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11.11.2016: Florian Kainz schießt Werder zum 1:0-Sieg gegen den VfL Osnabrück

Endet Werders Torflaute in Osnabrück?

Erst Busfahrt, dann Vollgas

Osnabrück - Für Werder geht es auf der Rückreise vom Trainingslager im Zillertal Schag auf Schlag: Nach dem Telekom-Cup am Samstag in Mönchengladbach steht am Sonntag schon der nächste Test beim VfL Osnabrück (15 Uhr/Werder-TV und noz.de) an.

Um einen weiteren Hotelwechsel zu vermeiden, hat der Bundesligist in Mönchengladbach übernachtet, reist erst heute mit dem Bus an. Natürlich mit der kompletten Mannschaft, doch viele Stars wie zum Beispiel Max Kruse werden an der Bremer Brücke nur auf der Tribüne sitzen.

„Ich finde es wichtig, dass die Spieler in dieser Phase der Vorbereitung auch mal über 90 Minuten gehen“, erklärt Trainer Alexander Nouri seinen Ansatz. Um sowohl gegen die Bundesligisten in Mönchengladbach als auch gegen den Drittligisten Osnabrück eine schlagkräftige Truppe auf dem Feld zu haben, hat der Coach gemischt. „Positionsbezogen“, wie er erklärt. 

So fehlte gegen Mönchengladbach und gegen die Bayern zum Beispiel Kapitän Zlatko Junuzovic, der die Mannschaft dann am Sonntag aufs Feld führen wird. Interessant dürfte es im Sturm werden, wo sich vor allem Ousman Manneh beweisen könnte. Der 20-Jährige soll eigentlich ausgeliehen werden. Gleichzeitig sucht Werder einen echten Mittelstürmer. 

Werder-Kapitän Zlatko Junuzovic am 8. Juli im Testspiel Ajax Amsterdam

Wichtig wäre ein Einsatz auch für Aron Johannsson, der zuletzt wegen muskulärer Probleme pausiert hatte. Der US-Nationalspieler steht auf der Liste der Spieler, die Werder gerne verlassen dürfen. So oder so: Der Angreifer muss dringend Pluspunkte sammeln.

Torflaute in den letzten Spielen

„Tore wären schön“, sagt auch Nouri – nicht direkt bezogen auf Johannsson, sondern auf die Bremer Torflaute. In Gladbach war Werder gegen Mönchengladbach (5:3 im Elfmeterschießen) und den FC Bayern (0:2) in jeweils 45 Minuten leer ausgegangen. 

Und im Test davor gegen Wolverhampton (0:1) hatte es auch keinen Bremer Treffer gegeben. Doch Nouri ist ganz entspannt, er hat im Moment andere Dinge im Blick: „Jeder Spieler soll Vollgas geben und seine physische Grenze verschieben. Wir wollen gut organisiert in der Defensive stehen und wenig zulassen. Das sind die Hauptaspekte in dieser Phase.“

Nouri freut sich ganz besonders auf das Spiel

Im Tor vertraut er dabei Jaroslav Drobny und Luca Plogmann. Beide hätten sich diesen Einsatz durch gute Leistungen im Trainingslager verdient. Und es ist nicht nur irgendein Test. Die Bremer Brücke dürfte gut besucht sein, schließlich ist es Osnabrücks Generalprobe vor dem Ligastart am nächsten Wochenende gegen Karlsruhe. 

Nouri freut sich als Ex-Osnabrücker (2004 bis 2008) natürlich ganz besonders auf die Partie: „Ich habe dort vier schöne Jahre erlebt – speziell mit dem Aufstieg in die zweite Liga. Ich habe dort auch sehr gerne gewohnt.“ 

Am Sonntag ist er allerdings nur auf der Durchreise. Nach dem Spiel geht es mit dem Bus direkt weiter nach Bremen – endlich wieder ins eigene Bett. Dort dürfen sich Trainer und Spieler etwas länger ausruhen, erst am Mittwoch steht die nächste Trainingseinheit auf dem Programm.

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