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Trainer Florian Kohfeldt will wieder die Heimstärke des SV Werder Bremen im Weserstadion beschwören.

Vor Spiel gegen Hoffenheim

Werder Bremen will wieder zur Heimmacht werden - aber wie?

Das Weserstadion eine Festung? Das war einmal! Die Heimstärke unter Trainer Florian Kohfeldt? Verflogen! Werder Bremen ist in der laufenden Bundesliga-Saison das heimschwächste Team der Bundesliga. „Mich wurmt das“, sagt Kohfeldt vor dem ersten Heimspiel der Rückrunde am Sonntag gegen die TSG 1899 Hoffenheim.

Zu Beginn seiner Amtszeit schien Werder Bremen im Weserstadion fast unschlagbar. 16 Bundesliga-Spiele, also fast ein Jahr lang, blieben die Grün-Weißen zu Hause ohne Niederlage – für Florian Kohfeldt ein Rekord: So ein Serie war noch keinem Werder-Trainer vor ihm zum Start gelungen. Werder war eine echte Heimmacht.

Werder Bremen heimschwächstes Team der Bundesliga

„Es war sehr lange Zeit so, dass die Mannschaften, die zu uns gekommen sind, sich gesagt haben: Oh, hier zu gewinnen, wird schwer“, sagt Kohfeldt. „Leider hat es sich in der Hinrunde so eingeschlichen, dass die Gegner mutiger wurden. Das würden wir gerne wieder ein bisschen eindämmen.“

Was natürlich ziemlich untertrieben ist. Nur einen Sieg und zwei Unentschieden hat Werder Bremen in der Hinrunde der laufenden Saison im Weserstadion gesammelt, weniger Punkte holte kein Bundesliga-Team zu Hause. In acht Spielen schossen die Bremer nur acht Tore und kassierten 19. Aus einer Heimstärke ist eine Heimschwäche geworden, mehr noch: Werder präsentierte sich im Weserstadion zuletzt schlicht nicht bundesligatauglich. Der desaströse Tiefpunkt: das wehrlose 0:5 gegen Mainz 05 kurz vor Weihnachten.

Werder Bremen: Florian Kohfeldt fordert anderes Selbstverständnis im Weserstadion

Vor dem ersten Heimspiel 2020 gegen die TSG 1899 Hoffenheim hofft der Werder-Coach natürlich auf einen Neustart. Aber einfach die Vergangenheit vergessen zu machen, alles auf Null und auf einen neuen (Fast-)Unbesiegbarkeits-Nimbus zu setzen – Florian Kohfeldt weiß natürlich, dass es nicht so einfach ist: „Es ist jetzt aber nicht damit getan, zu sagen: Wir wollen jetzt wieder heimstärker werden, sondern wir müssen uns bewusst machen, was wir dafür brauchen.“

Klar, all das, was man ohnehin braucht, um ein Fußballspiel in der Bundesliga zu gewinnen, und wovon Werder in der Hinrunde hat viel zu viel vermissen lassen. Aber Kohfeldt geht es auch wieder darum, eine besondere Stimmung im Weserstadion zu entfachen - am besten schon im Werder-Spiel gegen Hoffenheim. „Wir müssen das Zusammenspiel mit dem Publikum nutzen“, sagt der 37-Jährige. „Auch wenn wir in der Hinrunde die heimschwächste Mannschaft waren, müssen wir wieder dieses Selbstverständnis haben, dass hier niemand etwas mitnimmt. Denn das Weserstadion ist unser Stadion.“ Davon müsste allerdings auch mal wieder etwas zu sehen sein. (han)

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