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Johannes Eggestein hat derzeit keinen leichten Stand bei Trainer Florian Kohfeldt und dem SV Werder Bremen.

Werder-Talent muss um jede Minute kämpfen

Johannes Eggestein: Raus aus dem Rampenlicht, aber „komplett im Soll“

Bremen - Acht Minuten in Dortmund, keine in Frankfurt, dann 16 gegen Hertha, vier in Leverkusen und wieder keine gegen Freiburg - das sind die Einsatzminuten, 28 in Summe, die Johannes Eggestein an den vergangenen fünf Bundesliga-Spieltagen für Werder Bremen gesammelt hat.

Viel ist das nicht. Bei Werder Bremen kommt der 21-jährige Angreifer momentan nicht über die Rolle des Ergänzungsspielers hinaus, und es spricht eher wenig dafür, dass sich daran zeitnah etwas ändert. Trainer Florian Kohfeldt macht seinem Schützling Johannes Eggestein allerdings Mut.

Verfolgt das Bundesliga-Spiel von Werder Bremen gegen Borussia Mönchengladbach im Live-Ticker der DeichStube.

Werder Bremen: Jojo Eggestein zählt immer zu den Spielern, die für die Startelf in Frage kommen

„Es ist ja nicht so, dass er gar nicht gespielt hat“, setzt der Trainer an, was im ersten Moment fast wie eine Rechtfertigung klingt, denn auch Kohfeldt weiß natürlich, dass Johannes Eggestein in den vergangenen Wochen alles andere als im Blickpunkt stand. Zwar gehöre „Jojo“ immer zu den Spielern, „über die ich nachdenke, wenn es um die Startelf geht“. 

Zuletzt fiel die Entscheidung allerdings auf die anderen, auf Eggesteins direkte Konkurrenz, namentlich: Milot Rashica, Leonardo Bittencourt, Davy Klaassen oder auch auf Bruder Maximilian Eggestein. „Sie alle haben in den letzten Wochen starke Leistungen auf den Positionen gebracht, auf denen Jojo spielt“, sagt Kohfeldt, der aus dem jungen Mittelstürmer Eggestein längst den immer noch jungen Mittelfeldspieler Eggestein gemacht hat.

Werder Bremen: Kohfeldt sicher - Abschlusspieler Jojo Eggestein „wird noch sehr wichtig werden“

Spieler und Trainer hätten „gemeinsam festgestellt“, dass Eggestein seine Stärken besser zum Ausdruck bringen könne, wenn er nicht mit dem Rücken zum Tor, sprich ganz vorne im Zentrum, agiert. „Er tut sich deutlich leichter, wenn er das Spiel vor sich hat“, erklärt Kohfeldt, der Eggestein deshalb eine Reihe zurückbeordert hat, auf die Achterposition, teilweise auch auf den Flügel. Auch dort soll Eggestein allerdings „ein Abschlussspieler“ sein, einer, der am liebsten ohne Zuordnung in den Strafraum kommt und seinen ohne Frage vorhandenen Torriecher einsetzt.

In dieser Saison ist das Eggestein bisher nur selten gelungen. In seiner Bilanz steht bisher ein Tor, erzielt am ersten Spieltag beim 1:3 gegen Düsseldorf. Liest sich verhalten und nicht unbedingt nach dem nächsten großen Schritt in der Entwicklung, aber darum geht es Kohfeldt bei Eggestein auch gar nicht, wie er erklärt. „Jojos Entwicklung verläuft in der Regel so, dass er ein Plateau erreicht, dass er dann nicht mehr verlässt. Dann verweilt er ein bisschen dort und irgendwann kommt der nächste Schritt“, sagt Kohfeldt - und hält fest: „Für mich ist er komplett im Plan. Er wird noch sehr wichtig werden für uns und war es auch schon.“ (kni)

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