Jiri Pavlenka half Werder Bremen beim Auswärtssieg gegen die TSG Hoffenheim mit mehreren starken Paraden.
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Jiri Pavlenka half Werder Bremen beim Auswärtssieg gegen die TSG Hoffenheim mit mehreren starken Paraden.

„Ein starker Rückhalt für uns“

Werder-Torwart Jiri Pavlenka erntet viel Lob - und arbeitet weiter hart am Spiel mit dem Ball am Fuß

Bremen – Nach dem Spiel war es erst einmal Zeit für ein kleines Wortspiel. Und so veröffentlichte Jiri Pavlenka bei Instagram ein Foto, das ihn beim Abstoß zeigt. Garniert wurde das Bild mit den Worten „Have a nice weekend kick off“ – womit der Torhüter des SV Werder Bremen den Fans einen schönen Start ins Wochenende wünschte. Den Grundstein dafür hatten zweifelsfrei der 30-Jährige und seine Teamkollegen mit dem 2:1-Auswärtserfolg der Bremer gegen die TSG 1899 Hoffenheim gelegt. Und Pavlenkas Anteil daran war nicht unwesentlich, im zweiten Durchgang zeigte er gleich mehrere starke Paraden. Nicht zum ersten Mal in dieser Saison.

„Im Eins-gegen-eins hat er eine enorme Präsenz. Das ist absolut top", lobt Clemens Fritz, Werder Bremens Leiter Profifußball, den Keeper im Gespräch mit der DeichStube. „Er ist ein starker Rückhalt für uns.“ Ganz ähnlich sieht das auch Trainer Ole Werner, der bereits kurz nach dem Spiel erklärt hatte: „Im Strafraum haben wir alles reingeworfen und hatten in Pavlas einen gut aufgelegten Torwart.“ Wenig später wurde er noch etwas konkreter: „In den letzten Wochen hat er auch einen riesigen Anteil an unserem Erfolg“, zitiert die Internetseite des Vereins den 34-Jährigen. „Gerade in den Eins-gegen-eins-Situationen, wenn wir hoch verteidigen, kommen viele Bälle über die Abwehrkette und auf ihn zu. Da hat er uns auch viel geholfen zu punkten.“

Werder Bremen lobt Jiri Pavlenkas Stärken auf der Linie und die Verbesserung bei weiten Bällen

Gegen die TSG Hoffenheim hatte Jiri Pavlenka vor allem nach dem Seitenwechsel viel zu tun, als die Bremer mehrmals unter Druck gerieten. So parierte er erst zwei Mal binnen 180 Sekunden gegen Christoph Baumgartner (52./55.), dann war er gegen Munas Dabbur zur Stelle (62.), ehe er eine Top-Reaktion gegen Grischa Prömel zeigte (65.). Werder Bremen blieb so überhaupt erst im Spiel, um dieses eine knappe halbe Stunde danach tatsächlich zu gewinnen.

Bei Werder Bremen sind sie aber nicht nur von Pavlenkas hinlänglich bekannter Reaktionsschnelligkeit auf der Linie angetan. Für Clemens Fritz gibt es zudem Fortschritte in einem Bereich, für den die Nummer eins der Bremer gern kritisiert wird. „Im Spiel mit dem Ball am Fuß hat er sich zuletzt sehr gut weiterentwickelt“, meint der 41-Jährige. „Mit Torwarttrainer Christian Vander arbeitet er sehr intensiv daran." Gegen Hoffenheim war die Streuung bei Jiri Pavlenkas Abstößen oder weiten Bällen tatsächlich nicht mehr ganz so groß, insgesamt landeten 25 von letztlich 37 gespielten Pässen beim Mitspieler.

Werder Bremens Torwart Jiri Pavlenka: Nicht-Einsatz für Tschechien soll angeblich kein Rückschlag sein

Es dürften dennoch vor allem die Rettungstaten im Dress des SV Werder Bremen sein, die den Tschechen auch weiterhin zu einem Thema in der heimischen Nationalmannschaft machen. Mehrmals war er im vergangenen Jahr nominiert worden, stets verhinderte eine Erkrankung oder Verletzung die Anreise und weitere Einsätze. Bis Ende September erneut in der Nations League gespielt wurde und Jiri Pavlenka endlich in den Auswahlkader zurückkehrte. Dort würde er nach eigener Aussage irgendwann gern Stammtorhüter sein, aktuell bleibt aber nur die Zuschauerrolle.

Zuletzt erhielt mit Jindrich Stanek (Viktoria Pilsen) sogar ein weiterer Konkurrent im Tor den Vorzug, als der momentan gesetzte Tomas Vaclik (Olympiakos Piräus) im Spiel gegen die Schweiz ausnahmsweise mal zur Pause ausgewechselt wurde. Was nach einem Rückschlag für Jiri Pavlenka klingt, soll offiziell aber gar keiner sein. „Es war mit dem Nationaltrainer klar besprochen, dass er womöglich nicht zum Einsatz kommt“, verrät Werder Bremens Clemens Fritz. „Es hat ihm trotzdem gutgetan, mal wieder bei der Nationalmannschaft zu sein. Wichtig ist, dass er sich mit guten Leistungen weiterhin anbietet, und das tut er.“ (mbü/dco)

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