Viktor Skripnik, Ex-Trainer des SV Werder Bremen in Dienten von Sorja Luhansk, bleibt trotz des Krieges zunächst in der Ukraine.
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Viktor Skripnik, Ex-Trainer des SV Werder Bremen in Dienten von Sorja Luhansk, bleibt trotz des Krieges zunächst in der Ukraine.

Viktor Skripnik bleibt in der Ukraine

Ukraine-Krieg: Neues von Ex-Werder-Trainer Viktor Skripnik

Bremen – Der SV Werder Bremen macht sich im Zuge des Kriegs in der Ukraine große Sorgen um seinen ehemaligen Trainer Viktor Skripnik. Einen direkten Kontakt der Werder-Verantwortlichen zum 52-Jährigen, der in seiner Heimat den Erstligisten Sorja Luhansk betreut, gab es bislang nicht. Die DeichStube hat sich umgehört und von Ehrenpräsident Klaus-Dieter Fischer eine zumindest für den Moment beruhigende Nachricht über Skripnik bekommen.

„Ich hatte schon immer Kontakt zu Viktor – auch jetzt in dieser wirklich schrecklichen Situation. Er hat mir gesagt, dass es ihm den Umständen entsprechend gutgeht“, berichtete Fischer. Seit Sommer betreut Viktor Skripnik den ukrainischen Club Luhansk, der seine Heimspiele wegen der prekären Lage in dieser Region schon lange aus Sicherheitsgründen in der rund 400 Kilometer westlich gelegenen Stadt Saporischschja austrägt. Wo sich Skripnik aktuell aufhält, möchte er nicht öffentlich machen. Dort herrsche noch nicht direkt Krieg, aber es seien bereits Explosionen und Sirenen aus der Ferne zu hören. Eine Rückkehr zu seiner Familie in Bremen ist für den Ukrainer im Moment kein Thema.

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Werder Bremen: Viktor Skripnik bleibt trotz des Krieges in der Ukraine

„Viktor hat mir gesagt, dass er bleiben möchte“, so Fischer, der Viktor Skripnik schon seit über 25 Jahren kennt. 1996 war der ukrainische Nationalspieler von Dnipro Dnipropetrovsk an die Weser gewechselt. Er war beim Pokalsieg 1999 dabei und gehört auch zu den Double-Siegern von 2004. Anschließend holte ihn Fischer als Trainer ins Nachwuchsleistungszentrum des SV Werder Bremen. 2014 übernahm Skripnik den Posten des Cheftrainers bei den Profis. Nach zwei Jahren wurde er entlassen. Danach arbeitete er beim lettischen Club FC Riga, seit 2019 ist er zurück in seiner Heimat Ukraine, die von Russland angegriffen wird. „Ich werde mit Viktor in Kontakt bleiben. Wir können alle nur hoffen, dass dieser unsinnige Krieg ganz schnell vorbei ist“, sagte Fischer. (kni)

Zur letzten Meldung vom 25. Februar 2022:

Krieg in der Ukraine: Werder Bremen sorgt sich um Ex-Trainer Viktor Skripnik

Bremen - Clemens Fritz war sichtlich bewegt, als er auf den Krieg in Osteuropa angesprochen wurde. „Ich habe es mit Erschrecken verfolgt, was da aktuell in der Ukraine los ist“, sagte Werder Bremens Leiter Profifußball am Freitag während der Pressekonferenz vor dem anstehenden Nordderby gegen den Hamburger SV (Sonntag, 13.30 Uhr).

„Unser gesamtes Mitgefühl gilt den Menschen, die unmittelbar betroffen sind. Man merkt dadurch wieder einmal, wie manche Dinge, die einem unheimlich wichtig erscheinen, ein Stück weit in den Hintergrund rücken. Ich hätte nicht gedacht, dass es so weit kommen wird. Wenn man das sieht, dann ist es schrecklich, was da vor sich geht.“

Werder Bremen hofft, dass Viktor Skripnik im Ukraine-Krieg in Sicherheit ist

Und die kriegerischen Ereignisse führen auch dazu, dass man sich bei Werder Bremen um einen namhaften früheren Angestellten sorgt: Viktor Skripnik. Der inzwischen 52-Jährige gewann einst als Spieler mit den Bremern das Double, war zwischen 2014 bis 2016 zudem Chefcoach der Profis. Mittlerweile trainiert er den ukrainischen Erstligisten Sorja Luhansk, der seine Heimspiele allerdings schon längere Zeit im Westen des Landes austrägt.

Wie es ihm aktuell geht? Zumindest Clemens Fritz, langjähriger Weggefährte Skripniks, weiß es nicht. „Ich habe keinen Kontakt zu Viktor“, erklärte er. „Man macht sich Sorgen um alle. Man liest die Hilferufe, die aus der Ukraine kommen. Wenn man Leute kennt, ist das noch einmal etwas anderes.“ Und deshalb betonte Fritz mit Blick auf Viktor Skripnik und dessen Mannschaft. „Man kann nur hoffen, dass alle in Sicherheit sind und es ihm gut geht.“ Das dürfte auch für Skripniks Landsmann Juri Maximow gelten, der einst ebenfalls als Spieler das Trikot des SV Werder Bremen trug. Zuletzt betreute der mittlerweile 53-Jährige die Elf von Worskla Poltawa. (mbü)

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