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Wohninvest, Sponsor von Werder Bremen und neuer Namensgeber des Weserstadions, ist in Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Stuttgart verwickelt.

Durchsuchungen beim Werder-Partner

Werder-Sponsor Wohninvest in Ermittlungen verwickelt

Bremen/Stuttgart – Das Testspiel-Highlight gegen den FC Everton – es stellt am Samstag nicht nur die sportliche Generalprobe vor der neuen Saison, sondern auch eine Premiere dar: Erstmals trägt Werder ein Heimspiel im „Wohninvest-Weserstadion“ aus. Unter anderem auf Werbebanden wird die Immobilien-Gesellschaft aus Baden-Württemberg ab sofort in der Arena präsent sein – mit dem groß angelegten Ziel, ins Gespräch zu kommen. In der Heimat hat Wohninvest das gerade erst geschafft – allerdings im negativen Sinne.

Wie die „Stuttgarter Zeitung“ berichtet, ist der neue Partner von Werder Bremen in Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Stuttgart verwickelt. Diese geht gegen die GVV Hausverwaltungs GmbH vor, mit der Wohninvest enge Geschäftsbeziehungen pflegt. Der Verdacht: Die GVV soll Immobilien aus Fonds der Wohnungsbaugesellschaft Stuttgart (WGS) vorsätzlich unter Wert verkauft und damit auch Kleinanleger geschädigt haben. In diesem Fall könnte sich die GVV der Untreue schuldig gemacht haben. Seit Juli hat die Staatsanwaltschaft laut „Stuttgarter Zeitung“ sieben Objekte in Stuttgart, Fellbach, Waiblingen, Bad Wörishofen und auf Sylt durchsucht, wobei Wohninvest ins Blickfeld geriet.

Werder Bremen: Fragwürdige Geschäfte bei Partner Wohninvest

Auch der Partner von Werder Bremen, der die Namensrechte am Weserstadion erworben hat, soll schon Besuch von der Staatsanwaltschaft bekommen haben. „Die Durchsuchungsobjekte haben mehrfach Bezug zu Wohninvest“, schreibt die „Stuttgarter Zeitung“. Und weiter: „So ist Fellbach der Sitz der Wohninvest, der Gründer und Geschäftsführer der Wohninvest, Harald Panzer, wohnt in Waiblingen, in Bad Wörishofen sitzt eine WI-Tochter, und in Kampen ist Panzer des Öfteren anzutreffen.“ In der Vergangenheit habe Wohninvest schon mehrfach Immobilien aus den Fonds erworben, deren Geschäftsführerin die verdächtigte GVV war. Geschäfte, die nun in fragwürdigem Licht erscheinen.

So habe die Wohninvest oder ein ihr verbundenes Unternehmen über viele Jahre hinweg stets den Zuschlag beim Verkauf von Immobilien aus den entsprechenden Fonds erhalten. „Dabei sei der Preis, den Wohninvest geboten habe, meist nur marginal höher als der von den Mitbietern gewesen“, schreibt die „Stuttgarter Zeitung“ und beruft sich auf Einschätzungen eines Anwalts für Handels- und Gesellschaftsrecht. Außerdem auffällig: Kurz vor Toreschluss habe die Wohninvest oft exakt den Betrag geboten, der nötig war, um andere Bieter auszustechen. Ein Vorgehen, das innerhalb der Branche in Stuttgart inzwischen bestens bekannt sei. Es fänden sich kaum noch Makler, die bereit wären, in einen Verkaufsprozess einzusteigen. (dco)

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Unterdessen plant der Bundesliga-Club seinen Kader für die neue Saison. Trainer Florian Kohfeldt kündigte Transfers für Werder Bremen an: „Bald erleben wir etwas!“ Außerdem wirkt es, als würde das Phänomen Claudio Pizarro noch wertvoller für Werder Bremen werden. Am Samstag steht außerdem ein Tag an, auf den viele Anhänger schon lange hinfiebern: der Tag der Fans - und viele Legenden von Werder Bremen sind dabei.

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