktuell ausschließlich Fans des SV Werder Bremen intensiv unter polizeilicher Beobachtung standen, ist in diesem Zusammenhang unklar. 

Niedersächsisches Innenministerium: Begegnungen zwischen VfL Wolfsburg und Werder Bremen waren auch in Vergangenheit ,Rot-Spiel‘

Unterdessen hat Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) am Mittwoch in Hannover erklärt: „Es kristallisiert sich heraus, und das werden wir sorgfältig prüfen und entsprechend Schlüsse ziehen, dass man möglicherweise nicht alles so hätte machen müssen und vor allem hätte man es besser kommunizieren müssen als es geschehen ist.“ Beendet war das Thema für den Politiker damit aber nicht. „Das muss aufgearbeitet werden, und das werden wir sorgfältig tun, weil ich ein großes Interesse daran habe, Sicherheit in den Stadien zu gewährleisten“, versprach Pistorius, der darauf verwies, dass aktuell ein Bericht zur Kontroll-Aktion gegen Fans des SV Werder Bremen vor dem Spiel beim VfL Wolfsburg im Landespolizeipräsidium ausgewertet werde.

Mit Blick auf die Pyro-Gefahr durch Fans des SV Werder Bremen verteidigte er indes die grundsätzlichen Einschätzungen der Polizei: „Ich darf daran erinnern, dass es bei dem Spiel Cottbus gegen Bremen heftigste Exzesse mit Pyrotechnik gegeben hat und dass die Polizei Grund zu der Annahme hatte, dass sich das in Wolfsburg wiederholen könnte.“ Zuvor hatte bereits das Bremer Innenressort angekündigt, nach der Kontroll-Aktion gegen Werder-Fans in Wolfsburg eine Nachbesprechung mit der niedersächsischen Polizei durchführen zu wollen. (mbü/dpa)

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