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Von 2014 bis 2016 war Viktor Skripnik Trainer bei Werder Bremen, jetzt übernimmt er Sorja Luhansk in der Ukraine.

Zurück in die Heimat

Neuer Job für Ex-Werder-Trainer Viktor Skripnik 

Bremen/Luhansk – Viktor Skripnik hat einen neuen Job gefunden. Der Ex-Trainer von Werder Bremen heuert beim ukrainischen Spitzenclub Sorja Luhansk an.

Bei dem Vierten der abgelaufenen Saison erhält der 49-jährige Viktor Skripnik einen Dreijahresvertrag. Für Skripnik ist es 23 Jahre nach seinem Wechsel von Dnjepr Dnjpropetrovsk zu Werder Bremen die Rückkehr in seine ukrainische Heimat.

Luhansk, eine Stadt mit mehr als 400.000 Einwohnern, liegt ganz im Osten der Ukraine an der Grenze zu Russland – dort also, wo noch ein Teil von Skripniks Familie lebt. Aber auch dort, wo es immer noch bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen Ukrainern und Russen gibt. Sorja Luhansk trägt seine Heimspiele deshalb seit fünf Jahren in Saporischja im Süden des Landes aus. Von dort sind es nur 90 Kilometer bis nach Dnjpropetrovsk, Skripniks ehemaliger Wirkungsstätte als Spieler.

Viktor Skripnik: Von Werder Bremen über Riga nach Luhansk

Nachdem der ehemalige Außenverteidiger zwischen 1996 und 2004 164 Pflichtspiele für Werder Bremen absolviert hatte, startete er in der Wahlheimat Bremen seine Trainer-Karriere. Aus der Jugendabteilung stieg er bis zum Bundesliga-Chefcoach auf. Nach 70 Spielen unter seiner Regie (26 Siege, 30 Niederlagen) wurde Skripnik im September 2016 entlassen.

Danach kam lange nichts, ehe der ehemalige ukrainische Nationalspieler (24 Einsätze) beim FC Riga ein höchst erfolgreiches Intermezzo erlebte. Meister, Pokalsieger, Trainer des Jahres in Lettlanddennoch verließ er den Club im Februar nach nur sieben Monaten wieder. Nun also Sorja Luhansk. Der Club bietet Viktor Skripnik die Chance, wieder die internationale Bühne zu betreten, steht in der Qualifikation zur Europa League. Im vergangenen Sommer scheiterten die Ukrainer an RB Leipzig, ein Elfmeter kurz Schluss des Playoff-Rückspiels kostete damals die Teilnahme an der Gruppenphase.

Unterdessen kochen in Bremen die Emotionen wegen des Verkaufs des Stadionnamens und der Umbenennung des Weserstadion in Wohninvest Weserstadion hoch. Die Ultras schlagen Alarm und attackieren Werder.

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