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Yuya Osako präsentiert sich im Trainingslager im Zillertal bereits bestens in Form – und lässt Trainer Florian Kohfeldt schwärmen.

Japaner präsentiert sich in Top-Form

Mit neuer Frische und mehr Erfahrung: So soll Osako Werder führen

Zell – Es ist der Tag nach dem ersten Leistungscheck im Trainingslager in Zell am Ziller. Trainer Florian Kohfeldt lässt die Akteure des SV Werder Bremen locker auslaufen. Er schaut vom Rand aus zu, während 17 Männer sich leise unterhaltend den Platz rauf und runter traben. Mit dabei auch Yuya Osako.

Acht Spieler laufen links von ihm, acht Spieler rechts – und man muss natürlich davon ausgehen, dass es nur ein Zufall ist, dass der Japaner an diesem Montagmorgen genau im Zentrum der grün-weißen Trainingsgruppe auftaucht. Man kann aber auch eine Symbolik darin sehen. Denn Osako in der Mitte des Geschehens – das könnte sogar Überschrift und Motto für die gesamte kommende Saison werden.

Florian Kohfeldt hat am Tag zuvor, nachdem Osako die Bremer zum 1:0-Testspielsieg über die WSG Swarovski Tirol geköpft hatte, viel über den Japaner gesprochen. Dabei zeigte sich der Coach geradezu begeistert über den frühen Leistungsstand des 29-Jährigen – und das nicht nur wegen dessen Treffer. Kohfeldt zeichnete das Bild eines Spielers, der möglicherweise erst jetzt wirklich aufblühen wird, erst jetzt allen demonstrieren kann, was er tatsächlich drauf hat. „Yuya macht auf mich bisher einen ganz hervorragenden Eindruck. Man merkt einfach, wie frisch er nach dem Urlaub ist“, schwärmte Kohfeldt.

Werder Bremen: Yuya Osako sorgt für Freude bei Florian Kohfeldt

Urlaub, Erholung, neue Power – eigentlich ist es ja nichts Besonderes, dass das eine zum anderen führt. Bei Osako ist der Fall aber speziell. Seit er vor etwas mehr als einem Jahr seinen Wechsel vom damaligen Absteiger 1. FC Köln zum SV Werder Bremen perfekt gemacht hatte, war es mit Urlaub für ihn nicht so weit her. Im Sommer war es die WM mit Japan in Russland, die ihm zusetzte. Im Winter dann der Asien-Cup mit anschließender Verletzung. Osako im Belastungsmarathon. Frische blieb in dieser Phase ein Fremdwort. Umso größer die Freude jetzt bei Kohfeldt, dass der Offensivallrounder gut ausgeruht an den Arbeitsplatz zurückgekehrt ist: „Yuya hatte das erste Mal seit Jahren mal wieder fast vier Wochen am Stück frei. Das zeigt sich jetzt in positiver Weise.“

In den 50 Testspielminuten gegen Swarovski Tirol wirkte Osako quirlig und spritzig, was ungewöhnlich ist für die frühe Phase der Vorbereitung. Kohfeldt wertet es als gutes Zeichen für die Saison und hofft auf mehr. Aber in welcher Rolle sieht der Trainer den Japaner überhaupt? Antwort: in so ziemlich jeder, Hauptsache es spielt sich jenseits der Mittellinie ab. Gegen die Tiroler war Osako erst der Mittelstürmer, den Kohfeldt gerade neu für Werder erfindet, später wurde die rechte Seite seine Position.

