Werder Bremen und Trainer Florian Kohfeldt als Vorbild für den 1. FC Köln:  Darum wird Markus Gisdol (re.) beim FC nicht rausgeschmissen.
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Werder Bremen und Trainer Florian Kohfeldt als Vorbild für den 1. FC Köln: Darum wird Markus Gisdol (re.) beim FC nicht rausgeschmissen.

Werder Bremen als Vorbild für den 1. FC Köln

Wegen Werder Bremen und Florian Kohfeldt: Köln hält an Trainer Gisdol fest

Köln/Bremen – Sportchef Horst Heldt vom 1. FC Köln ist Fan von Werder Bremen – zumindest was das Thema Trainer betrifft. Der 50-Jährige nimmt sich das Verhalten der Grün-Weißen in der sportlichen Krise zum Vorbild, wie er die aktuell sehr knifflige Trainerfrage im eigenen Club beantwortet. Nach nunmehr 17 Spielen ohne Sieg steht Coach Markus Gisdol immer mehr in der öffentlichen Kritik. 

„Wir sind über den Status der kurzfristigen Betrachtung längst hinaus“, sagte Heldt einen Tag nach dem Kölner 1:1 beim SV Werder Bremen im „Doppelpass“ bei Sport1: „Wir müssen aufgrund der besonderen Herausforderungen dieser Zeit leider Gottes ein Stück weiterdenken. Es besteht eine existenzielle Bedrohung, es geht um das Überleben des Clubs. Deshalb muss das Ziel sein, mit wenig Geld dauerhaft in der Liga zu bleiben.“

Für Markus Gisdol spreche unter anderem, „dass wir in diesen Zeiten zum Beispiel mehr Jugendspieler einbauen müssen. Und dafür brauchst du einen Trainer, der gerne mit jungen Spielern arbeitet und sie nach vorne bringt“. Der FC spielte schon in der Vorsaison häufig mit den Eigengewächsen Jan Thielmann (heute 18), Noah Katterbach (19) und Ismail Jakobs (21) gleichzeitig in der Startelf und war dabei zwischenzeitlich erfolgreich.

Trainer-Wechsel? Warum Werder Bremen und Florian Kohfeldt für den 1. FC Köln Vorbilder sind

Ein Vorbild für Horst Heldt ist der SV Werder Bremen. „Letzte Saison haben viele gefragt: Wann schmeißt Bremen endlich Florian Kohfeldt raus?“, sagte Heldt: „Am Ende haben sie es geschafft, und nun hatten sie einen guten Start. Wieso sollten wir das nicht auch durchleben? Wieso muss ich mich rechtfertigen, ob Gisdol der richtige Trainer ist? Ich sage: Er ist der richtige Trainer, weil er einen guten Job macht.“ Seine persönlich enge Bindung zu Markus Gisdol spiele dabei keine Rolle, versicherte der Sportchef des 1. FC Köln. „Wenn ich sicher wäre, dass es falsch wäre, an ihm festzuhalten, würde ich die Entscheidung morgen treffen“, sagte der 50-Jährige: „Emotionale Begleiterscheinungen kann ich mir in meinem Job nicht erlauben. Und ich habe in der Historie auch nicht dafür gestanden, keine Entscheidungen zu treffen.“

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