Wann dürfen Werder Bremen und Co. wieder vor Fans in den Stadien spielen? DFL-Geschäftsführer Christian Seifert erhöht den Druck auf die Politik.
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Wann dürfen Werder Bremen und Co. wieder vor Fans in den Stadien spielen? DFL-Geschäftsführer Christian Seifert erhöht den Druck auf die Politik.

Wann dürfen wieder Fans ins Weserstadion?

Auch Werder bald wieder vor Fans? DFL-Chef Seifert stellt erste Forderungen an die Politik

Berlin - Wann Werder Bremen und Co. wieder vor Zuschauern spielen dürfen, steht noch nicht fest, doch angesichts sinkender Corona-Infektionen setzen deutsche Fußball-Spitzenfunktionäre auf eine Rückkehr der Zuschauer in die Stadien. „Es geht hier um Grundrechte von Menschen und Unternehmen. Es gab gute Gründe, diese vorübergehend einzuschränken. Aber es gibt zwischenzeitlich mehr Gründe, diese Einschränkungen schrittweise zurückzunehmen“, sagte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert im „Bild“-Interview. Er sehe „derzeit wenig Gründe, um in der zweiten Jahreshälfte nicht schrittweise zum Normalbetrieb von Großveranstaltungen jeglicher Art zurückzukehren“. In der abgelaufenen Saison wurde - abgesehen von wenigen Partien zum Ende der Spielzeit - ohne Zuschauer gespielt.

Auch Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke und Bayerns Noch-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hoffen, dass die Arenen von Werder Bremen und Co. bald wieder zu 100 Prozent gefüllt sind. „Ich wünsche dem FC Bayern und dem Fußball insgesamt, dass wir alle in unseren Stadien schon sehr bald ohne Risiko mit voller Kapelle, also mit 100 Prozent Zuschauerauslastung, spielen dürfen“, sagte Rummenigge der „Bild“. Watzke betonte, dass es ihnen nicht um kurzfristige Effekte, um den Etat oder um Auslastungsquoten gehe. „Es geht uns darum, in Gesprächen mit der Politik, mit den Gesundheitsämtern und allen anderen maßgeblichen Institutionen vor dem Hintergrund der Fahrt aufnehmenden Impfkampagne und sinkender Infektionszahlen darüber zu sprechen, wann und unter welchen Bedingungen zumindest Geimpfte und Genesene ihre Rechte zurückerhalten. Zu diesen Rechten gehört natürlich auch der Besuch von Veranstaltungen im privaten Raum, im kulturellen Bereich, Sport, Theater, Konzerte, etc.“

Wann darf Werder Bremen wieder vor Fans im Weserstadion spielen?

Werder Bremens Geschäftsführer Klaus Filbry hatte schon vor gut einer Woche im „Academy Talk“ des süddeutschen Fernsehsenders Regio TV erklärt: „Wir haben Testkapazitäten, wir werden durchgeimpft sein, wir haben die digitale Nachverfolgung, wir haben Hygienevorschriften und wir wissen mittlerweile, dass die Ansteckungsgefahr im Freien sehr gering ist.“ Die Perspektive für Fans im Stadion sei also da. „Aber sie müssen auch kommen. Dann stabilisiert sich auch die Einnahmesituation wieder, und dann werden wir auch durchkommen“, sagte Filbry, dessen Club bekanntlich sehr unter den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie leidet.

Auch DFL-Chef Seifert erwartet „angesichts von über 60 Millionen Impfungen, nachgewiesen erfolgreichen Hygienekonzepten und deutlich gesunkenen Zahlen auf Intensivstationen“ - wie viele andere Bürger - konsequente Schritte zur Rückerlangung der Grundrechte für Bevölkerung und Unternehmen. „Deshalb müssen nicht nur Großveranstaltungen, sondern die Rückkehr des gesamten sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Lebens in Deutschland vor dem Hintergrund einer zwischenzeitlich völlig veränderten Faktenlage neu bewertet werden“, sagte Seifert. Für ihn spricht nichts gegen ausverkaufte Stadien bei Fußballspielen oder Konzerten, wenn nur Geimpfte, Genesene oder Getestete kommen dürfen. Dass im Ausland bereits wieder mehr Zuschauer zugelassen werden als in Deutschland, wo die Bundesliga mit ihrem Hygienekonzept eine internationale Vorreiterrolle hatte und als erste den Re-Start schaffte, stört Seifert etwas: „Vielleicht ist man in anderen Ländern weiter hinsichtlich einer gesamthaften Herangehensweise, die eben nicht nur epidemiologisch, sondern auch psychologisch, soziologisch und wirtschaftlich funktioniert.“ (dpa/dco)

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