Willi Lemke war von 1981 bis 1999 Manager und von 1999 bis 2016 Mitglied des Aufsichtsrats beim SV Werder Bremen.
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Willi Lemke war von 1981 bis 1999 Manager und von 1999 bis 2016 Mitglied des Aufsichtsrats beim SV Werder Bremen.

Ex-Manager des SV Werder Bremen

Willi Lemke: Der Druck auf Werder-Coach Kohfeldt wird jetzt noch größer

Bremen - Der langjährige Manager des SV Werder Bremen, Willi Lemke, sieht Trainer Florian Kohfeldt trotz der Rettung in der Relegation in der neuen Bundesliga-Saison noch stärker unter Druck.

 „Unser Trainer hat die schwere Last, von Anfang an eine erfolgversprechendere Mannschaft zu präsentieren. Wenn das ausbleibt, gehen die kritischen Diskussionen gleich wieder los“, sagte Willi Lemke in einem Interview der „Sport Bild“. „Die Aufgabe für Florian Kohfeldt wird jetzt noch belastender und schwerer.“

Kohfeldt darf trotz der schwachen Bundesliga-Saison bei Werder Bremen weiter machen. Der Start in die am 18. September beginnende neue Spielzeit wird aber dadurch erschwert, dass den Norddeutschen die finanziellen Mittel für Verstärkungen fehlen. (dpa/len)

Zur letzten Meldung vom 24. Juni 2020:

Willi Lemke erwartet bei Werder Bremen eine „lebhafte Diskussion“ um Florian Kohfeldt

Bremen - Was jetzt passiert beim SV Werder Bremen? Willi Lemke weiß es natürlich auch nicht. Aber von einer Sache ist er überzeugt: Um Trainer Florian Kohfeldt wird unabhängig vom Ausgang des Abstiegskampfes eine Debatte entbrennen.

Er sei sicher, dass es „sehr lebhafte Diskussionen in Bremen“ geben werde, sagte Lemke am Samstag nach der 1:3-Niederlage des SV Werder Bremen bei Mainz 05 im TV-Sender Sky. Zur Frage nach der Zukunft von Trainer Florian Kohfeldt erklärte der ehemalige Aufsichtsratsvorsitzende des SV Werder: „Das wird einer der Punkte sein, die wir zu diskutieren haben.“

Werder Bremen: Bleibt Florian Kohfeldt auch bei Abstieg Werder-Trainer?

Mit dem Abstieg kann und will sich der 73-Jährige noch nicht abfinden. „Wir haben noch eine Mini-Chance, und so lange wir diese Mini-Chance haben, müssen wir gegen Köln nochmal Vollgas geben“, sagte Lemke.

Er erwarte, dass sich das Präsidium danach „sehr intensiv“ mit der Frage befasse, „wie es zu dieser Situation kommen konnte. Es sind Fehler gemacht worden, und die darf man natürlich nicht wiederholen, weder in der ersten noch in der zweiten Liga“, sagte Lemke, der von 1981 bis 1999 Manager und von 1999 bis 2016 Mitglied des Aufsichtsrats bei Werder Bremen war. (dpa)

Zur letzten Meldung vom 13. Juni 2020

Zukunft beim SV Werder Bremen: Frank Baumanns Botschaft an den Aufsichtsrat und an Coach Florian Kohfeldt

Bremen – Frank Baumann wird viel angelastet. Falsche Personalpolitik, falsche Trainertreue – weil Werder Bremen vier Spieltage vor Saisonschluss mit eineinhalb Beinen in der zweiten Liga steht, steht Sportchef Baumann bei vielen Fans mit beiden Beinen in der Kritik.

Und er selbst sagt auch, dass Fehler passiert sind bei Werder Bremen – auf allen Ebenen allerdings und nicht nur bei ihm. Kritisch will er die Saison nach deren Ende durchleuchten, aber offenbar steht für den Ex-Profi schon jetzt fest, dass er sein Amt, egal wie die Saison ausgeht, nicht freiwillig abgeben wird.

„Grundsätzlich gehört es für mich zur Verantwortung dazu, sich in schlechten Zeiten zu stellen und nicht davonzulaufen“, sagte Frank Baumann am Donnerstag auf einer Online-Pressekonferenz. Obwohl das ein nur wenig verklausuliertes Ich-will-bleiben-Statement war, lehnte der 43-Jährige weitere Nachfragen ab. „Ich möchte meine Person nicht in den Vordergrund stellen“, erklärte er.

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Werder Bremen: Florian Kohfeldt will erst nach der Saison über Zukunft nachdenken

Vielleicht ging es bei seiner Kernaussage, die er zuvor auch schon in einem „kicker“-Interview getätigt hatte, auch nicht allein um ihn selbst. Vielleicht war sie auch als Botschaft an Trainer Florian Kohfeldt zu verstehen. Bei ihm ist angeblich gar nicht mehr so klar, dass er sich nach einer völlig missratenen Saison weiter der Verantwortung bei Werder Bremen stellen will. Immer wieder tauchen Gerüchte auf, dass der von Baumann so gestützte Coach Abwanderungsgedanken hege. Dazu passte die – von Kohfeldt-Berater Marc Kosicke umgehend und deutlich dementierte – Meldung, dass die TSG 1899 Hoffenheim an Kohfeldt interessiert sei.

Die Geschichte habe ihn „nicht tangiert“, sagt Kohfeldt zwar, aber seine Antwort darauf ist eben auch kein Bekenntnis zu Werder über die Saison hinaus. Der Mann, der vor wenigen Monaten dem Verein noch die große Treue geschworen hatte, ist vorsichtig geworden. Er spricht nicht über seine Zukunftsgedanken, nicht über seinen Job, nicht über die Zeit nach dem Schlamassel, in dem er mit Werder steckt: „Mein ganzer Fokus liegt darauf, den Klassenerhalt zu schaffen.“ Alles andere setzt er hintan, sagt Florian Kohfeldt: „Ich denke nach der Saison über meine Zukunft nach und keinen Tag vorher.“

Werder Bremen: Alles und jeder kommt auf den Prüfstand

Frank Baumann hat schon darüber nachgedacht und für sich entschieden, dass er im Falle eines Falles würde mithelfen wollen, den entstandenen Schaden zu reparieren. Sofern der Aufsichtsrat ihn dann noch lässt. Dass Baumann in seiner Funktion als geschäftsführender Sportchef den Trainer Kohfeldt in jedem Fall halten will, hat er offiziell so noch nicht gesagt.

Offiziell gilt: Alles und jeder kommt auf den Prüfstand. Aber Baumanns Überzeugung von der Arbeit des Trainers ist bisher hoch und wird wohl auch dann noch hoch bleiben, wenn die Krise im Abstieg mündet. Möglich, dass er den Trainer deshalb mit der Nicht-davonlaufen-Botschaft kitzeln wollte. Das Hoffenheim-Gerücht hat auf keinen Fall eine Rolle dabei gespielt, sagt Baumann. Denn für ihn war von vornherein klar, „dass es nicht der Wahrheit entspricht“. (csa)

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