Ole Werner glaubt nicht, dass der SV Werder Bremen einen Vorteil gegen den Karlsruher SC hat, weil viele Spieler des Gegners zuletzt in Corona-Quarantäne waren.
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Ole Werner glaubt nicht, dass der SV Werder Bremen einen Vorteil gegen den Karlsruher SC hat, weil viele Spieler des Gegners zuletzt in Corona-Quarantäne waren.

Werder-Vorteil gegen KSC?

Nach Quarantäne-Chaos: Ole Werner rechnet nicht mit geschwächtem Karlsruher SC

Bremen – Es ist ein Sprung ins Ungewisse. Nicht nur für den SV Werder Bremen, sondern vor allem für den Karlsruher SC. Ein Corona-Ausbruch zwang die Badener kürzlich zur Vollbremsung, gleich 19 Spieler und acht Betreuer – darunter auch Trainer Christian Eichner – mussten in Quarantäne. Das geplante Spiel gegen den SV Sandhausen vor knapp zwei Wochen wurde verlegt, nun kehrt der KSC beim Gastspiel in Bremen zurück in den Zweitliga-Alltag. Und niemand weiß so recht, wie diese Rückkehr ablaufen wird.

„Die Zahlen gehen im ganzen Land nach oben, aber dass wir solch einen Einschlag bekommen, hätten wir nicht für möglich gehalten“, sagte Christian Eichner unter der Woche am „Sky“-Mikrofon. Immerhin: Bereits am vergangenen Freitag stieg der Großteil des Teams schon wieder ins Training ein, allzu kurz war die Vorbereitung auf das Duell mit Werder Bremen also nicht. Trotzdem musste reagiert werden.

Werder Bremen: Ein Großteil des Karlsruher SC war bis vor kurzem noch in Quarantäne

„Uns geht es inzwischen allen wieder gut“, erklärte der Coach des Karlsruher SC vor dem Spiel gegen den SV Werder Bremen, der sich nach eigener Aussage im hauseigenen Keller verbarrikadierte, ungeduldig die Stunden bis zur Genesung zählte und dabei ganz viel Fußball, Handball-EM und Australian Open schaute. „Alle Jungs haben die Zeit mit Symptomen zu Hause verbracht. Wir haben versucht, das mit moderatem Training wieder aufzufangen. Mit Beginn dieser Trainingswoche wurde die Belastung dann wieder nach oben gesetzt.“ Doch es bleibt ein Gefühl der Skepsis: „Die Daten sprechen dafür, dass wir Samstag in der Lage sein werden, ein normales Zweitligaspiel abliefern zu können, aber bislang ist das die blanke Theorie“, betonte Eichner.

Die Aufstellung von Werder Bremen gegen den KSC: Wie sieht die Startelf aus?

Am Osterdeich hat man das Corona-Chaos beim nächsten Gegner selbstverständlich registriert – zumal ja auch bei Werder Bremen schon einige Erfahrungen mit dem Virus gemacht wurden. Trainer Ole Werner hat es in der Vorsaison zudem gleich zweimal erleben müssen, dass damals noch bei Holstein Kiel die gesamte Mannschaft in die Isolation musste. Sogar noch einmal deutlich länger. Und diese Erfahrung lässt ihn auch zu der Vermutung kommen, dass der Kräfteschwund des Karlsruher SC nicht allzu groß sein dürfte. „Ich glaube nicht, dass es die ganz große Auswirkung für das Spiel hat“, prognostizierte der 33-Jährige.

Werder Bremen gegen Karlsruher SC - Ole Werner: „Ich gehe davon aus, dass da ein wehrhafter Gegner kommt“

„Es wird vermutlich niemand fehlen, der nicht verletzungsbedingt ohnehin gefehlt hätte. Die Quarantäne-Zeit war mit gut einer Woche auch relativ kurz, da gibt es in der Regel nicht den ganz großen Substanzverlust. Das ist körperlich und mental etwas anderes, wenn du zwei oder wie damals in Kiel vier Wochen in Quarantäne bist. Ich gehe jedenfalls davon aus, dass da ein wehrhafter Gegner kommt.“ Bei Werder Bremen wütete das Virus bekanntlich letztmals so richtig in der Winterpause – mit gutem Ende. Marco Friedl, Milos Veljkovic, Manuel Mbom und Niclas Füllkrug wurden nicht nur pünktlich zum Jahresauftakt gegen Fortuna Düsseldorf fit, das Spiel wurde auch gleich mit 3:0 gewonnen.

Werder-Profi Leonardo Bittencourt weiß zwar nicht direkt, wie die aktuelle gesundheitliche Lage bei den Spielern des KSC ausschaut, wagte unter der Woche aufgrund der eigenen Erfahrung im Team des SV Werder Bremen dennoch eine Einschätzung darüber, wie leistungsfähig die gegnerischen Akteure sein könnten. „Bei uns war es so, dass die Jungs, die keine Symptome hatten, relativ schnell wieder auf dem Platz standen und ihre Form hatten“, erinnerte er sich. „Die Jungs, die dagegen länger flach gelegen haben, brauchten auch entsprechend wieder ihre Zeit, um fit zu werden. Das ist aber nicht nur bei Covid so, sondern auch bei jedem anderen Infekt.“ (mbü)

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