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Nuri Sahin muss sich beim SV Werder Bremen deutlich strecken, um seinen Stammplatz zurück zu bekommen.

Neue Chance gegen Fortuna Düsseldorf?

Sahin soll bei Werder zum Kämpfer werden

Bremen - Es geht mal wieder um jeden Tag und knapp wird es so oder so - ob der angeschlagene Philipp Bargfrede rechtzeitig bis zu Werder Bremens Rückrundenauftakt bei Fortuna Düsseldorf (Samstag, 15.30 Uhr) fit wird, steht noch in den Sternen. Das könnte die nächste Gelegenheit für Nuri Sahin bedeuten.

Denn: Bis Mittwoch, so hat es Trainer Florian Kohfeldt erklärt, müsse Bargfrede zurück im Teamtraining des SV Werder Bremen sein - ansonsten wird es nichts mit einem Einsatz. Das wiederum könnte die Chance auf einen Startelf-Platz für Nuri Sahin steigern. Zumindest theoretisch. Denn für Kohfeldt steht es keinesfalls fest, dass der 31-Jährige bei einem Bargfrede-Ausfall erstmals seit dem verpatzten Mainz-Spiel zum Einsatz kommt. „Nein, klar ist das nicht“, sagte der Trainer.

Zur Erinnerung: Während des 0:5-Heimdebakels gegen die Mainzer war Sahin Mitte Dezember nach erschreckend schwacher Vorstellung bereits nach 27 Minuten ausgewechselt worden, was durchaus als Höchststrafe bezeichnet werden darf. Beim Hinrundenabschluss in Köln schmorte der Ex-Dortmunder wenige Tage später 90 Minuten auf der Bank.

Werder Bremen: Florian Kohfeldt beruhigt über Nuri Sahins „große Einsicht“

„Wir haben darüber gesprochen“, berichtete Kohfeldt und meinte den für Werder im Allgemeinen und für Sahin im Speziellen so unglücklich verlaufenen Jahresabschluss. Es war ein Gespräch, dass der Trainer als „sehr beruhigend, aber auch sehr erwartbar“ empfand, „weil eine große Einsicht da war.“ Generell hätten ihm alle Spieler deutlich signalisiert, „dass sie verstanden haben, dass es jetzt nicht um Einzelne geht, sondern um die Gesamtgruppe“.

Persönliche Animositäten zwischen Kohfeldt und Sahin gibt es demnach nicht. „Gegen Mainz waren wir alle unfassbar schlecht, und ihn hat es getroffen“, blickte der 37-Jährige zurück, um dann zu betonen: „Zu dem Zeitpunkt hätte ich auch zehn andere Spieler auswechseln können. Für das Binnenverhältnis zwischen Nuri und mir ist das kein Problem.“

Werder Bremen: Kein Platz für Nuri Sahin? Florian Kohfeldt bringt andere Lösungen ins Spiel

Und dennoch dürfte Kohfeldts Forderung klar sein: In der Rückrunde möchte er einen anderen Sahin sehen. Einen, der zwar weiterhin dirigiert und lenkt, aber eben auch ackert und kämpft, bei dem die Körpersprache stimmt. Eine Einsatzgarantie für den Fall, dass Bargfrede passen muss, gibt es für Sahin vor dem Düsseldorf-Spiel deswegen nicht. Kohfeldt brachte gar ganz andere Lösungen ins Gespräch.

So würde sich etwa Benjamin Goller „mehr und mehr“ zu einer echten Alternative entwickeln. Freilich nicht fürs defensive Mittelfeld, aber für eine Außenposition im Angriff. Somit würde Leonardo Bittencourt frei für die Acht, und Maximilian Eggestein könnte zurück auf die Sechs rücken. Für Sahin wäre dann kein Platz mehr.

Werder Bremen: Nuri Sahin soll sein Spiel der aktuellen Bremer Lage anpassen

Kohfeldt hält zwar weiterhin viel vom 31-Jährigen, aber er möchte nun sehen, dass Sahin verstanden hat, dass er bereit ist, sein Spiel der aktuellen Bremer Lage anzupassen. Erste Anzeichen in diese Richtung hat der Coach während des Trainingslagers auf Mallorca ausgemacht.

„Nuri hat seine Zeichen gesetzt. Er hat in seiner Halbzeit gegen Monza gezeigt, dass er auch bereit ist, den körperlichen Weg zu gehen und dagegen zu halten“, lobte Kohfeldt - und ließ zum Abschluss noch einen unvollendeten Satz folgen: „Wenn er das weiterhin tut und seine fußballerische Qualität einbringt...“ Dann dürfte Sahin wohl bald wieder auf dem Platz stehen und die Gelegenheit bekommen, seinen Auftritt gegen Mainz vergessen zu machen. (dco)

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