Ab in den Süden: Für Milos Veljkovic, Marco Friedl und den SV Werder Bremen geht es am Sonntag ins Trainingslager nach Spanien.
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Ab in den Süden: Für Milos Veljkovic, Marco Friedl und den SV Werder Bremen geht es am Sonntag ins Trainingslager nach Spanien.

Werder-Trainingslager bei Murcia

„Absolute Vorsicht geboten“: SV Werder Bremen vor dem Abflug ins Trainingslager nach Spanien

Bremen - Der Weihnachtsurlaub ist vorbei, am Sonntag geht es für die Profis des SV Werder Bremen zurück an die Arbeit, wenn auch zunächst noch nicht auf den Fußballplatz. Die Mannschaft von Trainer Ole Werner macht sich auf den Weg ins Trainingslager nach Spanien. Nachdem Werder die Reise angesichts von stark ansteigenden Corona-Infektionszahlen bis zuletzt immer wieder auf den Prüfstand gestellt hatte, entschieden sich die Verantwortlichen letztlich dazu, sie anzutreten. Andere Zweitligisten haben währenddessen ihre Trainingslager abgeblasen.

So wollte sich der FC Schalke 04 eigentlich im türkischen Belek auf die zweite Saisonhälfte vorbereiten, cancelte den Trip aber ebenso wie der SV Sandhausen seinen ins spanische Chiclana de la Frontera. „In den vergangenen Tagen mussten wir feststellen, dass die Risiken der Reise deutlich zugenommen haben und den möglichen Nutzen übersteigen“, erklärte Schalkes Sportdirektor Rouven Schröder - und betonte: „Wir müssen unserer Verantwortung gegenüber allen Mitarbeitern gerecht werden.“ Ein Grundsatz, der freilich auch bei Werder Bremen gilt. Die Bremer sind allerdings überzeugt davon, die Reise ins Trainingslager für alle Beteiligten sicher gestalten zu können.

Verfolgt das Winter-Trainingslager des SV Werder Bremen im Live-Ticker der DeichStube!

„Natürlich ist absolute Vorsicht geboten. Wir haben alles vorbereitet, um sämtliche Hygienemaßnahmen bestmöglich umsetzen zu können“, sagt der Leiter Profi-Fußball Clemens Fritz im Gespräch mit der DeichStube. Bevor sich die Bremer Reisegruppe, die planmäßig aus 45 Personen besteht, auf den Weg macht, kommt sie am Sonntagmorgen zur Corona-Testung am Weserstadion zusammen. Danach geht es für Trainer, Spieler und Betreuer zunächst wieder zurück nach Hause bis die Ergebnisse der Tests vorliegen. Nur wer negativ ist, darf erneut zum Stadion kommen und in den Bus einsteigen, der Werder Bremen um 11 Uhr in Richtung Hamburger Flughafen fahren soll. Abflug der Chartermaschine nach Alicante ist am Nachmittag. Mit an Bord wird sich auch der Tross des Liga-Rivalen FC St. Pauli befinden, der in Benidorm sein Quartier beziehen wird. Für Werder geht es nach der Landung zum Hotel  „Doubletree by Hilton La Torre Golf Resort“ nahe der Stadt Murcia weiter.

Werder Bremen vor Abflug ins Spanien-Trainingslager: „Dort bewegen wir uns in einer Art Blase“

„Dort bewegen wir uns in einer Art Blase“, erklärt Fritz, „wir haben einen abgetrennten Bereich nur für uns“. Getestet wird vor Ort natürlich auch, was übrigens ebenso die Hotel-Beschäftigten miteinschließt, die mit Werder in Kontakt stehen. Neben den Bremern wird im Hotel auch der belgische Erstligist KSV Cercle Brügge wohnen, gegen den Werder am Samstag, 8. Januar, ab 13.30 Uhr ein Testspiel bestreitet. Ansonsten herrscht kein Betrieb in der Anlage. Fritz: „Wenn wir zu Hause bleiben würden, hätten die Jungs in ihrem privaten Umfeld mehr Kontakte als während des Trainingslagers in Spanien.“

Auch auf das Risiko, dass Spanien (seit dem 25. Dezember als Hochrisikogebiet eingestuft) während des Bremer Aufenthalts vom Robert-Koch-Institut zum Virusvariantengebiet erklärt wird, sei Werder Bremen vorbereitet, erklärt Fritz. In diesem Fall müsste der Zweitligist das Land innerhalb von 24 Stunden verlassen und nach Deutschland zurückkehren. (dco)

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