Der SV Werder Bremen wird das Weserstadion trotz explodierender Infektions-Zahlen auch gegen Schalke 04 vollmachen.
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Der SV Werder Bremen wird das Weserstadion trotz explodierender Infektions-Zahlen auch gegen Schalke 04 vollmachen.

Trotz steigender Infektionszahlen

Masken für die VIPs, aber sonst läuft bei Werder alles wie gehabt - noch!

Bremen – Das Wohninvest Weserstadion wird ausverkauft sein – natürlich. Schließlich ist das Heimspiel gegen den FC Schalke 04 eines der Saison-Highlights für den SV Werder Bremen und seine Fans. Möglicherweise werden alle Besucher gut beraten sein, das Erlebnis so gut es geht auszukosten, denn ob der Profi-Fußball noch lange vor vollen Tribünen spielen darf, muss angesichts einer sich von Tag zu Tag verschlechternden Corona-Lage wieder bezweifelt werden.

Ob sich Werder Bremen Sorgen mache um die Vollauslastung bei Heimspielen? „Ja, mit Sicherheit“, sagt Clemens Fritz, der Leiter Profi-Fußball. Noch gibt es nur latente Anzeichen, dass der Profi-Fußball bald wieder die Zuschauerzahlen reduzieren oder gar wieder Geisterspiele absolvieren muss. „Das wären finanzielle Einschnitte für uns“, weiß Fritz. Aktuell kommt Werder aber mit dem 2G-Konzept durch, darf mit Geimpften und Genesenen die Tribünen füllen.

Verfolgt das Duell von Werder Bremen gegen Schalke 04 im Live-Ticker der DeichStube!

Werder Bremen schließt Änderungen seines Konzepts bis hin zu einer 2G+-Regelung nicht aus

Geschäftsführer Hubertus Hess-Grunewald hat aber bereits angekündigt, dass eine Anpassung der Regeln an die Infektionszahlen und damit an die Verordnungslage jederzeit erfolgen könne: „Wir werden die weitere pandemische Entwicklung intensiv verfolgen. Wir schließen Änderungen unseres Konzepts bis hin zu einer 2G+-Regelung für die kommenden Spiele nicht aus.“ 2G+ würde weiter volle Ränge möglich machen, beim Stadioneinlass müsste neben Impf- oder Genesenennachweis aber auch ein aktuelles Testergebnis vorgezeigt werden. Das wäre dann allerdings auch die letzte mögliche Maßnahme vor einer erneuten Reduzierung der Zuschauerzahlen bei Heimspielen von Werder Bremen.

Fans von Werder Bremen sollen sich vor dem Spiel gegen Schalke 04 freiwillig auf Covid19 testen

Noch läuft es ohne Tests, noch kann Werder Bremen auch auf die Warnstufe 0 im Land Bremen verweisen. Aber eine kleine Veränderung im Vorgabenkatalog gibt es für Samstagabend doch. Der Club reagiert mit der Wiedereinführung der Maskenpflicht für den VIP-Bereichen sowie mit Appellen an die Stadionbesucher auf die insgesamt steigenden Infektionszahlen. So sollen sich alle Fans vor dem Stadionbesuch freiwillig testen und auch während des Spiels am besten eine Maske tragen. Pflicht ist das nicht, nur eine Bitte. (csa) Auch interessant: So könnt ihr das Heimspiel von Werder Bremen gegen Schalke 04 live im TV und Livestream schauen!

Zur letzten Meldung vom 09. November 2021:

Trotz steigender Corona-Zahlen: Werder darf das Weserstadion weiter vollmachen

Bremen – Die Corona-Infektionszahlen steigen bundesweit nach wie vor rasant an und haben mitten in der vierten Welle längst neue Höchstwerte erreicht, was freilich auch beim SV Werder Bremen aufmerksam verfolgt wird.

Schließlich darf der Zweitligist erst seit wenigen Wochen wieder in einem ausverkauftem Weserstadion spielen, was für die finanzielle Lage des SV Werder Bremen enorm wichtig ist – und trotz der steigenden Infektionszahlen vorerst auch so bleiben wird. „Im Rahmen der aktuellen Verordnung ist es weiterhin möglich, dass das Weserstadion ausverkauft sein kann“, teilt das Bremer Gesundheitsamt auf Nachfrage der DeichStube mit – und hält fest: „Wenn die 2G-Regel weiterhin angewendet wird, gibt es aktuell keine Kapazitätsbeschränkungen.“

Spiele von Werder Bremen im Weserstadion dürfen nur von geimpften oder genesen Personen besucht werden

Besagte Regel kommt bei Werder Bremen seit dem Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim (1. Oktober) zum Einsatz und schreibt vor, dass nur diejenigen Personen Zutritt zum Weserstadion erhalten, die gegen das Coronavirus geimpft und/oder nach einer Infektion wieder genesen sind. Um an diesem Vorgehen zu rütteln, sprich die Infektionsschutzmaßnahmen weiter zu verschärfen, müsste die entsprechende Verordnung im Land Bremen geändert werden – und genau danach sieht es aktuell nicht aus. Der Bundestag möchte am Donnerstag dieser Woche zwar in erster Lesung über ein neues Infektionsschutzgesetz beraten, weil die sogenannte epidemische Lage, ein Sonderstatus von nationaler Tragweite, am 25. November ausläuft. Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte hat sich gegenüber der „Welt“ aber schon gegen eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen ausgesprochen. „Wir haben ein gut funktionierendes Warnsystem, das uns ausreichend Möglichkeiten gibt. Sollte das irgendwann nicht mehr der Fall sein, werden wir sofort reagieren.“

Werder Bremen darf im Heimspiel gegen Schalke 04 mit einem ausverkauften Weserstadion planen

Heißt für Werder Bremen: Für das kommende Heimspiel gegen Schalke 04 (Samstag, 20. November) darf der Club wie zuletzt schon gegen den FC St. Pauli wieder mit einem ausverkauftem Weserstadion planen. Mit dem Ablauf der Partie vom 30. Oktober zeigt sich das Gesundheitsamt sehr zufrieden: „Beim ausverkauften Spiel gegen St. Pauli waren wir vor Ort und hatten keine Beanstandungen. Werder Bremen setzt das Konzept, wie bereits seit eineinhalb Jahren, gut um.“ Bei den bisherigen 2G-Spielen im Weserstadion habe es „keine Infektionen oder Risikokontakte“ gegeben.

Anders sieht es für die Zeit vor der Einführung der Regel aus. „Vor Anwendung der 2G-Regel gab es zwei Fälle, bei denen vermutlich eine Ansteckungsfähigkeit zum Zeitpunkt des Besuchs im Weserstadion vorlag“, schreibt das Gesundheitsamt. Und weiter: „Hier konnten wir über Werder Bremen den Sitzplan für die betroffenen Bereiche abfragen. Darüber konnten die Kontaktpersonen identifiziert werden.“ Möglich allerdings, dass die tatsächliche Zahl an Infektionen im Stadion größer ist: „Es kann sein, dass wir nicht alle Fälle erhalten, da viele Auswärtige im Weserstadion waren. Bei denen sind die jeweiligen Gesundheitsämter vor Ort zuständig.“ (dco) Auch interessant: Transfergerüchte-Ticker: Zagreb-Stürmer Andric ein Kandidat bei Werder? Und: Fritz bestätigt: „Ich war für Werder in Zagreb, aber…“.

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