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Viktor Skripnik wurde bei Werder Bremen 2016 beurlaubt, jetzt trainiert er Sorja Luhansk aus der Ukraine.

Ex-Werder-Bremen-Trainer zu Sorja Luhansk

Neuer Job: Skripnik erklärt seine Ziele

Bremen – Der neue Job? „Etwas ganz Normales“, sagt Werder Bremens ehemaliger Trainer Viktor Skripnik (49) gegenüber der DeichStube und will um sein Engagement beim ukrainischen Spitzenclub Sorja Luhansk kein großes Aufhebens machen.

Am liebsten wäre es ihm wohl, die Nachricht würde gar keine mediale Resonanz auslösen und er könnte einfach nur arbeiten. Aber gut, ein bisschen reden kann man ja. Denn natürlich gibt es etwas, das anders ist an diesem Job. „Es ist meine Heimat, das ist das Besondere. Dort kennen sie mich“, meint Viktor Skripnik, der 23 Jahre nach seinem Wechsel von Dnjepr Dnjepropetrowsk zu Werder Bremen in die Ukraine zurückkehrt.

Ein Traumjob? Skripnik sagt es so: „Ich freue mich sehr, dass der Club mich angerufen hat. Ich habe die Entscheidung getroffen und habe jetzt eine neue Aufgabe.“

Werder Bremen: Sorja Juhansk, der neue Verein von Viktor Skripnik, ein Club mit Ambitionen    

Eine recht interessante noch dazu. Denn Sorja Juhansk ist ein Club mit Ambitionen. Als Vierter der abgelaufenen Saison tritt der Verein, der wegen des Ostukraine-Konflikts in Saporischja am Dnjepr ein Exil gefunden hat, im Sommer in der Qualifikation zur Europa League an. 

Und national geht es darum, den Platz hinter den Branchenführern Schachtjor Donezk und Dynamo Kiew zu festigen. „Die dritte Kraft zu sein, ist das Ziel. Und vielleicht können wir Schachtjor und Dynamo auch ein bisschen ärgern“, erklärt Skripnik. Wie ehrgeizig das ist, zeigt die Abschlusstabelle der vergangenen Saison. Nach der Hauptrunde mit 22 Partien und einer Meisterrunde mit zehn weiteren Spielen liegt Luhansk als Vierter mit 43 Zählern 40 Punkte hinter Meister Schachtjor und 29 hinter Vize-Champion Dynamo.

Viktor Skripnik wurde 2016 bei Werder Bremen beurlaubt

Was das Engagement bei Sorja Luhansk für ihn privat bedeutet – ein Teil seiner Familie lebt in der Ostukraine – klammert Skripnik im Gespräch aus. Wird er pendeln, verlegt er seinen Lebensmittelpunkt wieder in die Ukraine? Der ehemalige Werder-Coach mag nicht drüber reden.

Nach seiner Beurlaubung bei Werder Bremen im September 2016 war der Ex-Profi und Double-Sieger von 2004 lange ohne Club gewesen. Erst im Sommer 2018 nahm er wieder einen Job an. Mit dem FC Riga gewann er in sieben Monaten Pokal und Meisterschaft. Wieso er dennoch nicht blieb? „Das war so abgesprochen“, sagt er. Der Job in der Ukraine ist nun nichts Kurzfristiges. Skripnik hat für drei Jahre unterschrieben.

Während sich Viktor Skripnik auf seine neue Aufgabe freut, baut Frank Baumann weiter an seinem Kader für die neue Bundesliga-Saison. Abou Cisse soll auf der Liste vom Werder Bremen-Sportchef stehen.

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