Tahith Chong am Ball für Werder Bremen gegen Hertha BSC
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Tahith Chong bei seinem Bundesliga-Debüt für Werder Bremen gegen Hertha BSC

Neuzugang erstmals in der Fußball-Bundesliga am Start

Keiner war so schnell wie Tahith Chong, trotzdem nur ein mäßiges Debüt bei Werder Bremen

Bremen – Einen Sieger gab es dann doch bei Werder Bremen nach der 1:4-Heimpleite gegen Hertha BSC – zumindest in der Statistik: Tahith Chong.

Die Leihgabe von Manchester United gewann die Kategorie „Schnellster Spieler“. Beim 20-Jährigen war ein Bestwert von 33,1 km/h gemessen worden, der Berliner Krzysztof Piatek landete auf Rang zwei (32,8). Tahith Chong hatte bei seiner Bundesliga-Premiere für Werder Bremen trotzdem längst nicht so überzeugen können wie noch als Antreiber und Torschütze beim 2:0-Pokalsieg vor einer Woche in Jena.

„Tahith hatte die eine oder andere Aktion, in der er gezeigt hat, welche Qualität er besitzt. Aber es war nicht so leicht, weil die Hertha kompakt stand und wenig Räume da waren“, urteilte Frank Baumann. Der Werder-Sportchef umschrieb damit ganz geschickt, dass zwischen einem Pokalspiel gegen einen Viertligisten und einem Bundesliga-Spiel gegen einen Europa-League-Anwärter schon ein großer Unterschied besteht.

Werder Bremen: Kein Spieler wurde von Hertha BSC so häufig gefoult wie Tahith Chong

Tahith Chong muss sich in der neuen sportlichen Heimat erst noch einfinden, was nicht wirklich überrascht. Auf seinem Profi-Konto stehen schließlich erst fünf Einsätze in der Premier League und sechs in der Europa League – allerdings nur gegen Teams aus weniger bedeutenden Ligen (Österreich, Kasachstan, Belgien, Niederlande).

Als Rechtsaußen des SV Werder Bremen hatte es Chong gegen die Berliner nicht leicht. Aber der Niederländer verzagte nicht, probierte es immer wieder, ging durchaus mutig ins Eins-gegen-Eins. Und wie schon in Jena bekam er wieder einiges auf die Knochen. Dazu passt ein weiterer Spitzenwert des Werder-Profis: Kein Spieler wurde so oft gefoult wie Chong – vier Mal. Und das in nur 63 Minuten, denn dann holte ihn Coach Florian Kohfeldt vom Platz, zusammen mit Davy Klaassen. Beim Stand von 0:3 kamen die frischen Angreifer Niclas Füllkrug und Nick Woltemade.

Werder Bremen: Tahith Chong hat noch Nachholbedarf in der Defensivarbeit

Von Tahith Chong blieb vor allem eine Szene in Erinnerung: Seine Vorarbeit zu Werders bester Chance vor der Pause, als er Josh Sargent nach einem Ballgewinn in der gegnerischen Hälfte stark in Szene gesetzt hatte. Doch der Teamkollege vergab die gute Gelegenheit. Für Chongs Auge für den Nebenmann gab es Lob von Sportchef Baumann, der allerdings auch nicht unerwähnt ließ, dass der 20-Jährige selbst nicht zum Abschluss gekommen war. Und dafür sind Stürmer natürlich auch da.

Gleiches gilt für die Rückwärtsbewegung. Darüber sprach Baumann zwar nicht, aber es war nicht zu übersehen gewesen, dass Chong in der Defensivarbeit noch Nachholbedarf hat. Das Problem ist längst erkannt, Trainer Florian Kohfeldt will mit dem jungen Stürmer daran arbeiten und dafür sorgen, dass Chong nicht nur einzelne Rubriken in Spielen für sich entscheidet, sondern ein echter Gewinn(er) für Werder Bremen wird. (kni)

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