Viktor Skripnik, Ex-Trainer des SV Werder Bremen, wechselt als Coach von Sorja Luhansk zu Worskla Poltawa.
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Viktor Skripnik, Ex-Trainer des SV Werder Bremen, wechselt als Coach von Sorja Luhansk zu Worskla Poltawa.

Coach wechselt zu Worskla Poltawa

Ex-Werder-Trainer Skripnik wieder in Bremen – und trotz des Kriegs bald mit neuem Verein in der Ukraine

Bremen – Nach dem Angriff Russlands herrscht in der Ukraine weiter Krieg. Eigentlich ist im osteuropäischen Land noch überhaupt nicht an Fußball zu denken, doch im August soll die Meisterschaft neu starten. Dann wieder mittendrin: Viktor Skripnik. Der Ex-Trainer des SV Werder Bremen übernimmt jetzt aber einen neuen Verein.

Der 52-Jährige verlässt nach drei Jahren Sorja Luhansk und wird neuer Coach von Worskla Poltawa. Damit wechselt Viktor Skripnik vom Tabellenvierten der abgebrochenen vergangenen Saison zum Tabellenfünften, wo in Juri Maximov ein anderer Ex-Profi des SV Werder Bremen zuletzt Trainer war. Das zentralukrainische Poltawa ist anders als Luhansk aktuell kein Kriegsgebiet, auch im 400 Kilometer westlich von Luhansk gelegenen Saporischschja, wohin Skripniks Ex-Club zuletzt ausgewichen war, wird inzwischen gekämpft. Poltawa liegt gut 200 Kilometer Luftlinie nördlich von Saporischschja entfernt.

Werder Bremen-Ex-Trainer Viktor Skripnik zurzeit in Bremen und bald Coach bei Worskla Poltawa

Wann genau Viktor Skripnik seinen neuen Job antritt, ist nicht bekannt. Nach Informationen der DeichStube hält sich der Ukrainer seit einigen Wochen wieder in Bremen auf, bald wird er dann aber in Poltawa die Vorbereitung auf die Saison aufnehmen. Für den Ex-Profi des SV Werder Bremen (kam 1996 von Dnipro Dnipropetrowsk) und Double-Sieger von 2004 wird Worskla Poltawa die dritte Trainer-Station seit seiner Entlassung bei Werder im Jahr 2016. 2018 übernahm Skripnik zunächst den FC Riga, 2019 ging es dann zu Sorja Luhansk.

Die Entscheidung für den Wiederbeginn des am 24. Februar ausgesetzten Spielbetriebs der Premier Liga sei gemeinsam mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj getroffen worden, hatte Verbandspräsident Andrej Pawelko kürzlich der Nachrichtenagentur AP gesagt. „Ich habe mit Präsident Selenskyj darüber gesprochen, wie wichtig der Fußball ist, um abzulenken“, sagte Pawelko. „Von Kindern bis zu alten Menschen ist jeder auf den Krieg fokussiert. Jeden Tag bekommen sie Informationen über Todesfälle, über die Auswirkungen des Krieges.“ Der Fußball habe eine große Kraft, damit die Menschen in der Ukraine wieder an eine Zukunft glauben könnten. (han/kni/dpa)

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