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Der SV Werder würde Florian Kainz wohl keine Steine in den Weg legen, sollte dieser einen Wechselwunsch äußern.

Werder-Profi soll sich positionieren

Wenn Kainz will, darf er wohl weg

Leipzig - Neu war es nicht: Florian Kainz hatte es in Leipzig mal wieder nicht in den Kader geschafft – das vierte Mal in dieser Saison. Das wird dem 26-Jährigen nicht schmecken, der Österreicher wollte diese Saison bei Werder endlich voll durchstarten, durfte in der Bundesliga aber nur acht Mal ran. Nun sieht es eher nach einem vorzeitigen Wechsel aus.

Die Bremer wollen ihn zwar nicht unbedingt abgeben, sind aber offenbar gesprächsbereit, falls Kainz weg möchte. „Wir werden in Südafrika noch mal sprechen“, kündigte Coach Florian Kohfeldt an: „Florian muss sich noch positionieren, ob er sich mit seiner Rolle identifizieren kann. Das tut er bislang in überragendem Maße im Mannschaftsverbund. Aber ich weiß auch, dass er nicht mehr 19 ist und den Anspruch hat, jede Woche zu spielen.“ 

Kainz ins Hintertreffen geraten

Kohfeldt betonte, dass er gerne mit dem Stürmer weiter zusammenarbeiten würde. Dass er ihn auf keinen Fall abgeben will, sagte er nicht. Sportchef Frank Baumann äußerte sich ähnlich: „Es gibt keine Bestrebungen, ihn abzugeben. Auch von seiner Seite ist da nichts gekommen. Es ist also kein Thema, mit dem wir rechnen und planen.“ 

Das könnte sich schnell ändern, wenn Kainz über die Weihnachtstage zur Erkenntnis gelangt: Ich will weg. Interessenten dürfte es geben. Vor einigen Wochen soll der 1. FC Köln interessiert gewesen sein. Dann wurde Anthony Modeste zurückgeholt, und Kainz war offenbar kein Thema mehr beim Zweitligisten. Modeste wartet nach seinem selbstständigen Wechsel aus China allerdings immer noch auf seine Spielgenehmigung durch die Fifa. 

Florian Kainz hat bei Werder derzeit einen schweren Stand.

Seit 2016 ist Kainz nun schon in Bremen, sein Vertrag läuft bis 2020. Eine Ausleihe wäre also auch ohne Verlängerung möglich. „Florian ist ein gestandener Bundesliga-Spieler“, betonte Kohfeldt in Leipzig. Der österreichische Nationalspieler habe innerhalb der Mannschaft auch nicht den Anschluss verloren, „er hat ja am Mittwoch noch gespielt“, meinte der Coach. Gegen 1899 Hoffenheim waren es aber auch nur zwölf Minuten in der Schlussphase gewesen. „Es gibt für ihn keine Garantien für Einsätze“, sagte Kohfeldt, „das gilt aber auch für andere.“ 

Im Moment hätten Spieler wie Josh Sargent, Johannes Eggestein und Milot Rashica eben die Nase vorn. Das zeigt allerdings auch, dass Werder auf Kainz durchaus verzichten könnte. Bislang ist der Österreicher in dieser Spielzeit noch ohne Tor. Nur im DFB-Pokal machte er mit starken Leistungen und zwei Toren auf sich aufmerksam, aber die Gegner kamen auch nur aus der Regionalliga. Nach Weihnachten könnte es also durchaus spannend werden. Gut möglich, dass Kainz bei einer guten Offerte um einen Wechsel bittet – und Werder ihm diesen Wunsch auch erfüllt.

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