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Werders jungen Wilden (vlnr.): Jannes Vollert, Ole Käuper, Thore Jacobsen

„Diese Maximilian Eggesteins brauchen wir häufiger“

Viel Lob für Werders Zukunft

Algorfa - Drei Novizen hat Werder-Coach Florian Kohfeldt mit nach Algorfa genommen: Ole Käuper (20), Thore Jacobsen (20) und Jannes Vollert (19).

Sie sind zum ersten Mal mit den Profis im Trainingslager und könnten die Zukunft von Werder werden. Genauso wie Johannes Eggestein (19), der schon länger bei den Profis ist. Kohfeldt fordert dabei mit Verweis auf einen aktuellen Stammspieler: „Wir müssen den Anspruch haben, diese Spieler zu entwickeln, um Alternativen zu haben. Diese Maximilian Eggesteins müssen wir häufiger haben.“ Ausführlich spricht er über die einzelnen Talente:

Ole Käuper

Tschüss, U23! Der 20-Jährige durfte unter Kohfeldt schon in der Bundesliga ran und soll nicht mehr zurück in die Dritte Liga. „Ole braucht jetzt einen anderen Entwicklungsschritt, er muss sich jetzt hier durchsetzen“, fordert Kohfeldt. Ganz so einfach ist das für einen 20-Jährigen aber gar nicht. Am ersten Tag in Algorfa habe Käuper noch „einen Zitterfuß“ gehabt, berichtet der Coach mit einem Grinsen. Aber die Nervosität ist weg. „Ole hat eine unglaublich gute spielerische Qualität, er ist im Defensivverhalten besser geworden. Ich traue ihm die Sechs auch allein zu“, sagt Kohfeldt. Käuper könnte also der Nachfolger von Philipp Bargfrede werden. Käuper, gebürtiger Bremer, spielt wie Bargfrede schon seit der Jugend bei Werder.

Thore Jacobsen

Der Linksverteidiger ist etwas überraschend dabei – und vor Ort auch etwas unscheinbar. Kohfeldt bestätigt das indirekt: „Von ihm halte ich grundsätzlich sehr viel, auch wenn er nicht der Spieler ist, bei dem alle sofort sagen: Wow.“ Er sieht ihn auf einer Entwicklungsstufe mit Käuper: „Extrem solide, gut im Passspiel, gutes Gefühl für den Raum – gerade offensiv.“ Das Problem: „Wir sind auf seiner Position mit Ludwig Augustinsson und Ulisses Garcia gut besetzt.“ Deswegen muss Jacobsen, der vor viereinhalb Jahren vom Hamburger SV kam, nach dem Trainingslager wohl wieder zurück zur U23.

Jannes Vollert

Die noch größere Überraschung im Algorfa-Kader. Den Innenverteidiger hatte kaum jemand auf dem Zettel. Das wird sich ändern, glaubt Kohfeldt: „Er ist fußballerisch sehr gut, extrem sicher in der Ballzirkulation. Hat nie ein Problem im ersten Kontakt und eine gute Passschärfe. Er kann Diagonalbälle spielen und auch Zwischenräume anspielen. Er ist schnell, hat eine gewisse Kopfballstärke. Ihm fehlt aber noch der letzte Tick Robustheit.“ In Algorfa stand der 19-Jährige, der 2013 von Holstein Kiel an die Weser gewechselt ist, einmal ganz besonders im Blickpunkt. „Er hat hier bislang den besten Pass gespielt – auf Izet Hajrovic. Das war überragend“, schwärmt Kohfeldt. Nach dem Trainingslager geht für Vollert die Ausbildung in der U23 weiter.

Johannes Eggestein

Alle warten auf seinen großen Durchbruch, doch der Bruder von Maximilian Eggestein steckt in dieser Saison im Formtief. „Wir tun ihm keinen Gefallen, ihn als Hoffnungsträger für die Rückrunde oder irgendwas aufzubauen“, nimmt Kohfeldt den 20-Jährigen in Schutz: „Wir müssen sehen, dass er mehr zum Abschluss kommt. Er ist in unserem Kader vielleicht der beste Spieler in der Box. Wenn er da den Ball kriegt, dann kannst du dich umdrehen. Die macht er blind.“ So wie am Mittwoch beim Training, als er den Ball ganz trocken in den Winkel setzte. Kohfeldt: „Viele sagen dann wow, aber ich mache das nicht, weil ich das seit fünf Jahren bei ihm sehe.“ Eggestein könnte von der geplanten, etwas dominanteren Spielweise der Profis profitieren. Trainieren wird der 19-Jährige „definitiv weiter bei uns“ – also mit dem Bundesliga-Team. Wo er spielen wird, lässt Kohfeldt jedoch offen. Aber der Coach rechnet fest damit, dass es „Jojo“ Eggestein perspektivisch in die Bundesliga schafft „und für Werder Bremen sehr wichtig wird“.

Die jungen Wilden in Algorfa

Die jungen Wilden im Trainingslager in Algorfa.
Die jungen Wilden im Trainingslager in Algorfa. © Gumz
Die jungen Wilden im Trainingslager in Algorfa.
Die jungen Wilden im Trainingslager in Algorfa. © Gumz
Die jungen Wilden im Trainingslager in Algorfa.
Die jungen Wilden im Trainingslager in Algorfa. © Gumz
Die jungen Wilden im Trainingslager in Algorfa.
Die jungen Wilden im Trainingslager in Algorfa. © Gumz
Die jungen Wilden im Trainingslager in Algorfa.
Die jungen Wilden im Trainingslager in Algorfa. © Gumz
Die jungen Wilden im Trainingslager in Algorfa.
Die jungen Wilden im Trainingslager in Algorfa. © Gumz
Die jungen Wilden im Trainingslager in Algorfa.
Die jungen Wilden im Trainingslager in Algorfa. © Gumz
Die jungen Wilden im Trainingslager in Algorfa.
Die jungen Wilden im Trainingslager in Algorfa. © Gumz
Die jungen Wilden im Trainingslager in Algorfa.
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Die jungen Wilden im Trainingslager in Algorfa.
Die jungen Wilden im Trainingslager in Algorfa. © Gumz
Die jungen Wilden im Trainingslager in Algorfa.
Die jungen Wilden im Trainingslager in Algorfa. © Gumz
Die jungen Wilden im Trainingslager in Algorfa.
Die jungen Wilden im Trainingslager in Algorfa. © Gumz
Die jungen Wilden im Trainingslager in Algorfa.
Die jungen Wilden im Trainingslager in Algorfa. © Gumz
Die jungen Wilden im Trainingslager in Algorfa.
Die jungen Wilden im Trainingslager in Algorfa. © Gumz

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