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Haben gut lachen: Ömer Toprak und Frank Baumann freuen sich über den geglückten Transfer des Innenverteidigers zu Werder Bremen.

Innenverteidiger Langkamp und Veljkovic sollen bleiben

Nach schwierigem Toprak-Deal: Baumann verspricht weitere Transfers

Bremen - Am Ende hat alles geklappt, ist alles aufgegangen - und zwar so, wie es sich Frank Baumann vorgestellt hatte: Ömer Toprak ist nun Profi des SV Werder Bremen. Am Sonntagmittag wurde der 30-Jährige offiziell vorgestellt. Ein längst routinierter, aber auch immer feierlicher Akt für den Verein - und dieses Mal vielleicht sogar noch etwas mehr.

Denn den Transfer von Ömer Toprak stufte Frank Baumann als einen seiner kompliziertesten ein. Außerdem gab er noch Einblick in die weiteren Transferpläne von Werder Bremen. „Es war nicht immer ganz leicht“, sagte der Sportchef, dem der Stolz über den Coup deutlich anzusehen war. „Ich habe ja schon ein paar Transfers gemacht und würde nicht sagen, dass Ömers der schwierigste war, aber schon der mit den größten Schwankungen und Richtungsänderungen.“

Laut Baumann gab es Tage, da wähnte sich Werder „schon sehr, sehr weit“, ehe kurz darauf alles ganz anders aussah - und zwar „nicht mehr so, als ob es klappen würde“. Mit Ömer Toprak selbst hatte das nichts zu tun, der Innenverteidiger hat sich trotz anderer Optionen relativ schnell auf Werder Bremen festgelegt. „Ich habe mich auf mein Bauchgefühl verlassen“, sagte er. Allein das Bekenntnis eines Spielers macht aber eben noch keinen Wechsel perfekt. „Es sind immer mehrere Parteien involviert, da muss alles zusammenpassen“, verdeutlichte Baumann.

Werder Bremen: Frank Baumann kündigt weitere Transfers an

Abgebender Verein (in diesem Fall Borussia Dortmund), Berater (in diesem Fall Volker Struth, der auch Marco Reus und Toni Kroos zu seinen Klienten zählt), die eigenen Vorstellungen und die des Spielers - beim Toprak-Deal war es kompliziert, das alles unter einen Hut zu bekommen. „Zumal es für uns ja auch finanziell eine große Herausforderung ist“, sagte Baumann. 

Fünf Millionen Euro Ablöse wird Werder der Transfer dem Vernehmen nach letztlich kosten. Zunächst ist der Innenverteidiger für ein Jahr ausgeliehen, dann wird Werder ihn fest verpflichten. Dortmund schreibt in seiner Pressemitteilung gar von einer vereinbarten „Kaufverpflichtung“. Baumann sagt: „Wir stellen uns alle darauf ein, dass er über die Saison hinaus bei uns bleibt.“

Werder Bremen plant keine Verkäufe mehr

Und in noch einem Punkt legte sich der Manager fest: Nach dem fixen Ömer-Toprak-Deal soll es auf dem Transfermarkt erst so richtig losgehen. „Wir werden noch ein bis zwei Spieler verpflichten, die gut reinpassen und uns viel Spaß machen werden.“ Ein Außenverteidiger, der möglichst auf beiden Seiten spielen kann, und ein Mittelfeldspieler sollen noch kommen. Kein Thema bei Werder Bremen sind indes die zuletzt gehandelten Janik Haberer und Bernardo.

Auf der anderen Seite ist übrigens nichts geplant. Baumann erklärte, dass er nach der Toprak-Verpflichtung keinen anderen Innenverteidiger - sprich Sebastian Langkamp oder Milos Veljkovic - im Sommer abgeben möchte. „Da gibt es keine Bestrebungen.“

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Die Verpflichtung erwies sich als ziemlich kompliziert, am Ende hat sich Ömer Toprak mit seinem Bauchgefühl für den Wechsel zu Werder Bremen entschieden. Unterdessen kam es nach dem Werder-Spiel gegen Atlas Delmenhorst zu Ausschreitungen, bei denen zwei Polizisten verletzt wurden. Beim DFB-Pokal-Spiel zwischen Atlas Delmenhorst und Werder Bremen wurde in der Ostkurve kräftig gezündelt: Die Pyrotechnik im Weserstadion ärgerte Trainer Florian Kohfeldt.

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