Fotostrecke: Osako macht‘s per Kopf - und beschert Werder den Auftaktsieg

Werder Bremen schlägt die WSG Swarovski Tirol mit 1:0.
Werder Bremen schlägt die WSG Swarovski Tirol mit 1:0. © gumzmedia
Werder Bremen schlägt die WSG Swarovski Tirol mit 1:0.
Werder Bremen schlägt die WSG Swarovski Tirol mit 1:0. © gumzmedia
Werder Bremen schlägt die WSG Swarovski Tirol mit 1:0.
Werder Bremen schlägt die WSG Swarovski Tirol mit 1:0. © gumzmedia
Werder Bremen schlägt die WSG Swarovski Tirol mit 1:0.
Werder Bremen schlägt die WSG Swarovski Tirol mit 1:0. © gumzmedia
Werder Bremen schlägt WSG Swarovski Tirol mit 1:0.
Werder Bremen schlägt die WSG Swarovski Tirol mit 1:0. © gumzmedia
Werder Bremen schlägt die WSG Swarovski Tirol mit 1:0.
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Werder Bremen schlägt die WSG Swarovski Tirol mit 1:0.
Werder Bremen schlägt die WSG Swarovski Tirol mit 1:0. © gumzmedia
Werder Bremen schlägt die WSG Swarovski Tirol mit 1:0.
Werder Bremen schlägt die WSG Swarovski Tirol mit 1:0. © gumzmedia
Werder Bremen schlägt die WSG Swarovski Tirol mit 1:0.
Werder Bremen schlägt die WSG Swarovski Tirol mit 1:0. © gumzmedia
Werder Bremen schlägt die WSG Swarovski Tirol mit 1:0.
Werder Bremen schlägt die WSG Swarovski Tirol mit 1:0. © gumzmedia
Werder Bremen schlägt die WSG Swarovski Tirol mit 1:0.
Werder Bremen schlägt die WSG Swarovski Tirol mit 1:0. © gumzmedia
Werder Bremen schlägt die WSG Swarovski Tirol mit 1:0.
Werder Bremen schlägt die WSG Swarovski Tirol mit 1:0. © gumzmedia
Werder Bremen schlägt die WSG Swarovski Tirol mit 1:0.
Werder Bremen schlägt die WSG Swarovski Tirol mit 1:0. © gumzmedia
Werder Bremen schlägt die WSG Swarovski Tirol mit 1:0.
Werder Bremen schlägt die WSG Swarovski Tirol mit 1:0. © gumzmedia
Werder Bremen schlägt die WSG Swarovski Tirol mit 1:0.
Werder Bremen schlägt die WSG Swarovski Tirol mit 1:0. © gumzmedia

Yuya Osako bei Werder Bremen: Zulieferer für Niclas Füllkrug und Ersatz für Max Kruse

Am liebsten – und da verweist Kohfeldt auf die Saison 16/17, als Osako in Köln im Zusammenspiel mit Sturmtank Anthony Modeste brillierte – sieht der Trainer ihn aber als hängende Spitze: „Yuya hat seine allerstärkste Saison hinter einem zentralen, wuchtigen Stürmer wie Modeste gespielt.“ In Bremen soll Neuzugang Niclas Füllkrug dieser zentrale, wuchtige Stürmer sein. Und Osako sein Zulieferer. Im Idealfall. Kohfeldt sieht insgesamt viele Möglichkeiten für einen seiner Lieblingsspieler: „Yuya kann im Zentrum Stürmer spielen oder Zehner oder sogar Achter in einer sehr offensiven Raute. Da wird er definitiv seinen Platz finden.“

Die Kernfrage ist aber: Kann Yuya Osako Max Kruse, der zu Fenerbahce Istanbul gewechselt ist, als fußballerischen Leader auf dem Platz ersetzen? Kohfeldt glaubt schon. Denn neben der körperlichen Frische bringt der zurückhaltende Asiate auch noch etwas anderes mit, was ihn in seinem zweiten Werder-Jahr noch stärker macht. Es ist die Erfahrung aus dem ersten Werder-Jahr. „Yuya weiß jetzt mehr, ist dadurch handlungsschneller geworden. Vieles ist für ihn nicht mehr neu. Er kennt uns und unser Spiel mittlerweile. Und das zahlt sich aus.“

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